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Weltnichtrauchertag 2018: Rauchen begünstigt Parodontitis


  • Rauchen begünstigt Zahnbettentzündung (Parodontitis)
  • Nikotin verengt Blutgefäße
  • Warnsignal Zahnfleischbluten bleibt aus
  • PRESSEFOTOS: http://bit.ly/pressefotos-rauchen

"Wer raucht, erkrankt häufiger an einer schweren Zahnbettentzündung", darauf verweist Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente, anlässlich des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai 2018. Besonders tückisch: Raucher bemerken erst viel später, dass sie an einer Entzündung des Zahnhalteapparates leiden.

"Obwohl sich der Knochen schon abbaut, bemerken Raucher Blutungen des Zahnfleisches nicht", bemerkt Kropp weiter. Der Grund: Das Nervengift Nikotin dringt nach dem Einatmen in die feinen Blutgefäße des Zahnfleischs. Die Gefäße werden durch Nikotin verengt und das Gewebe nicht mehr normal durchblutet. Erstes Zahnfleischbluten – ein wichtiges Warnsignal auf eine beginnende Parodontitis – bleibt somit aus.

Rauchen ist aber auch bei einer Behandlung der Parodontitis von Nachteil. Raucher zeigen deutlich schlechtere Therapieergebnisse.

Implantate besser ohne Glimmstengel

"Steht ein operativer Eingriff beim Zahnarzt bevor, sollte vorher und nachher keine Zigarette angezündet werden", so Kropp. Denn Rauchen erschwert  die Heilung im Wundgebiet. Gerade bei der immer häufiger werdenden Versorgung mit Implantaten sind deutlich schlechtere Ergebnisse festzustellen, weil Patienten nicht von der Zigarette lassen können. Zahnfleisch und Knochen werden durch Rauchen mangelhaft mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt. Zusätzlich können sich schädliche Bakterien  vermehrt ansiedeln und Entzündungen auslösen. Experten fordern, dass Raucher sowohl vor dem Eingriff als auch danach eine längere Pause einlegen. Am besten ist, mit dem Rauchen völlig aufzuhören.