Sauer macht lustig? Gilt nicht für die Zähne!
Neben der Zahnpflege hat das richtige Essen und Trinken entscheidenden Einfluss darauf, ob die Zähne gesund bleiben. Denn vollwertige Speisen sind nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Zähne. Direkt nach dem Essen die Zähne zu putzen, kann allerdings auch schädlich sein – es kommt ganz darauf an, was man gegessen hat.
Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren entweder auf direktem Wege durch saure Lebensmittel oder Getränke, zum Beispiel in Form von Zitrusfrüchten, Fruchtsäften, Cola oder Essig.
Ein anderer, eher indirekter Weg zum niedrigen pH-Wert im Mund sind zuckerhaltige Lebensmittel, deren Zucker von den Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
zu Säuren abgebaut werden. Zu dieser Gruppe gehören nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Nahrungsmittel, die andere Zuckerarten wie Stärke oder Fruchtzucker enthalten - Chips, Brot, Bananen oder auch viele Fertigsoßen beispielsweise.
Erosion durch Säure
Die direkte Säureeinwirkung kann zum langsamen, chronischen Verlust von Zahnhartsubstanz durch Demineralisation Demineralisation
Entkalkung der Zahnoberfläche durch Säuren. Die erste Stufe der Karies verursacht durch organische Säuren, die von Bakterien in den Zahnbelägen (Plaque) gebildet werden.
führen, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammen treffen. Dies kann beispielsweise die zusätzliche mechanische Abnutzung von erweichtem Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
sein, bevor diesem durch den Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
die verlorenen Mineralien wieder zugeführt werden konnten. Derzeit steigt die Zahl der nicht kariösbedingten Zahnhartsubstanzdefekte, Gründe sind vor allem die Änderungen des Lebensmittelangebotes und Ernährungsgewohnheiten mit einem Übermaß an sauren Komponenten wie beispielsweise säurehaltigen Softdrinks. Auch die sehr beliebten Alcopops greifen den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
massiv an, denn ihr pH-Wert liegt durch Fruchtzusätze wie Zitronensäure und Zitrussaft zwischen 2 und 4 und damit sehr niedrig – bei häufigem Konsum oftmals in Form des Dauernuckelns durch spezielle Trinkflaschen scheinen schwerwiegende Schäden der Zahnhartsubstanz vorprogrammiert. Denn zu allem Übel haben Alcopops und Softdrinks auch noch eine ausgeprägte Pufferfunktion und halten den pH-Wert im Mund lange Zeit auf saurem Niveau.
Nach Saurem gilt: Finger weg von der Zahnbürste
Weil der Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
durch säurehaltige Speisen und Getränke sehr schnell weich wird, ist Putzen nicht immer förderlich für die Zahngesundheit. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz Schmelz
Härteste Substanz des menschlichen Körpers; überdeckt das Dentin der Zahnkrone.
mit weg geputzt – die Zähne sind anfälliger als vorher. Klüger ist es, 30 bis 60 min. zu warten und so dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
dadurch wieder hart werden. Ein paar Schlucke Wasser helfen, Säure zu entfernen, und machen Orangensaft und Sauerkraut weniger schädlich. Auch wer sich erbrechen musste, sollte möglichst nicht sofort zur Zahnbürste greifen, sondern lieber Wasser trinken, denn die Magensäure ist eine der stärksten und damit gefährlichsten Säuren für die Zähne.
Jetzt darf (und soll) geputzt werden
Anders sieht es aus, wenn zuckerhaltige Lebensmittel verzehrt wurden – hier gilt es, die Bakterienbeläge mit den Speiseresten von der Zahnoberfläche zu entfernen, bevor sie zu Säuren umgewandelt werden können. Zähne putzen ist sehr sinnvoll, und wenn das nicht geht, kann beispielsweise ein zahnfreundlicher Kaugummi die Zähne reinigen und den Speichelfluss anregen. Gerade klebrige Speisen wie trockene Kekse oder auch salzige Knabbereien legen sich um den Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
und bieten Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
ideale Bedingungen.
Vollwertiges lässt den Speichel fließen
Je länger eine Speise gekaut wird, desto stärker wird der Speichelfluss angeregt. Daher ist auch für die Zahngesundheit ballaststoffreiche, naturbelassene Vollwertnahrung mit viel Rohkost sehr zu empfehlen. Durch das notwendige starke Kauen sorgen solche Lebensmittel außerdem für die Selbstreinigung der Zähne, das Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
wird massiert und die Zahnzwischenräume werden gereinigt.
Verschiedene Lebensmittel können einiges für die Zähne tun. Käse zum Beispiel – die Kombination des Proteins Kasein und der Mineralstoffe Kalzium und Phosphat ersetzt Mineralstoffe im Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
, ein saurer pH-Wert im Mund wird durch Käse neutralisiert. Schwarzer und grüner Tee sowie Hülsenfrüchte und Fisch enthalten besonders viel Fluorid, das die Zahnsubstanz schützt. Und auch Milch liefert Mineralstoffe wie Calcium, die die Gesundheit der Zähne unterstützen können.
Den Zähnen Pausen gönnen
Keine Angst: Für gesunde Zähne müssen Süßigkeiten nicht ganz vom Speiseplan gestrichen werden. Es kommt weniger auf die Menge des verzehrten Zuckers als auf die Häufigkeit des Verzehrs an. Daher ist es besser, einmal am Tag eine größere Menge Schokolade oder Kekse nach einer Hauptmahlzeit zu genießen, als immer mal wieder ein Stückchen über den ganzen Tag verteilt. Durch ständiges Naschen sind die Zähne einem dauernden Angriff ausgesetzt. Das gilt übrigens auch für andere säure- oder zuckerhaltige Lebensmittel – besser ein ganzes Glas Orangensaft auf einmal statt immer mal wieder einen Schluck. Die so entstandenen Pausen zwischen den Mahlzeiten geben dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
Zeit, dem Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
Mineralien zurück zu geben. Insgesamt tut es der (Zahn- Zahn-
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
)Gesundheit gut, weniger zucker- und säurehaltige Speisen und vor allem auch Getränke wie Cola und Limonaden zu konsumieren. Denn es scheint, dass der regelmäßige starke Konsum solcher Softdrinks die Struktur des Zahnschmelzes nach und nach so sehr schwächt, dass auch der Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
die Schäden nicht mehr reparieren kann.
