Der Heil- und Kostenplan: Fahrplan für die Behandlung
Zwei Kronen und ein Inlay Inlay
Im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Versorgung eines Zahndefektes ( s. a. Gußfüllung).
– dafür hat sich Karin Bäumer nach einer ausführlichen Beratung bei ihrem Zahnarzt entschieden. Bevor die Behandlung beginnt, stellt der Zahnarzt den entsprechenden Heil- und Kostenplan (HKP) aus, den die Patientin anschließend bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse einreicht. Einmal bewilligt, steht damit der „Fahrplan“ für die Therapie fest.
„Bei Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
und kieferorthopädischen Behandlungen wird immer erst ein Heil- und Kostenplan erstellt“, erklärt Dr. Rüdiger Butz von der Initiative proDente. „Er beschreibt die geplante Behandlung, steckt den Kostenrahmen ab und muss von der Krankenkasse bewilligt werden. Erst dann kann der Zahnarzt mit der Arbeit beginnen.“ Mit der Bewilligung setzt die Kasse außerdem den Zuschuss fest, den sie zur Behandlung leistet. Weil Karin Bäumer zusammen mit dem Heil- und Kostenplan ein über die erforderliche Zeit ausgefülltes Bonusheft einreicht, erhält sie zu ihrem Festzuschuss 30 Prozent Bonus von ihrer Krankenkasse. Der genehmigte Plan ist nun sechs Monate lang gültig, bis dahin muss die Behandlung abgeschlossen sein.
Diagnose und Therapieplan in einem
Der Heil- und Kostenplan beschreibt Befund und Therapievorschlag in einem – und er arbeitet mit zahlreichen Abkürzungen, die alle auf dem Formular erläutert sind. „Dennoch ist es für den Patienten nicht einfach, jedes Detail zu verstehen. Deshalb sollte man sich nicht scheuen, beim Zahnarzt oder seinen Mitarbeiterinnen nachzufragen“, rät Dr. Butz.
Auch Karin Bäumer hat sich den Plan erklären lassen. Sie kann die Situation in ihrem Mund, den „Zahnstatus“, im so genannten „Zahnschema“ des Heil- und Kostenplan ablesen. Darin ist jeder Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
mit einer Nummer gekennzeichnet. Mit Kleinbuchstaben ist der Zustand jedes Zahns beschrieben: „f“ steht beispielsweise für „Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
fehlt“, ein „k“ bedeutet „Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
vorhanden“. Ebenfalls im Zahnschema Zahnschema
Gebiss-Schema; System zur dokumentarischen Darstellung der menschlichen Zähne (<<Milchzähne und bleibende Zähne). Von der Vielzahl der Schemata hat sich international das FDI-Schema (Internationales Zahnschema der Federation Dentaire Internationale) durchgesetzt. Es ist ein Vier-Quadranten-System, bei dem Ober- und Unterkiefer in 4 Abschnitte (Quadranten) eingeteilt werden. Die Darstellung erfolgt aus Sicht des Betrachters, der auf die Zähne des Patienten schaut. Der Quadrant im rechten Oberkiefer erhält die "Leitzahl" 1 (eins), der des linken Oberkiefers die 2, der des linken Unterkiefers die Zahl 3 und der des rechten Unterkiefers die 4. An die "Leitzahl" wird die "Zahnzahl" angehängt - dies ergibt die Zahnnummer; es wird von der Mitte der <<Schneidezähne aus gezählt: Danach hat der rechte obere Schneidezahn des Patienten die Zahl 11 (sprich: eins-eins) oder der linke untere <<Weisheitszahn die Zahl 38 (sprich: drei-acht).
notiert sind die Kürzel in Großbuchstaben für die geplante Behandlung: Hier steht „E“ für „zu ersetzender Zahn“, Karin Bäumers gewünschte Kronen mit metallkeramischer Verblendung sind mit „KM“ eingetragen.
Kosten in Schätzwerten
Die entstehenden Kosten sind ebenfalls Teil des Heil- und Kostenplan. Im Abschnitt „Gebührenvorausberechnung“ sind die einzelnen zahn¬ärztlichen und zahntechnischen Maßnahmen angegeben, allerdings ver¬schlüs¬¬selt durch Ziffernkombinationen, die sich Karin Bäumer ebenfalls in der Zahnarztpraxis erklären lässt. Die Kosten für die einzelnen Schritte sind daneben nicht als Preise, sondern mit Bewertungszahlen angegeben, die mit einem Punktwert multipliziert werden. Orientieren kann sich Karin Bäumer an der unten aufgeführten Summe für die zahnärztlichen Leistungen. Außerdem wird auch noch ein Betrag der Kosten für die Leistungen des zahntechnischen Meisterlabors angegeben. „Diese Preise sind aber grundsätzlich nur Schätzwerte, die sich an den Durchschnittsbeträgen für eine vergleichbare Behandlung orientieren“, so Dr. Butz, „denn exakt sind die Kosten im Vorhinein nicht abzusehen.“
Jeder Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
ist eine Unikat, der speziell für einen bestimmten Patientenund nach hohen Qualitätsstandards angefertigt wird, und keine Massenware die immer gleich ist und immer gleich viel kostet. Während der Therapie kann deshalb eine neue Situation entstehen, die eine veränderte – und möglicherweise aufwändigere – Behandlung erfordert.
Sollte eine solche Korrektur auch bei Karin Bäumer notwendig sein, bespricht der Zahnarzt die neuen Maßnahmen mit ihr und trägt sie als „nachträgliche Leistungen“ auch im Heil- und Kostenplan ein, der damit die gesamte Behandlung dokumentiert. Es können jedoch nicht alle Leistungen nachträglich in den Heil- und Kostenplan eingetragen werden, in einigen Fällen muss er neu gestellt werden.
