Bei einem PSI-Test misst der Zahnarzt mit einer Sonde die Tiefe der Zahnfleisch-Taschen. Das ist der Bereich zwischen Zähnen und Zahnfleisch. Damit kann eine Parodontitis frühzeitig erkannt werden.

Vorsorge - schmerzarm und wichtig

Das ist entscheidend. Denn das Zahnfleisch entzündet sich schleichend und bleibt auch in diesem Zustand lange schmerzfrei. Nur mit dem Parodontalen Screenung Index (PSI) erkennt der Zahnarzt frühzeitig eine Parodontitis. Bei Bedarf kann der Zahnarzt so rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen.

Wie untersucht der Zahnarzt?

Der Zahnarzt benutzt bei der Untersuchung eine stumpfe Sonde. Dabei wird Zahn für Zahn vermessen. Die Sonde hat neben einer Millimeter-Markierung ein Ende in Form einer winzigen Halbkugel. Diese schützt das Zahnfleisch vor Verletzungen. Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist die Messung überwiegend schmerzfrei.

Weitere Ergebnisse des PSI

Der Zahnarzt registriert mögliche Blutungen und Zahnstein. Auch überhängende Füllungen und Kronen beurteilt der Zahnmediziner bei der Messung. Schließlich rerfasst er oder sie Lockerungen, frei liegende Zahnhälse und Wurzelzwischenräume.

Messung millimetergenau

Ergebnis dieser Untersuchung ist die genaue Einstufung der Zahngesundheit des Patienten. Mithilfe eines Index werden fünf Schweregrade (von 0 bis 4) unterschieden. Anhand der Einordnung wird die Therapie durchgeführt.

Wenn Zahnfleischtaschen zu tief sind

Stellt der Zahnarzt eine Taschentiefe von mehr als 3,5 mm oder mehr fest, kann eine Parodontitis die Ursache sein. Dann muss der Zahnarzt weitere Untersuchungen durchführen.

Alle zwei Jahre kostenfrei

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt alle zwei Jahre die Kosten dieser Untersuchung. Gesetzlich Versicherte können sich mit dem Anspruch die Früherkennungvor einer Paraodontitis schützen.

Nach der Erhebung des PSI bekommen Patienten schriftlich Ergebnis des PSI mitgeteilt. Natürlich empfiehlt das Praxisteam auch weitere Schritte, wenn nötig.

Weitere Leistungen seitens der Krankenkasse sind:

  • halbjährliche Kontrolluntersuchung
  • Glättung überstehender Füllung- und Kronenränder
  • Zahnsteinentfernung 1 x pro Kalenderjahr
  • Zahnsteinentfernung 1 x pro Kalenderhalbjahr (gilt nur für Patienten mit einem Pflegegrad oder Empfänger von Eingliederungshilfe)

PSI mit fünf Stufen

Grad 0:

Zahnfleisch und Parodont sind gesund, es ist keine weitere Therapie nötig.

Grad I:

Das Zahnfleisch ist entzündet. Es sollte eine gründliche Zahnreinigung erfolgen. Zudem sollte der Patient genau über die häusliche Zahnpflege informiert werden.

Grad II:

Das Zahnfleisch ist entzündet und es gibt Zahnstein oder überhängende Füllungen und Kronen. Nach professioneller Zahnreinigung und Informationen über bessere Mundhygiene werden Füllungen und Kronen nachgearbeitet oder erneuert.

Grad III:

Es liegt eine leichte Parodontitis vor. Zudem können auch die oben genannten Befunde vorhanden sein. Neben den unter I und II genannten Behandlungsmaßnahmen sollte eine systematische Parodontitistherapie durchgeführt werden.

Grad IV:

Es liegt eine schwere Parodontitis vor. Zudem können auch die oben genannten Befunde vorhanden sein. Neben den unter I und II aufgeführten Maßnahmen sollte eine systematische Parodontitistherapie u.U. mit weiteren chirurgischen Maßnahmen dringend durchgeführt werden.