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Der Meister macht den Unterschied

Die Zahl der geschützten Berufe sinkt. Ausgeschlossen bleibt bis heute der Zahntechnikermeister. Wer ein zahntechnisches Labor bertreibt muss die Meisterschule abgeschlossen haben. Aus gutem Grund.

So schützt die Regierung den Verbraucher. Denn schließlich fertigen Zahntechnikermeister Zahnersatz, der oft Jahrzehnte im Mund der Patienten verbleibt.

Umfassende Ausbildung

Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sind vielseitige Handwerker: Sie erwerben über ihre Fachausbildung umfassendes medizinisches und technisches Wissen. Auch Kenntnisse in Material- und Werkstoffkunde müssen sie sich aneignen, um Werkstoffe sachgerecht verarbeiten zu können. Nicht zuletzt ist Know-how über die Anatomie und die Funktionen des Kausystems gefragt. So fertigen Zahntechnikerinnen und Zahntechniker komplizierteste Werkstücke, die der Zahnarzt anschließend dem Patienten eingliedert.

Schutz des Patienten

Wer sich diesen Prozess vor Augen führt, kann nachvollziehen, dass im Zusammenhang mit Gesundheitshandwerken der Begriff der „Gefahrenneigung“ durchaus seine Berechtigung hat und die Pflicht zur Meisterpräsenz unverzichtbar ist. Aus gutem Grund ist die Herstellung von Zahnersatz daher dem Zahntechniker vorbehalten. Zahntechnikerinnen und Zahntechniker üben ihren Beruf mit einem hohen Maß an persönlicher Verantwortung aus, und müssen ihre Arbeitsergebnisse im Sinne eines in Deutschland strengen Patientenschutzes kontinuierlich überwachen und kontrollieren.

Ebenfalls im Sinne des Patientenschutzes sieht der Gesetzgeber eine Gewährleistung von zwei Jahren auf Zahnersatz vor. Darüber hinaus gibt es das Medizinproduktegesetz, das durch hohe Qualitätsanforderungen gekennzeichnet ist. Dazu gehört unter anderem, dass Zahntechnikbetriebe einen Sicherheitsbeauftragten für Medizinprodukte sowie Medizinprodukteberater benennen müssen.

Allianz meisterlicher Zahnersatz

Bereits mehr als 40 Prozent der deutschen Meisterlabore – Tendenz steigend – haben sich in der Allianz „Meisterlicher Zahnersatz zusammengeschlossen“. Sie verpflichten sich damit in besonderem Maße, Zahnersatz nach den strengen qualitätssichernden Leitlinien des Verbands der Deutschen Zahntechniker Innungen (VDZI) herzustellen. Darüber hinaus hat sich eine immer größer werdende Anzahl dieser Betriebe zusätzlich mit dem QS-Dental Qualitätssiegel qualifiziert.

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