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         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>RSS-Feed Pressemitteilungen</title><link>prodente.de</link><description>Hier finden Sie aktuelle Nachrichten von der Initiative proDente e.V.</description><language>de-de</language><copyright>Initiative proDente e.V.</copyright><pubDate>Wed, 16 Sep 2026 19:20:36 +0200</pubDate><lastBuildDate>Wed, 16 Sep 2026 19:20:36 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.prodente.de/presse/rss-feeds/rss-prodente-presse-schwerpunkte/rss.feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-1145</guid><pubDate>Thu, 20 Aug 2026 13:27:00 +0200</pubDate><title>Kauen ist der Schlüssel für gesundes Altern</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/kauen-ist-der-schluessel-fuer-gesundes-altern.html</link><description>Gutes Kauen fördert eine ausgewogene Ernährung, die Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit bis ins hohe Alter. </description><content:encoded><![CDATA[<ul><li style="margin-right:189px; text-align:justify">Gutes Kauen fördert Gesundheit und Lebensqualität</li><li>Eingeschränkte Kaufunktion führt zu Mangelernährung</li><li>Zahnersatz kann Kaufunktion wieder herstellen</li></ul><p class="lead">Ältere Menschen behalten immer mehr eigene Zähne. Und jeder Zahn zählt. Denn die Fähigkeit zu kauen beeinflusst Gesundheit, Fitness und Selbstständigkeit positiv bis ins hohe Alter.</p><p>„Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit! “ So lautet das Motto des Tags der Zahngesundheit am 25. September 2026. Warum? Kauen ist für viele eine zumeist unbeachtete Funktion. Doch wer bewusst und gut kaut, isst ausgewogener, bleibt leistungsfähig und erhält länger seine Selbstständigkeit. „Wir reden viel über Muskeltraining im Alter, vergessen dabei aber einen der stärksten Muskelapparate unseres Körpers: das Kausystem“, erklärt Prof. Anne Wolowski, Expertin für Prothetik und Funktion an der Universität Münster. „Wer seine Kaufähigkeit verliert, büßt Lebensqualität und Teilhabe ein.“</p><h2>Gut kauen. Länger fit bleiben.</h2><p>Studien belegen: Eine eingeschränkte Kaufunktion erhöht das Risiko für Mangelernährung, Gebrechlichkeit und Pflegebedürftigkeit. Wer nicht mehr richtig kauen kann, meidet oft frisches Obst, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte – Lebensmittel, die für Gesundheit und Fitness essenziell sind. Kaufähigkeit ist daher ein Schlüssel für gesundes Altern.</p><h2>Ein Workout für Muskeln und Gehirn</h2><p>Jeder Bissen aktiviert ein komplexes System. Der Kaumuskel gehört zu den stärksten Muskeln des Körpers. Gleichzeitig verbindet der Trigeminusnerv das Kausystem direkt mit dem Gehirn. Wissenschaftlich belegt: Kauen regt bestimmte Hirnregionen an und stärkt neuronale Netzwerke. „Kauen hält das Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Gehirn in Schwung“, betont Prof. Wolowski.</p><h2>Zähne sind Lebensqualität</h2><p>Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) zeigt: Die Zahnlosigkeit ist bei 65- bis 74-Jährigen auf fünf Prozent gesunken. Ein großer Fortschritt. Denn jeder erhaltene Zahn verbessert die Kaufunktion und schafft die Basis für stabile Zahnersatzlösungen, falls nötig.</p><h2>Jeder Zahn zählt</h2><p>Unser Gebiss ist nicht für 80 oder 90 Jahre Dauerbelastung gemacht. Verschleiß, Lebensgewohnheiten, Krankheiten oder Unfälle hinterlassen Spuren. Umso wichtiger ist es, natürliche Zähne zu schützen und fehlende Zähne funktionell zu ersetzen. Jeder Zahn trägt dazu bei, Kaukraft, Ernährung und Lebensqualität zu sichern.</p><h2>Wenn Zahnersatz Lebensqualität zurückgibt</h2><p>Hochwertiger Zahnersatz aus dem zahntechnischen Labor erhält Kaufunktion und Lebensqualität. Er sorgt für sicheren Halt, verteilt Kaukräfte gleichmäßig und hält die Kaumuskulatur aktiv. Schlechter Zahnersatz hingegen führt oft dazu, dass harte Lebensmittel gemieden werden. Die Folge: weniger Kauaktivität, weniger Reize für Muskeln und Nervensystem. „Ein verlorener Zahn ist mehr als eine Lücke im Gebiss“, warnt Prof. Wolowski. „Er kann der Anfang einer Abwärtsspirale sein. Umgekehrt stärkt jeder erhaltene oder gut ersetzte Zahn Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität.“</p><h2>Die unterschätzte Kraft des Kauens</h2><p>Die Botschaft des Tags der Zahngesundheit 2026 ist klar: Kauen hält fit. Es fördert eine ausgewogene Ernährung, trainiert Muskeln, aktiviert das Nervensystem und hilft, bis ins hohe Alter aktiv am Leben teilzunehmen.