Interview mit Hans-Jürgen Borchard - „Neun Wege zur Krone“
Wenn’s um Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
geht, teilen sich zwei Profis die Arbeit: Der Zahnarzt auf der einen, der Zahntechniker auf der anderen Seite. In rund 7.500 bundesdeutschen Laborbetrieben werden unter anderem künstliche Zahnkronen hergestellt. Diese Arbeitsteilung und eine ständig verbesserte Technik haben in den vergangenen 25 Jahren zu einem hohen Qualitätsstandard geführt. proDente sprach mit dem Vizepräsidenten des Verbandes Deutscher Zahntechnikerinnungen, dem Münsteraner Zahntechnikermeister Hans-Jürgen Borchard.
Woran kann der Patient die hohe Qualität festmachen?
Der Patient wünscht sich eine Versorgung, die in Form, Funktion, Farbe und Ästhetik der Natur in nichts nachsteht. Die erwähnte Spezialisierung hat dazu geführt, dass immer perfektere Nachbildungen der anatomischen Form und der individuellen Ästhetik möglich sind.
Gleichzeitig hat sich eine große Vielfalt an zahntechnischen Versorgungsvarianten herausgebildet, die sich in funktionellem und optischem Ergebnis deutlich voneinander unterscheiden. Damit steht dem Patienten eine seiner individuellen Situation und seinen Ansprüchen entsprechende maßgeschneiderte Lösung zur Verfügung.
Sie meinen, Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
ist nicht gleich Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
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In Deutschland werden jedes Jahr rund 10 Millionen Zähne mit Kronen in den unterschiedlichsten Ausführungen versorgt.
Natürlich ist Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
nicht gleich Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
! Aber nehmen wir doch ruhig einmal die Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
als Beispiel - auch wenn sie nur einen Ausschnitt aus dem Repertoir des Zahntechnikermeisters darstellt.
Die Vollgusskrone wird im Gussverfahren in der Regel aus einer Edelmetall-Legierung hergestellt. Die Form wird der natürlichen Zahnkrone Zahnkrone
Bezeichnet aus anatomischer Sicht den vom Schmelz bedeckten Teil des Zahns, aus klinischer Sicht den im Mund sichtbaren Teil.
in handwerklicher Präzisionsarbeit detailgetreu nachempfunden. Die Wiederherstellung der vollen Kaufunktion, die im Dentallabor Dentallabor
Labor, in dem der Zahntechniker mit höchster Präzision individuelle Versorgungsformen wie z.B. -> Veneers, -> Kronen, -> Brücken oder Einlagefüllungen herstellt.
durch entsprechende Apparaturen simuliert wird, ist damit auf lange Zeit gesichert. Jedoch wird diese Kronenart aus ästhetischen Gründen nur im nicht sichtbaren Bereich eingesetzt.
Für Bereiche, die beim Sprechen und Lachen Lachen
Lachen ist gesund! sichtbar sind, bieten sich beispielsweise Verblendkronen an: Sie können in Farbe und Form den übrigen Zähnen exakt angepasst werden. Erreicht wird das, indem zunächst ein Metallgerüst -in der Regel aus einer Edelmetall-Legierung - angefertigt wird. Auf diesem Gerüst wird in mehreren, hochpräzisen Verfahrensschritten eine Vollverblendung aufgebracht, die optisch exakt dem natürlichen Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
entspricht.
Um auf Dauer zu vermeiden, dass Metallränder sichtbar werden, kann man sich auch Kronen mit einer sogenannten "Keramikschulter" anfertigen lassen, bei der die Verblendung den Gerüstrand am Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
umschließt.
Und aus welchem Material besteht die Verblendung?
Als Verblendmaterialien stehen Kunststoff oder Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
zur Verfügung.
Wo liegt der Unterschied zwischen diesen Materialien?
Kunststoff-Verblendungen können sich im Laufe der Zeit verfärben und abnutzen, wohingegen Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
langfristig mund- und farbbeständiger ist und sich auch dauerhafter mit dem Metallgerüst verbindet.
