Kleine Geschichte der Zahntechnik

Kleine Geschichte der Zahntechnik

Frühe Formen von Zahnersatz findet man bereits in vorchristlicher Zeitrechnung. 2500 v. Christi begegnete man den Anfängen des Zahnersatzes, meist aus Knochen oder Elfenbein geschnitzt und mit Golddrähten an den eigenen Zähnen festgebunden. Die Medizingeschichte kennt zudem Tierzähne, Muscheln und menschliche Zähne als Material für Zahnersatz.

Der moderne, festsitzende Zahnersatz taucht jedoch erst im 18. Jahrhundert auf. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die seriöse Geschichte der Zahnheilkunde.

  • Im 14. Jahrhundert definierte Guy de Chauliac (1300–1368) erste recht seltsam anmutende Füllungsstoffe für kranke Zähne, wie zum Beispiel Gallapfelpulver oder Mastixharz.
  • 1710 stellt Friederich Böttger Porzellan aus Kaolin her. 1728 veröffentlicht Pierre Fauchard ein erstes zahnmedizinisches Fachbuch.
  • 1756 fertigt Philipp Pfaff erstmals Abdrücke mit Wachs und Gipsmodelle an.
  • 1808 entwickelt Giuseppangelo Fonzi Porzellanzähne in 20 Farben.
  • 1836 verbessern Petterson und Clark die Stiftverankerung.
  • 1880 wird aus gelötetem Goldblech mit einer Porzellan- oder Kunststoffummantelung die Richmondkrone angefertigt, die mit einer Schraube in die Zahnwurzel eingebracht wird.
  • 1907 wird von Taggert (New York) zum ersten Mal ein Hohlguss eingesetzt.
  • 1916 meldet Charles Land das Patent für die Jacketkrone – die erste Vollkeramikkrone – an.
  • Um 1930 werden aus Kunststoff erste Kunststoff-Veneers gefertigt.