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/e/a/csm_1672-941-max__1__85532c29a7.jpg" length="140402" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1144</guid><pubDate>Tue, 14 Jul 2026 11:26:00 +0200</pubDate><title>Karies ist ungleich verteilt </title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/karies-ist-ungleich-verteilt.html</link><description>Karies geht ingesamt zurück. Aber die Krankheitslast verteilt sich zunehmend auf Risikogruppen. Prävention muss deshalb früh ansetzen. </description><content:encoded><![CDATA[<ul><li>Die Mehrheit der Zwölfjährigen ist kariesfrei</li><li>DMS • 6 rückt die jüngste Risikogruppe in den Fokus</li><li>40 % der 8 – 9-Jährigen tragen eine hohe Krankheitslast</li></ul><p class="lead">Mehr als die Hälfte der Acht- und Neunjährigen bleibt heute kariesfrei. Auch bei Zwölfjährigen ist Karies zur Ausnahme geworden. Doch die Erkrankung verteilt sich ungleich. Gerade im sozialen Spannungsfeld entscheidet sich früh, wie sich die orale Gesundheit entwickelt. Fachleute sprechen von einer Kariespolarisation.</p><p>Während die Mehrheit der Kinder keine Probleme hat, tragen 40 Prozent der Acht- und Neunjährigen die gesamte Krankheitslast ihrer Altersgruppe. Im Schnitt sind 3,5 Zähne von Karies betroffen. Bei den Zwölfjährigen zählen 20 Prozent zur Risikogruppe. Hier muss präventiv gezielt angesetzt werden.</p><h2>Zähne im Ausnahmezustand</h2><p>Trotz aller Präventionserfolge – Karies verschwindet nicht, sie konzentriert sich zunehmend auf Hochrisikogruppen. Studien zeigen, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien ein höheres Risiko für frühkindliche Karies und unbehandelte orale Erkrankungen aufweisen. Ursachen sind unter anderem Unterschiede in Gesundheitskompetenz, Ernährung, Inanspruchnahme präventiver Angebote sowie strukturelle Faktoren wie Bildungsniveau und Lebensumfeld. Laut der DMS • 6 muss Prävention genau dort ansetzen. „Die Mundgesundheit hat sich insgesamt enorm verbessert. Gleichzeitig gibt es Kinder, die schon früh eine hohe Karieslast entwickeln. Diese Gruppe dürfen wir nicht aus den Augen verlieren“, betont Dr. Reinhard Schilke, Oberarzt der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventivzahnmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.</p><h2>Prävention muss früh beginnen</h2><p>„Prävention muss im Kleinkindalter ansetzen. Wenn wir Kinder früh erreichen, können wir Schmerzen und Folgeschäden verhindern. Leider gibt es Kinder, die weder ausreichend für Mundhygiene sensibilisiert noch entsprechend begleitet werden. Genau hier müssen wir eingreifen. Denn Karies beginnt oft an den Milchzähnen – und die sind keine bloßen Platzhalter. Sie sind entscheidend für die gesunde Entwicklung der Kiefer, die Nahrungsaufnahme und die Sprachentwicklung. Werden Milchzähne geschädigt, kann das auch die bleibenden Zähne beeinträchtigen“, erklärt Dr. Schilke.</p><h2>Berlin zeigt, wie es geht</h2><p>Wie gezielte Prävention aussehen kann, macht Berlin vor. Seit Ende 2025 gehört das tägliche Zähneputzen in Kitas zum gesetzlichen Auftrag. Gleichzeitig wurden zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen gestärkt. Eltern müssen einer Untersuchung nicht mehr aktiv zustimmen, sondern ausdrücklich widersprechen. Die Idee dahinter ist klar: Prävention soll alle Kinder erreichen – unabhängig von Herkunft, Bildungsstand oder familiärer Situation. Für manche Kinder ist das gemeinsame Zähneputzen in der Kita die einzige Zahnpflege des Tages. Deshalb gilt die Berliner Regelung als wichtiger Schritt zu mehr gesundheitlicher Chancengleichheit.</p><h2>Früh schützen, langfristig profitieren</h2><p>„Die Kita ist einer der wenigen Orte, an denen wir fast alle Kinder erreichen“, sagt Dr. Schilke. Berlin gilt als Vorbild für Prävention. Regelmäßiges Zähneputzen mit Fluorid zuhause, in Kitas, Schulen oder sozialen Einrichtungen, feste Essenszeiten, wenig und vor allem selten Zucker sowie frühe Kontrolltermine in der Zahnarztpraxis bilden die Basis für gesunde Kinderzähne.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/3/1/csm_RS1293_kinder-kita-07_96a97c3682.jpg" length="206812" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1140</guid><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 14:18:00 +0200</pubDate><title>Eigene Zähne verlängern das Leben </title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/eigene-zaehne-verlaengern-das-leben.html</link><description>Heute behalten Senioren immer länger ihre eigenen Zähne. Das verbessert die Nahrungsaufnahme - und wirkt unmittelbar auf die Teilhabe und die Lebenserwartung. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Senioren behalten ihre Zähne heute deutlich länger als frühere Generationen. Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) belegt mit Langzeitdaten den Erfolg guter Vorsorge.</p><p>2005 waren noch 22,6 Prozent der 65- bis 74-Jährigen zahnlos. 