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Zahnersatzversicherungen: Ein Kann aber kein Muss

Kfz-Haftpflicht, Hausrat- oder eine Haftpflichtversicherung sind bekannte Produkte. Doch im Zuge der anhaltenden Diskussion über Reformen im Gesundheitswesen haben die Versicherungen eine Reihe von neuen Versicherungen auf den Markt gebracht. Mehr als 16 Millionen Zusatzverträge sind bislang abgeschlossen worden. Sie sollen die private oder gesetzliche Krankenversicherung ergänzen. Dazu zählen auch Produkte, die sich gezielt dem Zahnersatz widmen. „Zähne kann man versichern, muss es aber nicht“, betont Dirk Kropp, Geschäftsführer proDente. "Auf einen Blick erklärt ein Informationsblatt die Fakten dieser Produkte".

Nun zählt eine Zahnbehandlung nicht zu den existenziellen Risiken, wie etwa die Berufsunfähigkeit. Um Zahnersatz zu finanzieren, könnte zum Beispiel auch ein kleiner Sparvertrag nützlich sein. Doch wer eventuell nicht diszipliniert genug ist und das angesparte Geld für andere Dinge ausgibt oder sich aus Bequemlichkeit nicht selber um die Geldanlage kümmern will, kann „auf Nummer sicher gehen“ und eine private Zahnersatz-Zusatzversicherung abschließen.

Kombi- oder Einzelprodukte

Oft werden Zahnersatz-Zusatzversicherungen im Paket mit anderen Versicherungen angeboten. Beispielsweise zusammen mit einer Versicherung zur Übernahme der Kosten für Brillen und Kontaktlinsen oder für Heilpraktiker-Behandlungen. Bei diesen Paketen muss sich der Patient die Frage stellen, ob die zusätzlichen Versicherungen wirklich benötigt werden. Der Nachteil solcher Pakete liegt oftmals darin, dass man eigentlich nur ein Produkt wirklich nötig hat. Im Zweifel ist hier eine Zusatzversicherung ausschließlich für Zahnersatz die bessere Lösung.

Wie finde ich das richtige Angebot?

Man sollte vor Vertragsabschluss überlegen, welche Leistungen gewünscht sind und dazu den passenden Vertrag suchen. Die Leistungen der Versicherer sind recht unterschiedlich. Für Zahnersatz haben viele Versicherer in den ersten Jahren bestimmte Beträge festgelegt, die maximal übernommen werden. Besonders, wer glaubt, die Versicherung schon bald in Anspruch nehmen zu müssen, sollte darauf achten.

Was wird wie bezuschusst

So gilt es zu prüfen, worauf sich der prozentuale Zuschuss des Versicherers bezieht. Einige Anbieter erstatten einen Anteil von den Gesamtkosten, andere Versicherungsunternehmen kommen nur für einen Teil der verbleibenden Kosten nach Abzug des Festzuschusses auf.

Alter spielt eine Rolle

Das Alter spielt für die Höhe der Versicherungsprämie eine wichtige Rolle. Je jünger jemand bei Abschluss des Vertrages ist, desto günstiger ist der Versicherungsbeitrag. Mindestens genauso wichtig für die Höhe des Versicherungsbeitrags sind die so genannten „Gesundheitsfragen“. Diese werden bei Vertragsabschluss gestellt, um das Risiko für größere „medizinische Probleme“ im Zahnbereich zu ermitteln. Diese Befragung kann auch eine Ablehnung des Antrags ergeben.

Der Preis ist heiß

Das letzte Kriterium ist der Preis der Versicherung. Hier gilt es zu überlegen wie viel Geld für eine Absicherung zur Verfügung steht. Zwar sind die Bedingungen der einzelnen Angebote schwieriger zu vergleichen als bei anderen Versicherungsarten. Doch hat man zwei ähnliche Angebote gefunden, sollte der Preis den Ausschlag geben.