Einzelansicht

Zahnpflege vor 3.500 Jahren

Auch wenn Zahnfäule eine über Jahrhunderte grassierende Erscheinung war, kennt die Menschheit Zahnpflege schon seit dreieinhalbtausend Jahren. Im alten Ägypten war die Reinigung der Zähne selbstverständlich. So wurde die morgendliche Reinigung des Mundes mit Natron als „Frühmal“ bezeichnet. Eine andere weitverbreitete Methode war die Zahnreinigung mit faserig gekauten Zweigen. Im Orient wurden die Miswak oder Siwak genannten Zweige verwandt. Aber auch in indischen Texten 600 v. Chr. wird diese Art der Reinigung erwähnt.

Statt der heute bekannten fluoridierten Zahnpasta gebrauchte man eine Mischung aus Honig, Öl, pulverisiertem bengalischem Pfeffer, Zimt, Ingwer und Salz. Jüngere Forschungen verblüffen: Denn einige Methoden weisen Merkmale moderner Zahnpflege auf. So wurde bei zur Zahnpflege benutzten Hölzern in Nigeria ein hoher Fluoridgehalt festgestellt.

Andere Kulturen – andere Techniken

In Griechenland um 300 v. Chr. empfahl Diokles, die Zähne am Morgen mit einem Finger und Minzesaft zu säubern.

Großen Wert auf die Zahnpflege legten auch die Azteken. Ihre Reinigungsmittel: Kohle zum Säubern, Salz zum Pflegen und Harn zum Spülen. Die Spülung des Mundes mit Harn war auch in China bekannt.

Pinsel als Zahnbürsten

Die Zahnbürste wurde im 15. Jahrhundert in China erfunden. In Form eines Pinsels in Anlehnung an die Zahnhölzchen. Die heute gebräuchliche Form mit Borsten auf einer kleinen Platte ist aber bereits 100 Jahre später in chinesischen Schriften aufgeführt. Zu dieser Zeit pflegten die Europäer ihre Zähne noch mit Bürsten in Pinselform. Erst mit Beginn des 18. Jahrhunderts setzte sich auch hier die Plattenform als Borstenträger durch.