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Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

Ohne sie läuft in der Zahnarztpraxis nichts: die Zahnmedizinischen Fachangestellten. Wer sich für diesen Ausbildungsberuf bewirbt, den erwartet ein krisensicherer Arbeitsplatz mit viel Abwechslung.

Am Empfangstresen sucht Herr Meier noch nach seiner Versichertenkarte. Das Telefon klingelt und soeben kommen die dringend erwarteten Laborarbeiten. Melanie G. behält den Überblick. Schließlich arbeitet die 25-Jährige Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) bereits seit einigen Jahren in ihrem Beruf. Ihr Aufgabengebiet ist äußerst vielseitig. So koordiniert sie die Praxisabläufe und ist für die Rechnungsstellung zuständig. Aber nicht nur Organisation und Verwaltung gehören zu ihrer Tätigkeit. Am meisten Spaß bereitet ihr der verantwortungsvolle Kontakt zu Menschen.  

Zahnmedizinische Fachangestellte – auf Menschen zugehen

Die Zahnarzthelferin – wie der Beruf allgemeinhin genannt wird – bittet Patienten in das Behandlungszimmer, bereitet sie für die Untersuchung vor und legt sämtliche Instrumente für den Zahnarzt bereit. Auch bei den Hygienevorschriften ist sie Expertin. Während der Behandlung unterstützt die ZFA den Zahnarzt bei seiner Arbeit. Auch bereitet sie Füllungen oder Abdruckmassen vor und macht Röntgenaufnahmen. Einfühlungsvermögen ist gefragt – vor allem bei ängstlichen Patienten oder Kindern.     

Zahnmedizinische Fachangestellte – auf Platz 12 der beliebtesten Ausbildungen

„Rund 42 Prozent der Zahnarztpraxen in Deutschland bieten einen Ausbildungsplatz zur Zahnmedizinischen Fachangestellten an“, erläutert Henner Bunke, D.M.D. (Doctor of Dental Medicine)/Univ. of Florida/USA, Vorstandsreferent Aus- und Fortbildung Zahnmedizinische Fachangestellte der Bundeszahnärztekammer und Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen. „Bei Frauen ist die Ausbildung zur ZFA auf Platz fünf der beliebtesten Ausbildungsberufe“, so Bunke. Insgesamt ist er auf Platz 12. Die Bewerber bringen in der Regel einen Haupt- oder Realschulabschluss mit. Besonders wichtig sind die Schulfächer Biologie, Chemie, Deutsch und Mathematik. Das Berufsbildungsgesetz  (BBiG) regelt die dreijährige, staatlich anerkannte duale Berufsausbildung. Dual bedeutet, dass die Auszubildenden nicht nur in der Zahnarztpraxis, sondern auch in der Berufsschule lernen. Laut Angaben der Bundesarbeitsagentur beträgt die monatliche Ausbildungsvergütung je nach Bundesland zwischen 600 bis 865 Euro im ersten Ausbildungsjahr und steigert sich auf 750 bis 980 im dritten (Stand Oktober 2019). Die Chancen stehen gut, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Derzeit herrscht Fachkräftemangel. Das bedeutet, die Zahl der offenen Stellen übersteigt die Zahl der Bewerber. 

Zahnmedizinische Fachangestellte – Forbildung lohnt sich

Wer bereits Berufserfahrung als ZFA gesammelt hat, kann sich je nach persönlichem Interesse fortbilden. Die Fortbildung zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) befähigt, die professionelle Zahnreinigung (PZR) auf Anweisung und der Abschlusskontrolle durch den Zahnarzt selbständig durchzuführen. Die Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin (ZMV) ist schwerpunktmäßig für das Praxismanagement verantwortlich. Die Weiterbildung zur Zahnmedizinischen Fachassis­tentin (ZMF) ist vielseitig. Sie umfasst Patientenaufklärung, Praxisorganisation und vermittelt Wissen, begleitende präventive Behandlungsmaßnahmen unter Anweisung selber durchzuführen. Am anspruchsvollsten ist die Fortbildung zur Dental-Hy­gienikerin (DH). Sie ist in der Pro­phylaxe, Vor- und Nachsorge tätig und übernimmt zahlreiche Delegationsleistungen bei Parodontitisbehandlungen.