Einzelansicht

Moderne Komposite mit Qualitätssprung

Der Traum, defekte Zähne mithilfe eines stabilen Materials direkt und völlig dicht mit einem Ersatzwerkstoff zu verkleben, ist über 100 Jahre alt. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts versuchten Zahnmediziner, Zahnersatz an Zähne zu kleben. Erst seit Anfang der 1990er-Jahre gelang es, empfehlenswerte Materialien einzusetzen, die den wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wurden.

Die heute im Einsatz befindlichen Komposite sind nach Art, Aufwand und Kosten anderen Materialien – beispielsweise bei Einlagefüllungen – durchaus gleichwertig.

Komposite sind kein Kunststoff – keine Allergien

Wurden in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts noch Füllungen aus Kunststoff gelegt, bestehen Komposite in ihrer heutigen Form zu etwa 80 Prozent aus fein gemahlenen Gläsern und nur noch zu etwa 20 Prozent aus einem Kunststoff. Die Weiterentwicklung bei der Zusammensetzung des Materials ist ein Grund für die gute Verträglichkeit. Bedenkt man, wie häufig Komposite mit Klebern in der Zahnmedizin verwandt werden, sind allergische Reaktionen extrem selten.

Schonender Zahnersatz

Dabei erweist sich eine ästhetische Lösung, die adhäsiv eingesetzt – also verklebt – wird, als sehr schonend. Die Zahnoberfläche wird durch kurzfristige Säureeinwirkung angeätzt. Dadurch entsteht eine raue poröse Oberfläche. In diese poröse Oberfläche dringt der Kleber ein und verbindet sich während des Aushärtens. Ein Beschleifen gesunder Zahnsubstanz ist nicht nötig.