2023 lag der Anteil nur noch bei 5 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl fehlender Zähne von durchschnittlich 14,1 auf 8,6. Die Zahl funktionstüchtiger Zähne stieg deutlich – von 13,6 auf 18,8. Besonders auffällig: Rund 40 Prozent der heute 73- bis 82-Jährigen verloren im Untersuchungszeitraum von neun Jahren keinen einzigen Zahn.</p><h2>Das Ende der dritten Zähne</h2><p>Totalprothesen werden zur Ausnahme. Festsitzender Zahnersatz – individuell im Dentallabor gefertigt – prägt das Bild in den Praxen. „Heutige Generationen altern mit Zähnen. Das ist eine überaus positive Entwicklung. Viele eigene Zähne bedeuten tatsächlich ein deutliches Plus an Lebenserwartung und -qualität“, erklärt Prof. Dr. Ina Nitschke, Spezialistin für Seniorenzahnmedizin am Universitätsklinikum Leipzig.</p><h2>Besser kauen, länger leben</h2><p>Der Zusammenhang zwischen Zähnen und Lebenserwartung gilt heute als wissenschaftlich gesichert. Eine japanische Langzeitstudie mit mehr als 85.000 Bewohnern von Senioreneinrichtungen zeigt: Menschen über 85, die noch mindestens 20 eigene Zähne hatten, lebten deutlich länger als Gleichaltrige mit stark reduziertem Gebiss. Die Gründe liegen auf der Hand. Wer gut kaut, kann sich ausgewogener ernähren. Der Körper bekommt mehr Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß. Das schützt vor Mangelernährung und reduziert somit das Risiko für Gebrechlichkeit. Optimal sitzender Zahnersatz unterstützt die Kaufähigkeit. Ist diese eingeschränkt, greifen Menschen oft zu weichen, stark verarbeiteten oder süßen Lebensmitteln. „Fehlende Zähne in Kombination mit schlecht passendem Zahnersatz verändern den gesamten Lebensstil“, sagt Prof. Dr. Ina Nitschke. „Viele Menschen essen schlechter, ziehen sich zurück und verlieren Lebensqualität.“</p><h2>Jeder Zahn zählt</h2><p>Auch Untersuchungen der Boston University und der Columbia University fanden den direkten Zusammenhang zwischen Zähnen und allgemeiner Gesundheit. Menschen, die mit 65 Jahren fünf oder mehr Zähne verloren hatten, erkrankten häufiger an Diabetes und/oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihre Lebenserwartung sank messbar. Zähne entscheiden im Alter sogar über die Selbstständigkeit. Das zeigt eine britisch-japanische Studie mit mehr als 5.600 Erwachsenen. Jeder zusätzlich erhaltene natürliche Zahn senkte das Risiko für Einschränkungen im Alltag um durchschnittlich 3,1 Prozent. Menschen mit nur zehn eigenen Zähnen brauchten deutlich häufiger Hilfe beim Einkaufen, Kochen oder bei der Medikamenteneinnahme als Personen mit 20 natürlichen Zähnen. „Die Erklärung geht weit über das Kauen hinaus. Mit jeder Zahnlücke sinkt die soziale Teilhabe. Kontakte nehmen ab. Einsamkeit steigt. Das beeinflusst unmittelbar die Gesundheit und die Lebenserwartung. Zähne sind kein kosmetisches Detail, sie unterstützen ein selbstbestimmtes Altern“, so Prof. Dr. Ina Nitschke.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/e/9/csm_RS4744_proDenteZahnimplantat_25_PJK0011_30766b7f2e.jpg" length="195416" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1137</guid><pubDate>Tue, 12 May 2026 12:44:00 +0200</pubDate><title>Warum Millionen ihre Zähne versichern – und was wirklich zählt</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/warum-millionen-ihre-zaehne-versichern-und-was-wirklich-zaehlt.html</link><description>Rund 20 Millionen Deutsche haben eine Zahnzusatzversicherung. Sie ist die beliebteste private Gesundheitsvorsorge – noch vor Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer. Die Zahl wächst weiter.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Rund 20 Millionen Deutsche haben eine Zahnzusatzversicherung. Sie ist die beliebteste private Gesundheitsvorsorge – noch vor Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer. Die Zahl wächst weiter.</p><p>Die gesetzliche Krankenversicherung (GVK) zahlt bei Zahnersatz die sogenannte Regelversorgung: funktional und solide. Kronen und Brücken bestehen meist aus Metall, nur die sichtbaren Bereiche werden zahnfarben verblendet. Wer nicht unbedingt Wert auf äußerst ästhetischen Zahnersatz aus Vollkeramik legt, kommt damit aus. Die Kasse übernimmt 60 Prozent der Kosten, mit lückenlosem Bonusheft bis zu 75 Prozent (Stand 20. April 2026). Der Eigenanteil bleibt meist überschaubar. Für Versicherte mit geringem Einkommen übernimmt die GKV unter Umständen den doppelten Festzuschuss – der Eigenanteil entfällt.</p><h2>Mehr Anspruch, höhere Kosten</h2><p>Wer sehr hochwertige Lösungen wünscht, zahlt deutlich mehr. Zahnersatz, der von echten Zähnen kaum zu unterscheiden ist, treibt die Kosten in die Höhe. „Die gesetzliche Versorgung deckt das Notwendige ab. Mit dem Anspruch steigen die Kosten. Das gilt für Zahnersatz genauso wie für Zahnzusatzversicherungen“, erklärt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. In komplizierten Fällen, bei denen mehrere Zähne betroffen sind, kann der Eigenanteil mehrerer tausend Euro erreichen. Genau hier greift die Zahnzusatzversicherung – oft schon ab 10 Euro im Monat.