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Interview
Professionelle Zahnreinigung
Professor Dr. Thomas Attin, Direktor der Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie Parodontologie
Lehre vom Parodontium, dessen Erkrankungen und deren Behandlung.
und Kariologie am Zentrum für Zahn- Zahn-
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
, Mund- und Kieferheilkunde, der Universität Zürich, berichtet im Interview mit proDente über versteckte Beläge und die Professionelle Zahnreinigung Professionelle Zahnreinigung
Hiermit werden alle Maßnahmen zusammen gefasst, die der Reinigung der Zahnoberflächen dienen. Durchgeführt werden diese Maßnahmen in der Regel von besonders weitergebildetem Personal (z.B. Prophylaxeassistentin, Dentalhygienikerin) in der zahnärztlichen Praxis. Die Professionelle Zahnreinigung beinhaltet die Entfernung von Zahnstein und anderen hartnäckigen Belägen und Verfärbungen. Anschließend werden die Zähne poliert, um eine erneute Ansiedlung der Bakterien zu erschweren. Eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung ist nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern sie ist wesentliche Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparats.
als wichtiger Teil der Vorsorge.
Warum sind einige Beläge auf den Zähnen nicht sichtbar?
Beläge in Form von farbigen Zahnauflagerungen, die z.B. bei häufigem Konsum von Tabak, Tee, Kaffee oder Rotwein entstehen, werden vom Patienten meist selbst wahrgenommen. Bakterielle Beläge sind jedoch erst ab einer bestimmten Dicke mit bloßem Auge sichtbar. Ist diese Schicht noch sehr dünn, können Anfärbelösungen, sog. Revelatoren helfen, den Belag sichtbar zu machen. Die bakteriellen Zahnbeläge Zahnbeläge
Auflagerungen auf der Zahnoberfläche; weicher Zahnbelag aus anhaftenden Bakterienrasen (Plaque). Im Gegensatz zum Zahnbelag sind die Speisereste noch mit Wasser abspülbar. Im weiteren Sinne versteht man unter Zahnbelag auch die harten Belägen: Zahnstein, Konkremente. Abzugrenzen sind die Zahnverfärbungen.
können aber auch auf den Wurzeloberflächen vorliegen, wenn in Folge einer Zahnfleischerkrankung (Gingivitis Gingivitis
Entzündung des Zahnfleischsaumes. Das Zahnfleisch ist dabei geschwollen, gerötet und neigt zur Blutung. Oft mit Mundgeruch verbunden. Ohne Knochenabbau oder Lockerung des Zahnes. Sie kann mechanisch (Zahnstein), infektiös (bakteriell, Plaquebakterien), toxisch (Schwermetallvergiftung) oder hormonell (Schwangerschaftsgingivitis) bedingt sein. Auch als Begleiterkrankung einer Allgemeinerkrankung wie Diabetes mellitus, AIDS.
oder Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
) ein Spalt zwischen Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
und Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
entstanden ist. Diese Beläge können vom Patienten nicht erkannt werden.
Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
sammeln sich gerne in Schlupfwinkeln. Wo befinden sich solche Stellen in meinem Mund?
Es gibt typische schwer zugängliche Stellen für bakterielle Zahnbeläge Zahnbeläge
Auflagerungen auf der Zahnoberfläche; weicher Zahnbelag aus anhaftenden Bakterienrasen (Plaque). Im Gegensatz zum Zahnbelag sind die Speisereste noch mit Wasser abspülbar. Im weiteren Sinne versteht man unter Zahnbelag auch die harten Belägen: Zahnstein, Konkremente. Abzugrenzen sind die Zahnverfärbungen.
, die bei jedem Patienten vorliegen. Zu denen zählen die Grübchen Grübchen
siehe unter Fissur.
auf den Kauflächen der Zähne (Fissuren), der Übergang zwischen Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
und Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
(Zahnhals Zahnhals
Leicht eingezogene Übergangsstelle zwischen dem sichtbaren Zahnschmelz und der Zahnwurzel. Beim gesunden Zahn überdeckt Zahnfleisch (Gingiva) den Zahnhals. Freiliegende Zahnhälse können Schmerzen durch süße, kalte und heiße Speisen sowie durch Berührung verursachen.
) sowie die Zahnzwischenräume. Darüber hinaus finden sich oftmals Schlupfwinkel für Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
an den Rändern von Füllungen und künstliche Kronen, unter Brückenzwischengliedern oder an festsitzenden kieferorthopädischen Apparaturen wie Zahnspangen Zahnspangen
Kieferorthopädisches Gerät aus Kunststoff und Drahtelementen, das zur Korrektur von Zahnfellstellungen dient. Mit winzigen Schrauben wird die Spange regelmäßig verstellt, um den Kiefer zu erweitern oder engstehenden Zähnen Platz zu verschaffen.
