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Patientenberatungsstellen

Für Patienten, denen vor einer Zahnbehandlung bestimmte Fragen auf dem Herzen liegen, gibt es seit einigen Jahren spezifische Beratungsangebote. Die Zahnärztekammern der deutschen Zahnärzte haben regionale Patientenberatungsstellen eingerichtet, die über die Homepage von proDente oder der Bundeszahnärztekammer zu erfahren sind.

Dort können im persönlichen oder telefonischen Gespräch mit einem Mitarbeiter Informationen über zahnmedizinische Themen erfragt werden. Natürlich stehen Patientenberatungsstellen als Informationsgeber auch für Fragen nach der zahnärztlichen Behandlung zur Verfügung. Sie können sogar als eine Art Clearing-Funktion fungieren, sollte es zu Unstimmigkeiten über eine zahnärztliche Behandlung kommen. Soweit das Problem nicht durch die Patientenberatungsstelle selbst gelöst werden kann, weist sie den Weg zu den Gutachtern oder der Schlichtungsstelle auf.

Zweitmeinung

Liegt einem Patienten schon eine konkrete Behandlungs- und Honorarplanung seines Zahnarztes vor, kann er – sofern er das für nötig erachtet – eine weitere Meinung einholen. Entweder besucht er eine andere Praxis oder fragt bei der Patientenberatungsstelle nach einer „Zweiten Meinung“. Einige Beratungsstellen haben hier ein besonderes Modell (Gutachtermodell) entwickelt, dass den Spezialisten, der die Zweitmeinung erteilt, eine eigene Behandlung des Patienten untersagt.

Er wird also völlig objektiv beraten, weil er kein wirtschaftliches Interesse an der Übernahme des Behandlungsfalles haben kann. Der Zweitmeinungs-Zahnarzt erläutert die vorgelegte Planung, beantwortet die damit verbundenen Fragen der Patientin oder des Patienten und zeigt eventuelle Alternativen zur Behandlungsplanung auf.

Diese aufwändige zahnärztliche Leistung wird mit einer nach der Höhe des Kostenvoranschlags gestaffelten Gebühr zwischen 50 und 150 € berechnet.