</p><h2>Nicht immer sinnvoll</h2><p>Eine Zusatzversicherung lohnt sich vor allem für Menschen, die Wert auf hochwertige Versorgung legen. Entscheidend ist die Rechenlogik des Tarifs – nicht die Prozentzahl. Manche Versicherer erstatten einen Prozentsatz der Gesamtkosten, andere orientieren sich nur am Zuschuss der gesetzlichen Kasse. Das beeinflusst den Eigenanteil spürbar. Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Jüngere brauchen seltener Zahnersatz, ab Mitte 30 steigt das Risiko. Wer erst abschließt, wenn der Zahnarzt bereits Handlungsbedarf sieht, hat jedoch schlechte Karten. Laufende Behandlungen sind ausgeschlossen. Gesundheitsfragen sollten stets korrekt beantwortet werden, sonst droht der Versicherungsschutz zu entfallen.</p><h2>Durchblick im Tarifdschungel</h2><p>Der Markt ist unübersichtlich, die Unterschiede sind groß. Hohe Erstattungsprozente klingen verlockend, sagen aber wenig aus. „Wichtiger als die Prozentzahl ist, was am Ende tatsächlich erstattet wird“, warnt Elke Weidenbach. Hochwertige Tarife kosten mehr, auch Einschränkungen sind möglich. Viele Verträge sehen Wartezeiten von bis zu acht Monaten vor. Hinzu kommen sogenannte Zahnstaffeln: In den ersten Jahren sind Erstattungen gedeckelt, etwa auf 500 Euro im ersten Jahr, 1.000 Euro im zweiten und so weiter.</p><h2>Unabhängige Beratung nutzen</h2><p>Wer Orientierung sucht, findet Hilfe bei den Verbraucherzentralen oder Stiftung Warentest, die kostenpflichtige Beratungen und Vergleiche anbieten. Klar ist: Die Zahnzusatzversicherung hat sich vom Nischenprodukt zum Standard entwickelt. Steigende Kosten, geplante Einsparungen der GKV sowie höhere Ansprüche an Ästhetik und Komfort treiben diese Entwicklung voran. Entscheidend bleibt, die eigenen Erwartungen realistisch einzuschätzen und den Tarif genau zu prüfen.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/d/a/csm_RS4720_proDente_29_pjk2076_d75871ccf9.jpg" length="303856" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1136</guid><pubDate>Wed, 15 Apr 2026 13:24:00 +0200</pubDate><title>Parodontitis – die stille Volkskrankheit</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/parodontitis-die-stille-volkskrankheit.html</link><description>Mehr als 14 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer schweren Form von Parodontitis. Die chronische Entzündung hat gravierende Folgen für die Allgemeingesundheit. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Die Zahlen alarmieren. Die Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland leidet an Parodontitis, etwa 14 Millionen davon an einer behandlungsbedürftigen, schweren Form. Bakterielle Beläge auf Zähnen und am Zahnfleischrand lösen die Krankheit aus, die sich schleichend zur chronischen Entzündung mit weitreichenden Folgen entwickelt.&nbsp;</p><p>„Parodontitis betrifft nicht nur den Mundraum, sondern den ganzen Körper“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. dent. Sonja H. M. Derman, Oberärztin und Leiterin des Funktionsbereichs Parodontologie an der Universitätsklinik Köln. „Wir wissen heute, dass die vier großen Volkskrankheiten – Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegs-Erkrankungen und Krebs – unmittelbar mit Parodontitis zusammenhängen. Mund- und Allgemeingesundheit sind untrennbar verbunden.“&nbsp;</p><h2><b>Frühes Handeln entscheidend</b></h2><p>Parodontitis wird durch Bakterien im Zahnbelag (Plaque) ausgelöst und ist eine chronische Entzündung mit systemischen Auswirkungen. Bakterien in den Zahnfleischtaschen setzen entzündungsfördernde Substanzen frei, die sich über den Blutkreislauf verteilen können. Das Gleiche gilt für die Entzündungsbotenstoffe, die das Immunsystem als Abwehr gegen die Parodontitis produziert. Dieser Entzündungsprozess schwelt so dauerhaft im ganzen Körper. „Gerötetes oder blutendes Zahnfleisch ist immer ein Warnsignal“, betont Dr. Derman. „Eine rechtzeitige, professionelle Behandlung kann eine reine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) vollständig heilen. Ohne Therapie entwickelt sich daraus in den meisten Fällen eine Parodontitis. Die sich nur noch lindern oder verlangsamen lässt.“&nbsp;</p><h2><b>Entzündung greift um sich</b></h2><p>Besonders problematisch: Parodontitis verstärkt schwere Erkrankungen. Sie steht in enger Wechselwirkung mit Diabetes. Beide Krankheiten beeinflussen und verschlimmern sich gegenseitig. Eine unbehandelte Parodontitis verschlechtert die Blutzuckerkontrolle,&nbsp;wodurch sich der HbA1c-Wert erhöht, und fördert damit diabetische Folgeerkrankungen. Das Risiko für Nierenschäden und erhöhte Sterblichkeit steigt deutlich. „Die wechselseitige Beziehung ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen“, erklärt Dr. Derman.