Das Bonusheft – so können Sie beim Zahnersatz sparen

Das Bonusheft – so können Sie beim Zahnersatz sparen

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt ein Bonusheft ausstellen und die regelmäßigen jährlichen Vorsorgeuntersuchungen hier eintragen. Sind im Bonusheft jährliche Zahnarztbesuche über fünf Jahre vermerkt, steigt der Festzuschuss der Krankenkassen von 60 Prozent der Regelversorgung auf 70 Prozent. Hat der Patient über zehn Jahre jedes Jahr eine Zahnarztpraxis besucht, erhöht sich der Festzuschuss auf insgesamt 75 Prozent. (Stand 1.10.2020)

Als Beispiel in Zahlen: Aus einem Zuschuss von 445,45 € werden dann 519,69 € oder sogar 556,81 €.

Die regelmäßige, jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt lohnt sich also finanziell. So bleiben Mund und Zähne gesund. Und auch der Geldbeutel wird geschont, wenn Zahnersatz notwendig wird. Jeder gesetzlich versicherte Patient erhält von seiner Krankenkasse einen höheren Zuschuss zum Zahnersatz, wenn regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchungen im sogenannten Bonusheft vermerkt sind.

Gut zu wissen

Das Bonusheft kann auch nachträglich ausgestellt werden. Jeder Zahnarzt bewahrt Befunde und die Dokumentation der Behandlungen über mindestens zehn Jahre auf. Auch wenn das Bonusheft einmal verloren geht, kann der Zahnarzt anhand seiner Unterlagen ein neues Heft mit den entsprechenden Nachweisen ausfüllen.

Kurz erklärt

Gesetzliche Krankenkassen zahlen ihren Versicherten bei einem Befund einen festen Zuschuss im Rahmen einer notwendigen Zahnersatzversorgung. Zu diesem Zweck haben Krankenkassen und Zahnärzte über 40 Befunde definiert. Passend zu den Befunden gibt es medizinisch zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgungen. Entscheidet sich der Patient für diese zahnmedizinisch ausreichenden Lösungen bekommt, er einen Zuschuss von der Krankenkasse, der in der Regel mindestens 60 Prozent der Kosten deckt. Die Krankenkasse zahlt den Zuschuss aber auch, wenn der Patient eine höherwertige Lösung wünscht. So können Patienten sich für andere Materialien aber auch für höherwertige Zahnersatzlösungen wie z. B. Implantatversorgungen entscheiden, müssen aber dann einen höheren Eigenanteil zahlen.

Finanziell schlecht gestellte Personen – sogenannte Härtefälle – erhalten einen höheren Festzuschuss. Zu den 60 Prozent Zuschuss einer Regelversorgung kommen weitere 40 Prozent Zuschuss hinzu. Somit ist für diese Personengruppe eine Regelversorgung zuzahlungsfrei. Die Krankenkassen prüfen, wer einen Anspruch hierauf hat.