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Was können Fluoride?

Fluorid kommt in der Natur fast überall vor, hauptsächlich in Mineralien wie dem Flussspat. In geringen Mengen findet man es aber auch im Wasser und in der Luft. Deshalb ist es in allen pflanzlichen und tierischen Geweben enthalten. Für den Menschen ist Fluorid ein lebenswichtiges Spurenelement. Er braucht es insbesondere für die Bildung von Knochen und Zähnen. Aber auch wenn die Bildung der Zähne abgeschlossen ist, erfüllt Fluorid für sie einen wichtigen Zweck.

Schutz vor Karies

Es bietet Schutz vor Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
, indem es den Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
(Schmelz Schmelz
Härteste Substanz des menschlichen Körpers; überdeckt das Dentin der Zahnkrone.
und Dentin Dentin
Zahnbein, knochenähnlicher Stoff, aus dem die Hauptmasse eines Zahnes besteht. Im Bereich der Zahnkrone ist das Dentin vom Zahnschmelz umgeben, im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement. Dentin ist härter als Knochen, aber weicher als der Schmelz.
) säureresistenter macht. Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
ist die Folge der Einwirkung organischer Säuren, vor allem von Milchsäure. Diese wird in Zahnbelägen (Plaque Plaque
Weiche, weißliche, schwer abwischbare Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; hauptsächlich bestehend aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker (aus zuckerhaltiger Nahrung) in Säuren um, die die Zahnoberflächen entkalken und so zu einer Kariesbildung führen. Plaque muss daher regelmäßig durch mechanische Zahnreinigung (z.B. Zähneputzen) entfernt werden.
) aus Zucker gebildet, der den dort vorkommenden Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
(vor allem Mutans Streptokokken) als Nahrung dient. Grundsätzlich könnte man Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
also verhindern, indem man entweder überhaupt keinen Zucker zu sich nimmt oder regelmäßig perfekte Plaqueentfernung im Rahmen der Mundhygiene Mundhygiene
Maßnahmen zur Entfernung von Zahnbelägen mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnstocher, Zahnseide und Wasserstrahlgeräte.
betreibt. Beides hat sich in der Vergangenheit als unrealistisch erwiesen. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker liegt in Deutschland seit vielen Jahren unverändert bei ca. 35 kg und die Mundhygiene Mundhygiene
Maßnahmen zur Entfernung von Zahnbelägen mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnstocher, Zahnseide und Wasserstrahlgeräte.
der Deutschen ist nach den neuesten bevölkerungsrepräsentativen Untersuchungen deutlich verbesserungsbedürftig. Da also die Vorbeugung der Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
durch Bekämpfung der eigentlichen Ursachen, nämlich Plaque Plaque
Weiche, weißliche, schwer abwischbare Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; hauptsächlich bestehend aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker (aus zuckerhaltiger Nahrung) in Säuren um, die die Zahnoberflächen entkalken und so zu einer Kariesbildung führen. Plaque muss daher regelmäßig durch mechanische Zahnreinigung (z.B. Zähneputzen) entfernt werden.
und Zucker, zwar theoretisch möglich, in der Praxis aber kaum realisierbar ist, ist der bevölkerungsweite Einsatz von Fluoriden unverzichtbar, wenn man die Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
eindämmen möchte.

Anwendungsmöglichkeiten des Fluorids

Fluorid kann dem Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
auf unterschiedliche Weise zugeführt werden, so durch fluoridiertes Speisesalz, aber auch durch Zahnpasten, Gelees oder Spüllösungen. Wie wirksam diese Maßnahmen in der Vorbeugung der Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
sind, zeigen Hunderte wissenschaftlicher Untersuchungen. Die regelmäßige und ausschließliche Verwendung von fluoridiertem Speisesalz kann zum Beispiel die Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
um die Hälfte zurückdrängen. Ähnliches gilt für die Verwendung von Fluorid-Zahnpasten und Fluorid-Gelées. Als besonders wirksam haben sich dabei die Aminfluoride Aminfluoride
Organische Fluorverbindung zur Kariespropyhlaxe. In Mundspüllösungen, Zahncremes, usw. enthalten.
erwiesen, da sie über oberflächenaktive Eigenschaften verfügen. Dadurch kann das Fluorid die Zahnoberfläche sehr gut benetzen und dort eine stabile Schicht bilden, die einen lang anhaltenden Schutz gewährt.

Kariesbeseitigung

Fluorid kann Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
nicht nur vorbeugen, es kann sie in Ihrem Anfangsstadium sogar beseitigen. Das erste sichtbare Stadium einer Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
ist der sogenannte Kreidefleck, der anzeigt, dass die Zahnoberfläche bereits in einem bedeutenden Umfang durch bakterielle Säuren entmineralisiert wurde. Wird dieser Entwicklung nicht umgehend Einhalt geboten, so entsteht ein Kariesloch, das nur mit einer Füllung „repariert“ werden kann. Der Kreidefleck ist jedoch noch heilbar, er kann bei Anwendung von Fluorid remineralisiert werden. Auch hier hat sich die überlegene Wirksamkeit der Aminfluoride Aminfluoride
Organische Fluorverbindung zur Kariespropyhlaxe. In Mundspüllösungen, Zahncremes, usw. enthalten.
gezeigt, die zu einer besonders intensiven Remineralisation führen. Eigene Untersuchungen ergaben, dass das Risiko „Kreidefleck“ bei Kindern weit verbreitet ist. Neunjährige Kinder hatten im Durchschnitt 5 Kreideflecken Kreideflecken
auch „white spot“ oder Initialkaries: Frühstadium einer Schmelzkaries. Entkalkungsbedingte, weißliche Verfärbungen der Zahnschmelzoberfläche. Die Karies kann in diesem Stadium durch Fluoridgabe ausgeheilt werden (Remineralisation).
. Bei Zwölfjährigen waren es bereits 13.

Erkennung von Kreideflecken

Wenn ein Kreidefleck im gut sichtbaren Bereich liegt, kann er oft auch vom zahnmedizinischen Laien erkannt werden. Allerdings befinden sich die meisten dieser beginnenden Zahnschäden in schwer einsehbaren Regionen des Gebisses und können nur vom Zahnarzt diagnostiziert werden. Da sich Kreideflecken Kreideflecken
auch „white spot“ oder Initialkaries: Frühstadium einer Schmelzkaries. Entkalkungsbedingte, weißliche Verfärbungen der Zahnschmelzoberfläche. Die Karies kann in diesem Stadium durch Fluoridgabe ausgeheilt werden (Remineralisation).
insbesondere bei Kindern sehr schnell entwickeln können, ist es wichtig, den Zahnarzt in halbjährlichen Abständen aufzusuchen. Er kann dann rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten und z.B. hoch konzentriertes Fluoridgelée für die wöchentliche Anwendung verordnen. Für Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr kann diese Verordnung auf Kassenrezept erfolgen. Der Zahnarzt verfügt neuerdings auch über die Möglichkeit, beginnende kariöse Schäden durch Laserdiagnostik zu erkennen. Diese Form der Diagnose Diagnose
Bezeichnet das Erkennen und Feststellen einer Krankheit.
ermöglicht es auch, den Fortschritt einer Remineralisationsbehandung zu messen.