&nbsp;</p><h2><b>Gefahr für Herz und Gefäße</b></h2><p>Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten bei Parodontitis-Patienten häufiger auf. Chronische Entzündungen im Mund fördern systemische Entzündungen und arteriosklerotische Veränderungen. Auch hier weisen viele Studien auf einen Zusammenhang hin: Menschen mit&nbsp;Parodontitis erleiden öfter Herzinfarkte und Schlaganfälle. Eine schwedische Studie zeigt, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei schwerer Parodontitis um 49 Prozent steigt – und das innerhalb von nur sechs Jahren.&nbsp;</p><h2><b>Vielfältige Auswirkungen</b></h2><p>Parodontitis bleibt nicht auf den Mund beschränkt. Durch die Verbreitung von Bakterien und Entzündungsbotenstoffen im ganzen Körper kommt es zum Einfluss auf andere Allgemeinerkrankungen.&nbsp;„Bei unklaren Beschwerden, für die sich medizinisch keine Ursachen finden lassen, sollte man immer auch die Mundgesundheit prüfen“, rät Dr. Derman. „Eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachdisziplinen ist hier entscheidend.“&nbsp;</p><h2><b>Therapie: Schritt für Schritt</b></h2><p>Die Behandlung zielt darauf ab, die Entzündung zu stoppen und den Zahnhalteapparat zu stabilisieren. Zunächst entfernt die Zahnärztin oder der Zahnarzt harte und weiche Beläge professionell. Patientinnen und Patienten erhalten klare Anleitungen zur Pflege,&nbsp;besonders zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Reicht das nicht aus, werden unter lokaler Betäubung die Wurzeloberflächen gründlich von Bakterien befreit. Werden in den Zahnfleischtaschen nach der Reinigung Tiefen von 6 mm und mehr gemessen, sind chirurgische Eingriffe erforderlich. Das Behandlungsziel sind Taschen mit maximal 4 mm, die beim Messen nicht bluten. Bei bestimmten Krankheitsbildern können Antibiotika unterstützend zum Einsatz kommen. Nach der aktiven Therapie beginnt die entscheidende Phase: die regelmäßige Nachsorge. Alle drei bis sechs Monate kontrolliert die Praxis die Taschen und reinigt die Zähne professionell. „Parodontitis ist behandelbar – aber nur mit konsequenter und lebenslanger Mitarbeit“, betont Dr. Derman.&nbsp;</p><h2><b>Selbst aktiv werden</b></h2><p>Zweimal täglich Zähneputzen und die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume sind unverzichtbar. Mundspülungen oder spezielle Zahnpasten können ergänzen, ersetzen aber nicht die mechanische Plaque-Entfernung. Ein gut eingestellter Diabetes, Rauchverzicht,&nbsp;ausgewogene Ernährung, Bewegung und Stressabbau unterstützen die Therapie. „Wer früh handelt, regelmäßig zur Kontrolle geht und seine Mundhygiene ernst nimmt, kann Parodontitis erfolgreich kontrollieren“, fasst Dr. Derman zusammen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/f/4/csm_RS4692_proDente_29_pjk2785_57a6f443f7.jpg" length="256817" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1132</guid><pubDate>Tue, 10 Mar 2026 09:15:00 +0100</pubDate><title>Wenn Social Media den Zähnen schadet</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/wenn-social-media-den-zaehnen-schadet.html</link><description>Die Sprechstunde beginnt längst nicht mehr nur im Behandlungszimmer – sie startet auf dem Smartphone. Medfluencer erklären Gesundheit auf Instagram, TikTok oder YouTube. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Erfolgreiche Dentfluencer schaffen Aufmerksamkeit und vermitteln Wissen. Das bietet Chancen für gute Aufklärung, birgt aber auch Gefahren: Mythen und Fake News rund um Zahnpflege halten sich hartnäckig.</p><p>Dazu gehören vermeintlich „natürliche“ Alternativen wie Ölziehen, aggressives DIY-Whitening mit Aktivkohle, Zitrone oder Backpulver sowie widerlegte Fluorid-Mythen. Auch kosmetische Schnelllösungen wie DIY-Zahnkorrekturen oder unkritisch beworbene Veneers werden in sozialen Netzwerken oft verharmlost. Der Übergang von Information zu Irreführung ist fließend. Neben seriösen Beiträgen häufen sich Dental-Fakes – bis hin zu mutmaßlichen Anti-Krebs-Therapien mit Vitamin C, empfohlen von vermeintlichen Zahnärzten.</p><h2>Ein Haargummi zur Zahnkorrektur</h2><p>Was wie Clickbait klingt, ist auf Social Media Alltag: schnelle, schlechte Ratschläge von Medfluencern im Zahnarzt-Look – oft mehr Show als Substanz. Sie tarnen sich als Aufklärung, schüren aber Angst und bieten schnelle Lösungen. Was harmlos wirkt, endet oft teuer – besonders bei Zahnthemen. Der Schaden entsteht verzögert. Erosion, Rezessionen, Entzündungen werden erst sichtbar, wenn der Post längst verschwunden ist.