Sind im Bonusheft regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt eingetragen, erhöht sich im Fall von Zahnersatz der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen.

Mehr Zuschuss durch Bonusheft

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt ein Bonusheft ausstellen und die regelmäßigen jährlichen Vorsorgeuntersuchungen hier eintragen. Sind im Bonusheft jährliche Zahnarztbesuche über fünf Jahre vermerkt, steigt der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen von 60 auf 70 Prozent einer Regelversorgung. Hat der Patient über zehn Jahre jedes Jahr eine Zahnarztpraxis besucht, erhöht sich der Festzuschuss auf insgesamt 75 Prozent (Stand 1.10.2020). Wichtig zu wissen: Die Versicherten sind selbst für ein lückenlos geführtes Bonusheft verantwortlich.

Bonusheft – ein Rechenbeispiel

Als Beispiel in Zahlen:

Aus einem Zuschuss von 600,00 € werden bei einer Erhöhung des Zuschusses auf 70 Prozent 700,00 €, bzw. bei einer Erhöhung des Zuschusses auf 75 Prozent sogar 750,00 €.

Bonusheft verloren – und dann?

Zahnärzte bewahren Befunde und Behandlungen über zehn Jahre auf. So können die Mitarbeiterinnen der Zahnarztpraxis Einträge auch nachträglich ergänzen oder ein neues Heft ausstellen. Selbst wenn das Bonusheft einmal verloren gegangen ist.

Bonusheft – was ist ein Festzuschuss?

Gesetzliche Krankenkassen zahlen ihren Versicherten bei einem Befund einen festen Zuschuss im Rahmen einer notwendigen Zahnersatzversorgung. Zu diesem Zweck haben Krankenkassen und Zahnärzte über 40 Befunde definiert. Passend zu den Befunden gibt es medizinisch zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgungen. Entscheidet sich der Patient für diese zahnmedizinisch ausreichenden Lösungen bekommt, er einen Zuschuss von der Krankenkasse, der in der Regel mindestens 60 Prozent der Kosten deckt. Die Krankenkasse zahlt den Zuschuss aber auch, wenn der Patient eine höherwertige Lösung wünscht. So können Patienten sich für andere Materialien aber auch für höherwertige Zahnersatzlösungen wie z.B. Implantatversorgungen entscheiden, müssen aber dann einen höheren Eigenanteil zahlen.

Finanziell schlecht gestellte Personen – sogenannte Härtefälle – erhalten zum Festzuschuss von 60 Prozent weitere 40 Prozent. Somit ist für diese Personengruppe eine Regelversorgung zuzahlungsfrei. Die gesetzlichen Krankenkassen prüfen, wer einen Anspruch hierauf hat.