Interview
„Zahnzwischenräume zweimal täglich“
Wer mit schönen Zähnen glänzen möchte, muss mehr tun als täglich die Zahnbürste zu benutzen. Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
, Mundspüllösungen Mundspüllösungen
Spülungen der Mundhöhle mit desinfizierenden Zusätzen wie Chlorhexidin, zur Verminderung der Keimzahl, wenn z.B. nach chirurgischen Eingriffen die normale Mundhygiene (Zähneputzen) vorübergehend erschwert ist.
, Zahnzwischenraumbürsten - zahlreiche Hilfsmittel auf dem Markt unterstützten die richtige Pflege. Dabei stellen sich viele Fragen bei der Wahl des geeigneten Mittels. Zahnarzt Dr. Lutz Laurisch gibt im Gespräch mit proDente Auskunft über die Eigenschaften der einzelnen Prophylaxehelfer.
Welche Hilfsmittel eignen sich am besten, um die Zahnzwischenräume zu reinigen?
Das ist von der individuellen Zahn- Zahn-
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
und Zahnfleischsituation abhängig, aber auch von der Geschicklichkeit der Person. Für enge Zwischenräume bleibt die Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
die beste Reinigungshilfe, die bei korrekter Anwendung und ohne Verletzungen des Zahnfleisches eine optimale Plaqueentfernung erreicht. Bei größeren Zwischenräumen besonders im Seitenzahnbereich sind Zahnzwischenraumbürsten überlegen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, so dass eine geeignete Auswahl getroffen werden kann. Ihr Vorteil ist eine leichtere Handhabung. Zahnhölzchen und vergleichbare Kunststoffsticks eigenen sich eher zur Entfernung von Essensresten und bleiben bei der Plaqueentfernung deutlich hinter den Ergebnissen von Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
und Zahnzwischenraumbürstchen zurück.
Es gibt zahlreiche verschiedene Zahnseiden, z. B. gewachste und ungewachste. Wie wählt man aus?
Die beiden genannten Arten gibt es schon seit vielen Jahren auf dem Markt. Gewachste Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
gleitet leichter in die Zwischenräume und über raue Stellen hinweg. Sie wird für Anfänger gerne empfohlen. Ungewachste besitzt eine bessere Reinigungswirkung und hat Vorteile bei der Anwendung von Fluoriden. Inzwischen sind jedoch viele Spezialzahnseiden erhältlich wie etwa mit besonderen Gleiteigenschaften oder breiteren, flauschigen Anteilen bzw. Einfädelhilfen für Brücken. Hier empfiehlt sich eine Beratung mit dem Zahnarzt, welche Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
geeignet ist.
Dr. Laurisch, sollte man Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
vor oder nach dem Putzen, morgens oder abends verwenden?
Grundsätzlich gilt, dass eine die Zahnzwischenräume einmal täglich gereinigt werden müssen, um einen wirksamen Schutz vor Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
und Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
zu erzielen. Ob dies vor oder nach dem Putzen, am Morgen oder am Abend erfolgen sollte, ist dabei weniger entscheidend, denn in der systematischen Entfernung der Plaque Plaque
Weiche, weißliche, schwer abwischbare Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; hauptsächlich bestehend aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker (aus zuckerhaltiger Nahrung) in Säuren um, die die Zahnoberflächen entkalken und so zu einer Kariesbildung führen. Plaque muss daher regelmäßig durch mechanische Zahnreinigung (z.B. Zähneputzen) entfernt werden.
liegt der eigentliche Effekt. Vor dem Putzen hat jedoch den kleinen Vorteil, dass die Fluoride Fluoride
Salze der Fluorwasserstoffsäure, die zur Vorbeugung von -> Karies, zur Unterstützung der Behandlung der -> Initialkaries sowie zur Behandlung überempfindlicher Zahnhälse genutzt werden. Fluoride fördern die Remineralisierung des Zahnschmelzes und erhöhen dessen Abwehrkräfte gegen Säuren.
aus der Zahnpasta in den gereinigten Zwischenräumen wirksamer sind.
Gibt es einen Unterschied zwischen Mundspüllosungen und Mundwasser Mundwasser
Dient der Erfrischung des Atems. Unterstützendes Mittel bei der Mundhygiene teilweise mit Fluoridzusätzen. Ersetzt aber keinesfalls eine normale Mundhygiene.
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In der Alltagssprache werden die beiden Begriffe nicht immer korrekt verwendet. Mundwasser Mundwasser
Dient der Erfrischung des Atems. Unterstützendes Mittel bei der Mundhygiene teilweise mit Fluoridzusätzen. Ersetzt aber keinesfalls eine normale Mundhygiene.
dient in erster Linie zur Verbesserung von Atem und Geschmack im Mund und enthält entsprechende Substanzen wie etwa Menthol.