</p><h2>Wenn Reichweite Kompetenz ersetzt</h2><p>Viele Klicks machen keine Wahrheit. Fluorid als „Gift“ zu framen, ignoriert Jahrzehnte Präventionsforschung und erhöht das Kariesrisiko. Anti-Krebs-Therapien fernab evidenzbasierter Medizin, sind unseriös und extrem gefährlich. Schlechte Medfluencer erkennt man nicht an ihrer Reichweite, sondern an ihrer Dramaturgie: Probleme werden maximal zugespitzt. Clara Marlene Schulz, Zahnärztin und selbst erfolgreiche Dentfluencerin, warnt: „Wenn Gesundheit als einfache Story mit Happy End verkauft wird, lohnt sich ein zweiter Blick. Seriöse Medizin spricht auch über Grenzen, Risiken und Nebenwirkungen, nicht nur über Vorteile. Jede wirksame Maßnahme hat Effekte, aber eben auch Limitationen.“</p><h2>Wissen von Wundertropfen trennen</h2><p>Seriöse Inhalte erklären Zusammenhänge, benennen Grenzen und nennen Quellen. Sie unterscheiden Meinung von Fakten und sprechen auch über Nebenwirkungen. Sie raten nicht, bewährte Behandlungen abzubrechen, und versprechen keine Wunder. Dentfluencer können Wissen zugänglich machen, ersetzen aber keine Diagnostik oder evidenzbasierte Therapie. Wer behauptet, Hausmittel oder Detox-Ideen könnten Zähne heilen, riskiert die Gesundheit anderer – für Reichweite. Gute Aufklärung macht nicht abhängig vom Feed. Schlechte schon.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/2/9/csm_RS4648_proDente_29_pjk2906_lpr_733a6ea692.jpg" length="166544" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1133</guid><pubDate>Tue, 24 Feb 2026 10:20:00 +0100</pubDate><title>NEM Werkstoffe - die günstige Alternative zu Gold</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/nem-werkstoffe-die-guenstige-alternative-zu-gold.html</link><description>Zahnersatz aus Nichtedelmetall (NEM) ist eine etablierte und leistungsfähige Alternative zu Gold. Die Werkstoffe sind biokompatibel und günstig.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Zahnersatz aus Nichtedelmetall (NEM) ist eine etablierte und leistungsfähige Alternative zu Gold. Die Werkstoffe sind biokompatibel und günstig. Zahnersatz aus NEM zählt zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen.</p><p>Lange galt Gold als Maßstab für hochwertigen Zahnersatz. Steigende Materialpreise lenken den Blick auf wirtschaftlichere Lösungen. Dabei haben sich NEM-Werkstoffe wie Chrom-Kobalt-Molybdän oder Titan etabliert. Die Legierungen sind gut verträglich und funktional, ganz ohne qualitative Abstriche.</p><h2>Mehr Passgenauigkeit denn je</h2><p>Dazu beigetragen hat die moderne, digitalen Fertigung. Während die hohe Härte von NEM-Legierungen früher als Nachteil galt, ermöglichen Verfahren wie CAD/CAM-Fräsen oder Laser-Melting heute eine mikrometergenaue und effiziente Verarbeitung. So entsteht Zahnersatz, der funktional überzeugt und auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wird.</p><h2>Bewährt für anspruchsvolle Versorgungen</h2><p>Robust, korrosionsfrei und gut verträglich eignet sich NEM für festsitzende Versorgungen wie Kronen und Brücken. Die Materialien erlauben auch umfangreiche Konstruktionen bei Teleskop-Lösungen oder Teilprothesen. „Die Materialeigenschaften von NEM haben sich seit Jahren bewährt. Bei besonderen Anforderungen, wie großen Spannweiten oder Freiend-Situationen, sorgt NEM für sicheren Halt und eine lange Lebensdauer“, erklärt Prof. Anne Wolowski, Expertin für Prothetik und Funktion an der Universität Münster. „NEM-Zahnersatz heißt: Patienten bekommen einen mundbeständigen und sehr gut zu verarbeitenden Werkstoff. Funktional und ästhetisch ist eine NEM-Legierung mit einer Goldlegierung vergleichbar – bei deutlich geringeren Kosten.“</p><h2>Sicher, bewährt und wirtschaftlich</h2><p>Die Entscheidung für Zahnersatz aus NEM treffen Zahnarzt und Patient je nach individueller Situation. In enger Abstimmung mit dem Dentallabor werden Belastung, Konstruktion und klinische Anforderungen bewertet. Für Patienten ist NEM kein günstiger Ersatzwerkstoff, sondern eine langfristig stabile, und funktional sichere Lösung.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/8/9/csm_RS4488_Zahnersatzmaterial-060_lpr_8c3db0a3e1.jpg" length="32602" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1131</guid><pubDate>Mon, 09 Feb 2026 09:20:00 +0100</pubDate><title>Essstörungen – die Zähne leiden mit</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/essstoerungen-die-zaehne-leiden-mit.html</link><description>Essstörungen nehmen weiter zu. Zähne sind die stillen Zeugen. Schäden an Zähnen und Zahnfleisch weisen oft deutlich auf vorliegende Essstörungen hin.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Essstörungen. Vor allem Mädchen und junge Frauen sind betroffen. Der Magerwahn hat Folgen für die Zahngesundheit.</p><p>„Der Schönheitswahn in den sozialen Medien setzt Jugendliche unter Druck. Selbstoptimierungs-Trends erzeugen ein verzerrtes Körperbild. Mit fatalen Folgen, die weit über Psyche und Ernährung hinausgehen“, warnt Univ.