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Nach der Zahn-OP: Das ist wichtig

Gönnen Sie sich nach der Zahn-Operation ausreichend Ruhe und verringern Sie Schwellungen durch Kühlen. Auftretende Komplikationen sollten Sie ernst nehmen!

Die Operation ist gut verlaufen und Sie dürfen nach Hause. Ob und wann ein Patient nach einer Operation wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen kann, entscheidet der Zahnarzt. Je nach Art der Betäubung, der eingesetzten Medikamente sowie der Dauer und Schwere des Eingriffs kann die Reaktionsfähigkeit auch nach der Operation noch beeinträchtigt sein. Am besten eine vertraute Person bitten, den Weg nach Hause zu begleiten. Ein Taxi kann eine Alternative sein. Im Vorgespräch sollte dies mit dem Zahnarzt abgeklärt werden. 

Anstrengungen vermeiden

Zu Hause angekommen, sind körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Dazu zählen z. B. Gartenarbeit, schweres Heben, Sport oder Sauna. Bedingt durch meist noch längere Zeit anhaltende Betäubung der operierten Region, sollte auf Essen und heiße Getränke verzichtet werden. Hat der Zahnarzt z. B. die Weisheitszähne entfernt, kann es notwendig sein, eine Krankschreibung auch mal für eine Woche einzuplanen. Auch auf anregende Getränke wie Kaffee oder Alkohol sollten Sie verzichten. Rauchen ist tabu, um die Wundheilung nicht zu gefährden. Weiche Kost wie Suppen oder Püriertes erleichtert das Essen. Ideal: Essen bereits am Vortag vorbereiten. Milch und Milchprodukte sollten möglichst nicht auf der Speisekarte stehen. Bei der Einnahme von Antibiotika müssen die Anwendungshinweise beachtet werden. Kühlpads sollten bereits vorbereitet sein, damit unmittelbar nach dem Eingriff das Kühlen eventuell schon in der Praxis beginnen kann. Dabei das Pad nicht direkt sondern in einem Leintuch eingewickelt auf die Haut legen. Empfehlenswert: Kühlen im Intervall. Das bedeutet, kühlen, pausieren, kühlen, pausieren usw. Es gilt: Vorsicht an noch betäubten Stellen. Hier besteht die Gefahr, dass Sie eine Unterkühlung nicht bemerken.

Gegen Schmerzen stellt der Zahnarzt in der Regel ein Rezept für Schmerztabletten, meist Paracetamol oder Ibuprofen, aus. Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) ist nicht geeignet, da diese die Gefahr für Nachblutungen erhöht.

 

Was tun bei Komplikationen?

Sollte eine Nachblutung auftreten, ist es ratsam zur Kompression der Wunde auf einen sterilen Tupfer zu beißen. Sterile Tupfer kann der Zahnarzt Ihnen mit nach Hause geben. Auch ein sauberes Stoff- oder Papiertaschentuch kann hierzu verwendet werden. Kühlen in sitzender Position ist weiter sinnvoll. Sollte die Blutung auch nach wiederholten Versuchen, sie zu stillen, nicht aufhören, muss die Zahnarztpraxis aufgesucht werden. Für den Fall, dass die Praxis geschlossen ist, gibt es einen zahnärztlichen Notdienst. Auch zunehmende Schmerzen, die einige Tage nach der Operation einsetzen können, muss der Zahnarzt abklären. Es kann sein, dass eine Infektion oder Wundheilungsstörung vorliegt.