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Ausbildung: Zahnmedizinische Fach-Angestellte

Melanie G. hat die Schule erfolgreich abgeschlossen und ihren Vertrag schon längst in der Tasche. Sie freut sich, bald eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) zu beginnen. Rund 40 Prozent aller Zahnarztpraxen in Deutschland bieten diese dreijährige, staatlich anerkannte Berufsausbildung an.

Praxisabläufe koordinieren, bei der Behandlung assistieren oder auch mal einen ängstlichen Patienten beruhigen – so vielseitig wie die spätere Tätigkeit ist auch die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Die Inhalte werden im dualen System vermittelt. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden nicht nur in der Zahnarztpraxis, sondern auch in der Berufsschule lernen.

Die Ausbildungsinhalte im Detail

Als erster Anlaufpunkt für Patienten werden angehende Zahnmedizinische Fachangestellte in Hinblick auf Kommunikation, Beratung und Betreuung geschult. Hierunter fallen beispielsweise das Verhalten in Konfliktsituationen, aber auch der Umgang mit Datenschutz und Datensicherheit. Das Arbeiten im Team sowie Qualitäts- und Zeitmanagement sind ebenso Lerninhalte der Ausbildung wie rechtliche Grundlagen, die Vermittlung von Wissen zu Praxisorganisation und Verwaltung inklusive Rechnungswesen sowie die Abrechnung von Leistungen. Aber auch das zahnmedizinische Wissen und Geschick kommen nicht zu kurz: Durchführung von Hygienemaßnahmen, Grundlagen der Prophylaxe, Assistenz bei der zahnärztlichen Behandlung, sowie Röntgen und Strahlenschutz, Hilfe bei Unfällen und der Umgang mit Arzneimitteln stehen in den Ausbildungsinhalten.

Prüfungen orientieren sich am Berufsalltag

Während der Ausbildung führt die Auszubildende einen Ausbildungsnachweis, ein sogenanntes Berichtsheft. Dieses ist später Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung und dokumentiert in Stichworten Tätigkeiten sowie erworbene Fertigkeiten und Kenntnisse.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres ist eine Zwischenprüfung vorgesehen, am Ende des dritten Ausbildungsjahres die Abschlussprüfung. Diese gliedert sich in einen schriftlichen und in einen praktischen Teil. Die Prüfungsaufgaben sind so gestaltet, dass die Prüfungsteilnehmerin zeigen kann, dass sie die für den Berufsalltag typischen Problemstellungen analysieren, Zusammenhänge erkennen und praxisgerechte Lösungen finden kann. Bei überdurchschnittlichen Leistungen kann die Ausbildungszeit auch per Antrag auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden.

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