-Prof. Dr. James Deschner, Direktor der Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung an der Universitätsmedizin Mainz. „Essstörungen hinterlassen oft schwere Schäden an Zähnen und Zahnfleisch, die nicht oder nur sehr aufwändig repariert werden können.“</p><h2>Zähne, die stillen Zeugen</h2><p>Anorexie, Bulimie und Binge Eating – alle Essstörungen schaden der Mundgesundheit. Bei der von extremen Diäten geprägten Magersucht fehlen dem Körper essenzielle Nährstoffe. Geschwächter Zahnschmelz, brüchige Zähne, chronische Mundtrockenheit und eine anfälligere Mundschleimhaut sind die Folge. Die moderne Zahnmedizin bietet Möglichkeiten, das Fortschreiten von Schäden zu verhindern. Spezielle Lacke und Desensibilisierungsmittel schützen empfindliche Bereiche. Fluoridbehandlungen unterstützen die Remineralisierung des Zahnschmelzes gezielt. Vorausgesetzt es liegen noch keine größeren Defekte vor und der Schmelz ist lediglich geschwächt.</p><h2>Gezielt Schäden vorbeugen</h2><p>„Bestehen dagegen umfangreiche Schäden oder sogar Bruchstellen, lassen sich die ursprüngliche Form und Stabilität nur mithilfe von Füllungen oder Kronen zuverlässig wiederherstellen“, erklärt Prof. Deschner. „Unter bestimmten Voraussetzungen eignen sich auch Veneers. Bei ausgeprägtem Zahnfleischrückgang kann eine Weichteiltherapie helfen.“ Zahnschäden schreiten bei Essstörungen schnell voran. Deshalb ist ein strukturierter Behandlungsplan so wichtig.</p><h2>Spezielle Pflegeroutine aufbauen</h2><p>Die richtige Zahnpflege hilft, Schäden zu verringern. Viele Betroffene putzen übermäßig oder zu aggressiv. Vor allem direkt nach dem Erbrechen. Das schädigt den Zahnschmelz zusätzlich. Empfehlenswert ist es, den Mund mit Wasser oder einer milden Fluoridlösung zu spülen. Das Zähneputzen sollte etwa 30 bis 60 Minuten warten. Zur sicheren Pflegeroutine gehören eine weiche Zahnbürste, sanfte Bewegungen und fluoridhaltige, desensibilisierende Zahnpasta. Interdentalreinigungen und milde fluoridhaltige Mundspüllösungen unterstützen den Schutz von Zähnen und Zahnfleisch.</p><h2>Zähne sind Baustein der Genesung</h2><p>Die Verbesserung der Mundgesundheit spielt eine bedeutende Rolle im Genesungsprozess. Stabile, schmerzfreie Zähne erleichtern die Nahrungsaufnahme und stärken das allgemeine Wohlbefinden. Mit einfühlsamer Betreuung, regelmäßigen Kontrollen und individuell angepasster Pflege ist Mundgesundheit trotz Essstörung möglich.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/3/f/csm_RS811_frau-kuchen-1_lpr_f1afb31dd4.jpg" length="163879" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1124</guid><pubDate>Tue, 20 Jan 2026 10:50:00 +0100</pubDate><title>Weisheitszähne als natürlichen Zahnersatz nutzen</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/weisheitszaehne-als-natuerlichen-zahnersatz-nutzen.html</link><description>Weisheitszähne werden heute weniger häufig entfernt. Sie eignen sich, um fehlende Zähne zu ersetzen. Die sogenannte autogene Zahntransplantation ist eine biologische Form des Zahnersatzes. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr brechen Weisheitszähne durch. Lange Zeit galt: lieber entfernen, bevor sie Probleme machen. Heute gehen Zahnärzte deutlich differenzierter vor. Dank moderner Diagnostik und schonender Behandlungsmethoden ist eine Entfernung längst nicht mehr in jedem Fall notwendig.</p><p>Ob Weisheitszähne bleiben können, hängt von ihrer Position, Form und der Größe des Kiefers ab. Haben sie genügend Raum und fügen sich problemlos in die Zahnreihe ein, dürfen sie bleiben. „Das pauschale Ziehen aller Weisheitszähne ist überholt“, erklärt PD Dr. Frank Peter Strietzel von der Charité Universitätsmedizin Berlin. „Viele Weisheitszähne können ein Leben lang im Mund verbleiben, wenn sie – wie alle anderen Zähne auch – regelmäßig kontrolliert werden und keine Beschwerden verursachen.“</p><h2>Wann Weisheitszähne raus müssen</h2><p>Müssen Weisheitszähne entfernt werden, liegt das meist an Platzmangel, Entzündungen, Karies oder einer abweichenden Wachstumsrichtung. Brechen sie nur teilweise durch, kann sich unter der Zahnfleischhaube ein mikrobiell besiedelter Biofilm ansammeln. Dann drohen Infektionen und Entzündungen mit Schwellungen und Schmerzen. Ein Eingriff ist sinnvoll, wenn sie wiederholt Beschwerden verursachen oder absehbar ist, dass sich die Zähne später problematisch entwickeln könnten. Der optimale Zeitpunkt liegt meist vor dem 25. Lebensjahr bzw. solange die Wurzeln noch nicht vollständig ausgebildet sind. Dann ist der Eingriff einfacher, die Heilung verläuft meist schneller und die Komplikationsrate ist geringer.