. Zudem bieten vorhandene Zahnfleischtaschen Nischen, die von Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
leicht besiedelt werden können. Insbesondere die Gabelung der Wurzeln der Seitenzähne Seitenzähne
Zusammenfassende Bezeichnung für die Molaren und die jeweils zwei davor stehenden Zähne (Prämolaren).
stellt dann einen Schlupfwinkel dar, der vom Patienten oftmals nur schwierig zu reinigen ist.
Wie schnell siedeln sich Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
im Mund an?
Unmittelbar nach der Reinigung der Zahnoberflächen kommt es zur Wiederbesiedelung mit Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
. Zunächst lagert sich ein dünner, fest haftender Speichelfilm auf der Zahnoberflächen ab. Hier können sich die Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
aus dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
über bestimmte Bindungsstellen anheften. Von dem Moment an kommt es zu einem kontinuierlichen Wachstum des Bakterienrasens. Bisher ist jedoch nicht genau geklärt, ab welcher Dicke dieser Bakterienfilm kritisch im Hinblick auf eine Kariesentstehung ist. Je nach Patient kann die Zusammensetzung des bakteriellen Belags sehr unterschiedlich sein, so dass im Einzelfall schon geringe Bakterienansammlungen ein Problem darstellen können. Dies kann besonders für bestimmte Formen von Zahnfleischerkrankungen gelten, bei denen Stoffwechselprodukte bestimmter Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
eine Entzündung Entzündung
Gewebeschädigung durch mechanische (z.B. Fremdkörper), physikalische (z.B. Hitze, Kälte, UV-Licht), chemische (z.B. bakterielle Gifte, Säuren, Laugen) Reize oder Erreger (Mikroorganismen, Würmer, Insekten) mit den fünf typischen Symptomen: Rötung, Schwellung, Schmerz, Hitze und gestörte Funktion.
auslösen können.
Wann wird ein Ultraschall-Geraet Ultraschall-Geraet
Ein für den Menschen unhörbarer Schall mit Frequenzen oberhalb 20.000 Hz. In der Zahnmedizin wird er zur Entfernung weicher und harter Zahnbeläge ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes eingesetzt.
eingesetzt und wann kommt ein Pulverstrahlgerät (Air Flow) zum Einsatz?
Mit einem Ultraschallgerät können Zahnstein Zahnstein
Verhärteter Zahnbelag, der sich nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen lässt. Zahnstein entsteht aus bakterieller Plaque, die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Die rauhe Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen des Zahnbelags und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen des Zahnfleischs beteiligt.
und Bakterienbelag entfernt werden. Um einer Hitzeentwicklung an der Zahnoberfläche entgegenzuwirken, ist dabei immer eine ausreichende Kühlung mit einer Flüssigkeit erforderlich. Bestimmte Ultraschall-Geraete Ultraschall-Geraete
Ein für den Menschen unhörbarer Schall mit Frequenzen oberhalb 20.000 Hz. In der Zahnmedizin wird er zur Entfernung weicher und harter Zahnbeläge ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes eingesetzt.
erlauben auch den Einsatz unterhalb des Zahnfleisches zur Reinigung der Wurzeloberflächen. Pulverstrahlgeräte können zur Entfernung von schwierig zu beseitigenden farbigen Zahnauflagerungen (Tee, Kaffee, Nikotin usw.) verwendet werden. Diese Beläge können aber auch mit einer rotierenden Bürste oder einem Gummikelch unter Zuhilfenahme von speziellen Pasten beseitigt werden. Aufgrund der Härte der Pulverstrahlpartikel sollten die üblichen Pulver (Natrium-Bikarbonat) nicht direkt auf das Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
auftreffen, da es sonst zu Verletzungen kommen kann. Auch kann der unsachgemäße Gebrauch dieser Geräte zu einem Abtrag von Zahnhartsubstanz führen. Spezielle Pulver aus weichen Glyzinpartikeln erlauben auch die Anwendung unterhalb des Zahnfleisches zur Entfernung des weichen Bakterienbelags (Plaque Plaque
Weiche, weißliche, schwer abwischbare Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; hauptsächlich bestehend aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker (aus zuckerhaltiger Nahrung) in Säuren um, die die Zahnoberflächen entkalken und so zu einer Kariesbildung führen. Plaque muss daher regelmäßig durch mechanische Zahnreinigung (z.B. Zähneputzen) entfernt werden.
) auf den Wurzeloberflächen.
Welche Pasten werden bei einer professionellen Zahnreinigung verwandt und zu welchem Zweck?
