Zähne in Gefahr - Piercings und Co.
Zucker ist als Kariesteufel bekannt und daher als Gefahrenquelle für unsere Zähne in aller Munde. Doch es gibt noch andere Risiken welche die Mundgesundheit stark beeinflussen können. Hier ein Überblick:
Habits verändern den Kiefer
Habits Habits
Englischer Ausdruck für Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Lippenbeißen, Nägelkauen, Halten der Tabakpfeife usw.; kann den Halteapparat einzelner Zähne besonders belasten (Zahnlockerung), aber auch zu Schäden an der Zahnhartsubstanz und zu Zahnfehlstellungen führen.
sind „dumme Angewohnheiten“, welche meist unbewusst ablaufen und bestimmte Kiefer-/Zahnabschnitte besonders belasten und zu Schäden an den Zähnen oder zu Verformungen des Kiefers führen können. Bekannte Habits Habits
Englischer Ausdruck für Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Lippenbeißen, Nägelkauen, Halten der Tabakpfeife usw.; kann den Halteapparat einzelner Zähne besonders belasten (Zahnlockerung), aber auch zu Schäden an der Zahnhartsubstanz und zu Zahnfehlstellungen führen.
sind z.B. Daumenlutschen, Einsaugen der Lippen- und Wangenschleimhaut und die Mundatmung. Meist sind Kinder betroffen, aber es kommt auch bei Erwachsenen vor: z.B. Kauen auf der Büroklammer. Ob Daumen oder Büroklammer:
Jeder Fremdkörper zwischen den Zähnen stört und beeinflusst das Gleichgewicht des Kausystems. Ob es dabei zu Kieferdeformierungen, Zahnfehlstellungen oder Schäden an den Zähnen oder Zahnhalteapparat kommt, hängt u.a. von der Disposition, der Intensität und vom Lutschgegenstand ab.
Sauer macht nicht immer lustig
Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren durch saure Lebensmittel oder Getränke wie Fruchtsäfte, Alcopops oder Softdrinks. Ein häufiges Zuviel davon greift den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
massiv an. Generell gilt: Weil der Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
durch säurehaltige Speisen und Getränke sehr schnell weich wird, ist das Zähne putzen direkt nach dem Essen tabu. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz Schmelz
Härteste Substanz des menschlichen Körpers; überdeckt das Dentin der Zahnkrone.
mit weg geputzt – die Zähne sind anfälliger als vorher. Klüger ist es, 30 bis 60 Minuten zu warten und so dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
dadurch wieder hart werden. Ein paar Schlucke Wasser helfen die Säure zu entfernen.
Piercings im Mundraum schaden Zähnen und Zahnfleisch
Zungen-, und Lippenpiercings mögen „cool“ sein, doch langfristig kann der Schmuck Zähne und Zahnhalteapparat regelrecht zerstören. Dabei macht es einen Unterschied, wo sich das Piercing genau befindet: Hat man eines in der Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
, schlägt der Piercingknopf durch die ständige spielerische Bewegung der Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
andauernd gegen die Zähne, was zu irreparablen Rissen im Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
führen kann. Folgen für die Betroffenen können Hitze- und Kälteempfindlichkeit der Zähne, Reizung des Zahnnervs und Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
sein.
Hat man das Piercing hingegen in der Unterlippe, drückt der Knopf gegen das Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
- und kann so eine "Tasche“ im Zahnhalteapparat durch Knochenabbau auslösen. Die in einer Studie getesteten Patienten hatten schon nach wenigen Monaten mit dem Schmuck im Mund bis zu acht Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen. Ist erst einmal nicht mehr genügend Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
und vor allen Dingen der darunter liegende Knochen vorhanden, fehlt den Zähnen der Halt und sie fallen über kurz oder lang aus.
Deshalb: Wer seine Zähne noch eine Weile behalten möchte, sollte die Finger von Piercings im Mundraum lassen. Harmloser sind Schmuckstücke wie Dazzler Dazzler
Sie liegen im Trend, die zwei bis vier Millimeter großen Schmuckstückchen, die der Zahnarzt schmerzfrei auf die Zähne klebt und jederzeit wieder zahnschonend entfernen kann.
und Twinkles Twinkles
Zahnschmuck aus 24 Karat Gold (999 fein). Juweliere können echte Diamanten, Rubine oder andere Edelsteine einarbeiten. Sie sind etwas dicker als Dazzler und man kann sie ein wenig mit der Zunge fühlen.
.
Besondere Zahnpflege bei Essstörungen
Nicht nur mangelnde Zahnpflege schädigt die Zähne auch die Begleiterscheinungen von ‚Bulimie’, der sogenannten Ess-Brecht-Sucht. Die Betroffenen werden von heftigen Essattacken überfallen und zwingen sich anschließend, das Gegessene zu erbrechen. Die Folge: Mit der Zeit kommt es zu zahlreichen gesundheitlichen Schäden – auch die Zähne sind betroffen.
Eine auch für die Zähne gefährliche Säure ist die Magensäure. Sie vermischt sich im Magen mit der Nahrung und hat die Aufgabe, den Nahrungsbrei chemisch in kleinere Teile zu zerlegen. Wer häufig erbricht spült permanent Magensäure in die Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
, das heißt die Zähne sind besonders häufig der starken Säure ausgesetzt. Langfristige Folgen sind Mulden, Zackenbildungen und Verkürzungen an den Zähnen.
Um dem entgegenzuwirken ist eine richtige Zahnpflege notwendig. Weil der Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
durch die Magensäure sehr schnell weich wird, ist Putzen nach dem Erbrechen tabu. Klüger ist es, 30 bis 60 min. zu warten und so dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
das Feld zu überlassen. Sinnvoll ist es, den Mund mit einer neutralisierenden Flüssigkeit zu spülen. Am besten eignet sich dazu eine Lösung von Natriumhydrogencarbonat bzw. Basenpulver. Man mischt dazu einen halben Teelöffel des Pulvers in 1/4 Glas Wasser frisch an. Auch eine intensive Spülung mir einem fluoridisierten Mundwasser Mundwasser
Dient der Erfrischung des Atems. Unterstützendes Mittel bei der Mundhygiene teilweise mit Fluoridzusätzen. Ersetzt aber keinesfalls eine normale Mundhygiene.
, klarem Wasser oder Milch schützt die Zähne.