Gerade auch die guten ästhetischen Eigenschaften der nach neuesten Erkenntnissen der deutschen Dentalindustrie hergestellten und vom zahntechnischen Meisterbetrieb aufwändig verarbeiteten keramischen Werkstoffe führt aber auch zu einer ganz anderen Variante der Kronen: Vollkeramikkronen kommen ganz ohne Metallgerüst aus. Die Keramikmassen werden schichtweise auf das vom Zahntechniker nach dem Abdruck des Zahnarztes gefertigte Modell aufgetragen und anschließend in vielen Einzelschritten unter Vakuum gebrannt und glasiert. Durch den fehlenden Metallkern der Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
und durch die Schichtung unterschiedlich transparenter Keramikmassen wird eine Lichtdurchlässigkeit und Farbwirkung der Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
erreicht, die eine Unterscheidung von einem natürlichen Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
nahezu nicht mehr zuläßt.
Eingangs sprachen Sie den technischen Fortschritt im Bereich der Zahntechnik an. Wie lange bestehen mit den beschriebenen Verfahren Erfahrungen?
Alle beschriebenen Techniken haben sich in langjähriger Praxis überaus positiv bewährt.
Gerade in Bezug auf die vollkeramischen Kronen ist zu erwähnen, dass neuere Keramiken auch im Wege des Pressverfahrens, das heißt bei hoher Hitze und unter Druck verarbeitet werden können. Auch hier wurden sehr gute Erfahrungen gemacht.
Auch computergestützte Verfahren kommen mittlerweile zur Anwendung.
Jede Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
ist und bleibt aber ein Unikat, das nur zu einem Patienten passt. Diese Einzelanfertigung ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden, der in Abhängigkeit vom Anspruch des Patienten natürlich auch seinen Preis hat. In jüngster Zeit gewinnt übrigens die Galvanokrone immer mehr an Bedeutung (siehe hierzu Interview: Goldkäppchen, Schneeröckchen).
Bislang haben wir nur über die Restauration Restauration
Die Wiederherstellung der Kaufunktion durch Füllungen, Kronen und Brücken.
einzelner und vorhandener Zähne gesprochen. Gibt es noch andere Einsatzgebiete für die Kronentechnik?
Eine Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
kann auch den speziellen Zweck erfüllen, für den Halt eines herausnehmbaren Zahnersatzes zu dienen. Eine häufig angewendete Kronenform ist hier die Teleskopkrone Teleskopkrone
Sie besteht aus einer Innen- und einer Außenkrone und dient der Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes. Auf dem Zahnstumpf sitzt eine dünne Metallhülse (meist aus Hochgold oder aus Titanlegierungen). Darauf steckt die Außenkrone, die mit dem herausnehmbaren Teil des Zahnersatzes fest verbunden ist.
, die aus einem Primär- und einem Sekundärteil besteht. Die beiden Teile passen exakt ineinander und das am herausnehmbaren Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
befestigte Sekundärteil garantiert durch Friktion (Reibung) einen festen Halt der Prothese Prothese
Künstlicher Ersatz von fehlenden Zähnen. Im engeren Sinne versteht man darunter herausnehmbaren Zahnersatz. Bei Teilprothesen sind noch eigene Zähne vorhanden, an denen die Ersatzzähne befestigt werden. Durch Totalprothesen werden alle Zähne eines oder beider Kiefer ersetzt. Siehe auch Kombinationsarbeit.
.
Auch im Zusammenhang mit Implantaten werden Kronen benötigt. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die verloren gegangene Zähne naturgetreu ersetzen. Auf diesen vom Zahnarzt eingesetzten Implantaten werden Kronen als Einzelzahnersatz, Brücken oder als perfekter Halt für herausnehmbaren Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
durch den Zahntechnikermeister aufgebaut.
Allein schon am Beispiel der Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
sehen Sie also, wie vielseitig die Lösungen sind, die die moderne Zahnmedizin und Zahntechnik zum Wohle des Patienten bieten.