Seit einigen Jahren haben jedoch Mundspüllosungen den Markt erobert, deren Inhaltsstoffe eine medizinische Bedeutung haben.
Für die Zähne sind zunächst einmal fluoridhaltige Spüllösungen zu nennen, die durch ihre regelmäßige Anwendung zur Kariesreduktion beitragen und Schutzeigenschaften gegen Empfindlichkeiten besitzen.
Andere Inhaltsstoffe haben vorrangig eine plaquereduzierende Wirkung und tragen dadurch zur Reduktion von krankmachenden Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
bei. Dabei sind in erster Linie chlorhexidinhaltige Spüllösungen zu nennen, aber auch andere, die bakterienreduzierende Eigenschaften besitzen. Sie bekämpfen die für Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
und Zahnfleischerkrankungen verantwortlichen Keime, besonders bei akuten Gefährdungen. Inzwischen gibt es Kombinationspräparate, die sowohl Fluoride Fluoride
Salze der Fluorwasserstoffsäure, die zur Vorbeugung von -> Karies, zur Unterstützung der Behandlung der -> Initialkaries sowie zur Behandlung überempfindlicher Zahnhälse genutzt werden. Fluoride fördern die Remineralisierung des Zahnschmelzes und erhöhen dessen Abwehrkräfte gegen Säuren.
als auch bakterienwirksame Substanzen enthalten. Auch unterscheiden sich die Produkte hinsichtlich ihrer Konzentration der entsprechenden Wirkstoffe. Die Verwendung einer Spüllösung sollte unbedingt mit dem behandelnden Zahnarzt abgesprochen werden. Er kennt die individuelle Mundsituation und Gefährdung seines Patienten und kann gezielt bei der Auswahl beraten.
Es wird immer empfohlen, bei Zahncreme auf Fluoride Fluoride
Salze der Fluorwasserstoffsäure, die zur Vorbeugung von -> Karies, zur Unterstützung der Behandlung der -> Initialkaries sowie zur Behandlung überempfindlicher Zahnhälse genutzt werden. Fluoride fördern die Remineralisierung des Zahnschmelzes und erhöhen dessen Abwehrkräfte gegen Säuren.
zu achten – warum?
Die Fluoridverbindungen in Zahnpastenhaben haben einen erheblichen, nachweisbaren Anteil am Kariesrückgang während der letzten Jahrzehnte. Von keinem anderen Inhaltsstoff ist eine vergleichbare Wirkung bekannt. Deshalb ist die Empfehlung, morgens und abends eine fluoridhaltige Zahnpasta zur Zahnreinigung zu verwenden, nach wie vor aktuell. Die Intensität des Fluoridierungseffektes kann durch Verzicht auf das anschließende Ausspülen gesteigert werden, da so eine längere Verweildauer auf den Zahnoberflächen besteht.
Im Büroalltag fällt die Zahnpflege schwer: Was halten Sie von Zahnpflegekaugummis?
Nicht nur im Büroalltag, sondern ganz allgemein ist das „Zwischendurchreinigen“ problematisch. Gerade hier können Zahnpflegekaugummis eine gute Unterstützung sein. Durch den Bestandteil Xylit wird eine hemmende Wirkung auf kariesrelevante Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
ausgelöst, und die Kauaktivität bewirkt einen erhöhten Speichelfluss, wodurch sich die „Selbstreinigung“ im Mund verbessern lässt. Als Ergänzung zum 2x täglichen Zähnebürsten und zur 1x täglichen Zwischenraumpflege sind Zahnpflegekaugummis insbesondere nach (zuckerhaltigen) Speisen und Getränken empfehlenswert.
Ist ein Esslöffel ein adäquater Ersatz für einen Zungenschaber und wie kommt er zum Einsatz?
Auch bei uns wird die Zungenreinigung zunehmend populär. Ihr Ziel ist es, die auf der rauen Zungenoberfläche oft in großen Mengen vorhandenen Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
zu reduzieren. Damit wird das Erkrankungsrisiko gesenkt und für einen verbesserten Atem gesorgt. Gerade bei Patienten mit einem hohen Karies- Karies-
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
oder Parodontitisrisiko ist die Zungenreinigung eine wichtige Reinigungsmaßnahme. Grundsätzlich können verschiedene Hilfsmittel der Zungenreinigung dienen. Auch das Bürsten der Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
ist möglich durch Zungenreiniger mit Borstenreihen, Zahnbürsten oder Spezialbürsten. Häufiger werden auch schabend arbeitende Zungenreiniger eingesetzt. Entsprechend könnte auch ein Esslöffel zur Entfernung des Zungenbelages dienen. Mit Zungenschabern wird vom Rachenbereich ausgehend nach vorne mit sich überlappenden Bahnen gearbeitet und der gelöste Belag ausgespült.
Nach kurzer Zeit der Gewöhnung an die Zungenreinigung wird sie meistens zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Mundhygieneprogrammes.
