Navigation

Fluorid: Kur für die Zähne

Über die regelmäßige Zahnpflege hinaus gibt es eine tägliche Kur für schöne und gesunde Zähne. Der Clou: ein unermüdlich hilfsbereiter „Kurschatten“ steht uns bequem zur Seite – Fluorid. Jede von Zahnmedizinern empfohlene Zahnpasta – auch Sorten für Kinder – enthält Fluorid. Die tägliche Zahnpflege versorgt also die Zähne grundsätzlich mit dem Mineralstoff.

In Bezug auf diese Pflichtübung darf man sich sogar eine kleine Nachlässigkeit erlauben. Mit dem Ausspülen muss man es nicht so genau nehmen. So verbleibt mehr Fluorid in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
.

Warum Fluorid?

Der Mineralstoff härtet den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
, hemmt die Entkalkung und das Bakterienwachstum und hilft zudem bei der Remineralisierung der Zahnoberfläche. Neben der Versorgung über die Zahnpasta empfiehlt proDente-Experte Prof. Dr. Noack, Universität Köln, ein paar weitere Tipps:

  1. Mit Fluorid angereichertes Kochsalz verwenden. Geschmacklich ist es völlig neutral und vergessen kann man diese Form der Fluoridaufnahme auch nicht.
  2. Fluorid ist auch in großer Menge in grünem, vor allem aber in schwarzem Tee enthalten. Ein Liter schwarzer Tee enthält 2,2 mg Fluorid. Das entspricht mehr als der doppelten Menge der wünschenswerten Fluoridzufuhr für einen Erwachsenen.

 

Zuckerfreie Kaugummis

Auch zuckerfreie Kaugummis, die Xylit enthalten, sind hilfreich. proDente-Experte und Zahnarzt Joachim Hoffmann: "Die Kaugummis kann man als Zahnmediziner beruhigt empfehlen. Sie regen die Speichelproduktion an.“
Mit jeder Nahrungsaufnahme wird den Zähnen Calcium entzogen. Im Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
befinden sich Calcium-Ionen, die die Zähne nach dem Essen, wieder remineralisieren – also wieder härten. Das Fluorid wirkt wie ein Biokatalysator: Es fördert den Wiedereinbau der Mineralien.