Prophylaxepasten werden eingesetzt, um nach den ersten Schritten einer Zahnreinigung die verbliebenen Zahnbeläge Zahnbeläge
Auflagerungen auf der Zahnoberfläche; weicher Zahnbelag aus anhaftenden Bakterienrasen (Plaque). Im Gegensatz zum Zahnbelag sind die Speisereste noch mit Wasser abspülbar. Im weiteren Sinne versteht man unter Zahnbelag auch die harten Belägen: Zahnstein, Konkremente. Abzugrenzen sind die Zahnverfärbungen.
zu entfernen, eventuell vorhandene Verfärbungen der Zähne zu beseitigen und die bearbeiteten Oberflächen abschliessend zu polieren. Eine optimale Prophylaxepaste sollte daher eine hohe Reinigungs- und Polierwirkung bei einer möglichst geringen Abrasivität haben. Abravisität bezeichnet hierbei die abtragende Wirkung der Putzkörper. Die Schleifwirkung der zur Entfernung von Verfärbungen eingesetzten Pasten ist meist deutlich höher als die von herkömmlichen Zahnpasten. Daher sollten diese Pasten nur gezielt bei vorliegenden Verfärbungen zum Einsatz kommen, um das Risiko eines übermässigen Abtrags an den Zahnoberflächen zu minimieren.
Was macht der Fluorid-Lack?
Maßnahmen zur Fluoridierung verfolgen in erster Linie zwei Ziele:
Sie fördern das Einlagern von Mineralien (Kalzium und Phosphat) aus dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
in die durch Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
oder Säureeinwirkung angegriffene Zahnoberfläche. Darüber hinaus erhöhen sie die Säureresistenz der Zähne durch den Einbau von Fluorid in das Zahnmineral und die Ausbildung einer Kalzium-Fluorid-Deckschicht auf den Zahnoberflächen. Aus dieser Deckschicht wird über einen längeren Zeitraum Fluorid zur Verfügung gestellt, das einen sofortigen Wieder-Einbau von Zahnmineral bei einem Säureangriff unterstützt. Fluorid-Lacke weisen dafür eine bis zu 50-fach höhere Fluoridkonzentration als Zahnpasten auf.
Wer führt die PZR durch?
In Deutschland dürfen PZRs von folgenden Berufsgruppen durchgeführt werden: Zahnärzte und Zahnärztinnen, Dentalhygieniker/innen (DH), Zahnnmedizinische Prophylaxeassistent/innen (ZMP) oder Zahnmedizinische Fach¬assistent/¬innen (ZMF).
Gibt es dafür eine entsprechende Ausbildung?
Für diese Berufsgruppen gibt es entsprechende Fortbildungsordnungen. So kann eine Zahnmedizinische Fachangestellte (frühere Bezeichnung: Zahnarzthelferin) nach Erfüllung bestimmter Vorausssetzungen die Ausbildung zur ZMF oder ZMP absolvieren. Darauf aufbauend ist die Fortbildung zur Dentalhygienikerin möglich.
Was kostet eine PZR und woher kommen die Preisunterschiede?
Die Kosten für den Patienten liegen zwischen 50 und 150 €. Diese Preisspanne lässt sich mit einem unterschiedlichen Aufwand bei der Behandlung begründen. So ist z.B. in einem intakten Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
von einem höheren Aufwand auszugehen als bei einem Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
, das durch einen herausnehmbaren Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
ergänzt wurde. Eine Preis-Differenzierung hängt darüber hinaus auch vom Schweregrad der vorliegenden Erkrankung und dem damit verbundenen höheren zeitlichen Aufwand der Professionellen Zahnreinigung.
Wie häufig sollte ich eine PZR durchführen lassen?
Studien haben eindruckvoll belegt, dass regelmäßig durchgeführte PZRs das Risiko erheblich reduzieren, an Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
oder einer Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
zu erkranken. Daher sollten auch gesunde Patienten oder Patienten mit einem niedrigen Risiko für Karies- Karies-
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
oder Parodontalerkrankungen 1-2mal pro Jahr eine PZR durchführen lassen. Für Patienten mit einem hohen Erkrankungsrisiko oder bei Vorliegen tiefer, schwer zu reinigender Zahnfleischtaschen kann eine PZR durchaus bis zu 4- oder 6-mal pro Jahr sinnvoll sein. Professionelle Zahnreinigungen sind auch Bestandteil einer Einstiegstherapie bei der Behandlung einer Parodontalerkankung, an die sich weiterführende Behandlungsmaßnahmen anschließen können. Nach erfolgreicher Parodontalbehandlung ist die PZR ein wesentliches Element der unterstützenden Nachsorge. Auch ist eine PZR am Anfang einer zahnärztlichen Untersuchung bzw. Behandlung empfehlenswert, um eine optimale Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.
