Zähneputzen zweimal täglich ist wichtig. Mindestens zwei Minuten müssen die Zähne geputzt werden. Doch jeder Mensch ist anders. Je sensibler die Zähne desto gründlicher muss geputzt werden. Am besten erfolgt das Zähneputzen nach den Mahlzeiten. Vor allem am Abend. Dazu gehört die richtige Zahnbürste und weitere Hilfsmittel um die Zwischenräume zu reinigen.

Für gutes Zähneputzen benötigt man zwei Dinge: Zeit und das Wissen, wie’s richtig geht. „Out“ sind heftiges Querschrubben und seitliches Auf-und-ab-Bürsten mit zu viel Druck. „Dadurch wird der Zahnbelag nicht effektiv entfernt und die Zähne auf Dauer beschädigt“, so Dr. Dietmar Oesterreich, ProDente-Experte und Zahnarzt.

Zähneputzen müsste eigentlich Zähne rütteln heißen

Dagegen eignet sich die sogenannte „Vibrationstechnik“ oder auch „Rütteltechnik“ sehr gut zur schonenden Reinigung der Zähne. Dazu die Bürste im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln. „Auf diese Weise werden die hartnäckigsten Zahnbeläge, welche am Zahnfleischsaum sitzen, gelockert“, so Dr. Oesterreich. Streichen Sie diese dann mit der Zahnbürste mit sanftem Druck vom Zahnfleisch in Richtung Zähne aus und rücken Sie zu den nächsten beiden Zähnen weiter.

Womit reinige ich meine Zähne am besten?

Zähneputzen: Hand oder Strom?

Bei der Frage nach der optimalen Zahnbürste scheiden sich die Geister. Dr. Oesterreich: „Prinzipiell gilt – eine gute Zahnbürste ist daran erkennbar, dass sie ein optimales Verhältnis zwischen gründlicher Reinigung und Verletzungsfreiheit von Zahnfleisch und Zähnen garantiert. Daraus folgt, dass möglichst weiche Kurzkopfzahnbürsten mit abgerundeten Borstenenden benutzt werden sollten.“

Elektrische Zahnbürsten haben den Vorteil, dass sie sehr bequem in der Anwendung sind. Die empfohlene „Vibrationstechnik“ erledigt die elektrische Zahnbürste automatisch. Auch besitzt diese oft ein kleines Bürstenfeld, was die genaue Pflege jedes Zahnes erfordert. Neueste Schallzahnbürsten sollen zusätzlich die Beläge lockern. Zahnärzte empfehlen ihren Patienten Zahnbürsten und Techniken, je nach Alter und individuellen Voraussetzungen.

Zahnpflege: Die Zunge nicht vergessen

Sorgfältiges Zähneputzen und Zahnzwischenraumpflege ist ein Baustein in der Zahnpflege. Nach Meinung von Experten reicht es aber längst nicht mehr aus, um dauerhaft Parodontose und Karies zu verhindern. Wer gesund bleiben will, muss auch gegen versteckte Bakterien im Mund vorgehen, gegen die die Zahnbürste nicht ankommt. „Mundhöhlenbakterien siedeln sich vorzugsweise ungestört auf dem hinteren Zungenabschnitt an und bilden dort ein Reservoire, wenn sie nicht beseitigt werden“, erklärt Dr. Oesterreich. Abhilfe schafft ein spezieller Zungenschaber oder auch ein umgekehrter Esslöffel, der morgens und abends zum Einsatz kommt. Und so geht’s: Zunge herausstrecken und an der Spitze festhalten. Von hinten nach vorne schaben.

Zahnpflege mit besonderen Herausforderungen

Professionelle Zahnreinigung ergänzt Zähneputzen zu Hause

Außerdem sollte der Mundraum regelmäßig vom Zahnarzt untersucht werden. "Erwachsene sollten eine professionelle Zahnreinigung abhängig vom individuellen Risiko ein- oder mehrmals jährlich in der Zahnarztpraxis machen lassen", betont Dr. Oesterreich. Dabei werden Zahnbelag und Zahnstein sehr gründlich entfernt, die Zähne poliert und fluoridiert. Gleichzeitig erhält der Patient zahlreiche Hinweise zur individuellen Zahn- und Mundhygiene. Die Kosten muss der Patient selbst tragen – sie liegen zwischen 50 und 150 Euro. Das Ergebnis sind saubere und helle Zähne sowie die deutliche Senkung von Risikofaktoren für Zahn- und Munderkrankungen.