</p><h2>Weisheitszähne eignen sich als natürlicher Zahnersatz</h2><p>Weisheitszähne eignen sich gut, um fehlende Zähne zu ersetzen und die natürliche Zahnreihe wiederherzustellen. Die sogenannte autogene Zahntransplantation ist eine biologische Form des Zahnersatzes. Dabei wird ein eigener Zahn, meist ein Weisheitszahn, operativ entnommen und an einer anderen Stelle im Kiefer als Ersatz eines dort fehlenden Zahnes eingesetzt. Ziel ist es, die natürliche Funktion, Ästhetik und Stabilität des Gebisses zu bewahren.</p><h2>Hohe Verträglichkeit und natürliche Integration</h2><p>Ein großer Vorteil dieser Methode ist ihre biologische Verträglichkeit. Der transplantierte eigene Zahn wird vom Körper als körpereigen erkannt, Abstoßungsreaktionen sind selten. „Die autologe Zahntransplantation bietet nicht nur eine biologische Lösung, sondern vermeidet auch den Einsatz von Fremdmaterialien im Körper“, erklärt Dr. Peter Strietzel. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit noch wachsendem Kiefer ist sie eine effektive und nachhaltige Behandlungsoption.“</p><p>Langzeiterfahrungen bestätigen den Erfolg: Die Fünf-Jahres-Überlebensrate transplantierter Weisheitszähne liegt bei jugendlichen Patienten bei rund 90 Prozent, bei vollständig ausgereiften Zähnen bei etwa 80 Prozent. Damit überzeugt das Verfahren durch Stabilität, Langlebigkeit und eine sehr gute Einheilungsquote.</p><p>Die Transplantation von Weisheitszähnen stellt eine natürliche und patientenschonende Lösung bei Zahnverlust dar. Sie vereint Funktionalität, Biokompatibilität und Ästhetik, verzichtet auf Fremdmaterialien und nutzt das Potenzial des eigenen Körpers. Vor allem bei jungen Menschen bietet sie eine langfristige, biologische Alternative zu herkömmlichem Zahnersatz.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/_processed/d/0/csm_RS3301_weisheitszaehne-007_7d4d226f94.jpeg" length="100197" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-1122</guid><pubDate>Tue, 06 Jan 2026 10:49:00 +0100</pubDate><title>Wenn Zahnprothesen in Pflegeeinrichtungen verloren gehen</title><link>https://www.prodente.de/presse/schwerpunkt/wenn-zahnprothesen-in-pflegeeinrichtungen-verloren-gehen.html</link><description>Jedes Jahr gehen Tausende Zahnprothesen in Pflegeeinrichtungen verloren. Oft können sie wieder zugeordnet werden. Wenn nicht, bedeutet das einen Verlust von Lebensqualität und unnötige Belastungen. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Verlegt, verbummelt, vergessen – in Pflegeeinrichtungen gehen regelmäßig Gegenstände verloren. Besonders belastend ist der Verlust von Zahnprothesen: Es entsteht finanzieller Schaden und die Lebensqualität leidet erheblich.</p><p>Britische Forscher schätzen, dass jährlich über 10.000 Prothesen verschwinden – ein Schaden von rund 3,5 Millionen Euro. Für Deutschland gibt es keine offiziellen Zahlen, doch der Blick nach Großbritannien zeigt, wie groß das Problem auch hierzulande sein dürfte.</p><h2>Mehr als ein Sachschaden</h2><p>Eine verlorene Prothese bedeutet weit mehr als finanzielle Kosten. Viele Pflegebedürftige können sich an neuen Zahnersatz kaum gewöhnen. Das führt zu Kauproblemen, Mangelernährung, Gewichtsverlust und Verdauungsstörungen. Auch Sprache und Selbstbewusstsein leiden: Ohne Prothese fühlen sich viele entstellt und ziehen sich zurück. Selbst gemeinsames Essen wird zur Belastung.</p><h2>Soziale Einschränkungen</h2><p>Wer nicht mehr frei sprechen oder lachen kann, verliert ein Stück Lebensqualität. Zudem steigt der Aufwand für Pflegekräfte, etwa bei Mahlzeiten. „Der Verlust einer Prothese nimmt den Menschen ein Stück Würde. Essen, Sprechen und Lachen sind Grundpfeiler sozialer Teilhabe – wenn das wegfällt, leidet das gesamte Leben“, erklärt Prof. Dr. Ina Nitschke, Spezialistin für Seniorenzahnmedizin am Universitätsklinikum Leipzig.</p><h2>Finanzielle Belastung und lange Wartezeiten</h2><p>Verlust von Prothesen bedeutet unnötige zusätzliche Kosten, die Herstellung dauert oft Wochen – eine schwierige Zeit, besonders für Menschen mit Demenz oder Mehrfacherkrankungen. Ein vollständiger Schutz ist kaum möglich, doch eine dauerhafte Kennzeichnung hilft, verlorene Prothesen schnell zuzuordnen. Schon bei der Herstellung können Name oder Initialen eingearbeitet werden, etwa per Lasergravur oder Labeling mit dünnen Metall- oder Kunststoffplättchen. Auch digitale Verfahren mit Barcodes, Chips oder QR-Codes sind im Einsatz.</p><p>„Eine klare Kennzeichnung reduziert dauerhafte Verluste erheblich. Im Fall der Fälle lässt sich die Prothese schnell und sicher dem Besitzer zuordnen“, betont Prof. Nitschke.</p>]]></content:encoded><category>Schwerpunkt</category><enclosure url="https://www.prodente.de/media/user_upload/RS4221_Vollprothesen-003.jpg" length="762285" type="image/jpeg"/></item></channel></rss>