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Interview "Eine Tafel Schokolade auf einmal"

Manche Gefahren für unsere Zähne kennen wir bereits von Kindesbeinen an. Andere dagegen schätzen wir falsch ein oder haben gar noch nie davon gehört. Prof. Dr. Michael J. Noack, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie Parodontologie
Lehre vom Parodontium, dessen Erkrankungen und deren Behandlung.
der Universität Köln, erklärt in einem Interview mit proDente, worauf man achten sollte.

Zucker ist seit langem als Kariesteufel bekannt – muss man deshalb ganz auf ihn verzichten?

Zwei Faktoren spielen beim Genuss von Zucker eine wichtige Rolle: Die ‚Zuckerfrequenz’ und die ‚Zuckerclearance’. Hinter dem Begriff ‚Zuckerfrequenz’ verbirgt sich eine einfache Formel: Menschen, die häufiger als dreimal am Tag mikroniedermolekulare Kohlenhydrate zu sich nehmen, haben ein weitaus geringeres Risiko, an Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
zu erkranken, als Menschen, die  vier-, fünf-, sechs-, oder siebenmal am Tag zu Süßem greifen. Aus zahnärztlicher Sicht betrachtet ist es also besser eine Tafel Schokolade auf einmal zu essen, als über den Tag verteilt.

Der Begriff ‚Zuckerclearance’ umfasst die Verweildauer einer bestimmten Zuckerkonzentration in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
. Einfach gesprochen: Klebrige Sahnebonbons belasten die Zähne deutlich mehr als zuckerhaltige Getränke, welche nicht allzu lange im Mund bleiben. Allerdings ist der allzu häufige Konsum von gesüßten Softdrinks in vielerlei Hinsicht problematisch.Wenn man diese Aspekte berücksichtigt,  können Schäden durch Zucker in der Regel vermieden werden. Es kommt also auf den Umgang mit zuckerhaltigen Lebensmitteln an. Bei meinen Kindern zum Beispiel gilt: Süßigkeiten sind nicht generell verboten, jedoch nicht so oft, keine Lutscher und keine klebrigen Sachen.

Stimmt es, dass der häufige Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln unsere Zähne schädigt?

Hier gilt das gleiche, wie bei zuckerhaltigen Lebensmitteln: erst ein zuviel an saurem Essen und Getränken schädigt die Zähne. Starke Säuren ätzen die Zahnoberfläche an und weichen den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
auf. Deshalb empfiehlt es sich, saure Lebensmittel in Maßen zu genießen.

Schlecht für die Zähne ist insbesondere die Kombination von Säurekonsum und anschließendem hochmotiviertem Zähneputzen. Denn dadurch wird der aufgeweichte Schmelz Schmelz
Härteste Substanz des menschlichen Körpers; überdeckt das Dentin der Zahnkrone.
weg geputzt und es kommt auf Dauer zu schüsselförmigen Erosionen, ähnlich wie sich die Erosionen beim Grand Canyon in den Fels einschneiden. Klüger ist es, nach sauren Mahlzeiten mindestens 30 Minuten zu warten und so dem Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
Zeit für Reparaturen zu geben. Dieser neutralisiert nicht nur die Säure, sondern versorgt die Zähne auch mit Mineralstoffen und lässt den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
dadurch wieder hart werden. Bei älteren Menschen, die unter Speichelmangel leiden, kann der Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
seine Schutzfunktion allerdings nicht mehr so gut ausüben.

Eine weitere Möglichkeit seine Zähne optimal zu schützen ist es, schon vor dem Genuss von sauren Lebensmitteln die Zähne zu putzen.

Wie ist es bei Patienten, welche sich häufig erbrechen, z.B. Bulimiker und Schwangere? Sind diese besonders gefährdet?

Für Schwangere, die in einem begrenzten Zeitraum ab und zu erbrechen besteht keine besondere Gefahr. Sie sollten nach dem Erbrechen ein Glas Milch trinken oder auch den Mund mit Wasser spülen, auf keinen Fall jedoch direkt die Zähne putzen.

Bei an Bulimie Erkrankten sieht es da schon anders aus. Die Salzsäure des Magensaftes ist eine starke Säure. Innerhalb von Monaten kann sie zu dramatischen Substanzverlusten an den Zähnen führen. Zahnärzte sind oft die ersten, welche erkennen, dass die Patienten an Bulimie leiden. Die Zahnärzte des Zentrums für Zahn- Zahn-
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln bieten Betroffenen daher die Möglichkeit an, fachübergreifend zu therapeutischen Einrichtungen den Kontakt herzustellen.

Im Übrigen gibt es weitere Gruppen, die laut Statistik, signifikant mehr Erosionen als andere Bevölkerungsgruppen aufzeigen. Und zwar die Winzer - schließlich ist Wein sauer. Und nicht zu vergessen die Alkoholiker.

Welche Funktion hat das Zähneputzen an sich?

Prinzipiell ist es nicht das primäre Ziel, durch das Zähneputzen einen angenehmen frischen Geschmack in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
zu erhalten. Vielmehr geht es um regelmäßige Biofilmentfernung, was man eher mit Rasenmähen vergleich kann. Dieser Biofilm wird von den Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
gebildet, die dort, auch ohne dass eine Krankheit besteht, vorhanden sind. Diese bauen, genau wie wir Menschen, Hochhäuser und Strassen. Und was passiert bei den Menschen, wenn die Tourismusindustrie boomt? Es gibt Probleme mit dem Abwasser. Genauso verhält es sich mit den Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
– es kommt zu Problemen mit dem Stoffwechsel. Deshalb hat das Zähneputzen die Aufgabe, den Rasen vereinfacht gesagt kurz geschnitten zu halten.

Wissenschaftler diskutieren außerdem, dass Zahnpasta weniger ein Scheuermittel als vielmehr eine ‚Fluoridsalbe’ ist. Einige Studien zeigen, dass Kinder, welche nach dem Zähneputzen den Mund nicht ausspülen, weniger Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
entwickeln, als Kinder die spülen. Der Grund: über die Zähne legt sich eine schützende Fluoridschicht.?

Neben dem übermäßigen Verzehr bestimmter Nahrungsmittel wird auch Zahnschmuck, wie z.B. Zungenpiercings, von Zahnmedizinern als bedenklich für die Mundflora Mundflora
Sie bezeichnet die Gesamtheit aller Kleinlebewesen auf den Zähnen, der Mundschleimhaut und im Speichel. Diese Mikroorganismen sind an der Entstehung von Zahnbelag beteiligt. Sie können den Speiseresten Substanzen für ihren
eingestuft. Warum?

Zungenpiercings können Zahnfrakturen verursachen. Der Metallknopf klopft durch die Bewegungen der Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
ständig an die mineralische Zahnhartsubstanz und erzeugt so Risse in den Zähnen.Außerdem bieten Piercings den Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
Eintrittspforten in das Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
, was zu ernsten Entzündungen führen kann. Gerade die Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
ist sehr dicht mit Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
besiedelt. Normalerweise können diese durch die geschlossene Schleimhaut nicht eindringen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind billige Metalle, welche Allergien auslösen können.

Gibt es auch schädliche Gewohnheiten, auf die man selbst achten kann?

Bei Kindern, welche im Frontzahnbereich eine Lücke zwischen Unter- und Oberkiefer aufweisen, sollte man überprüfen, ob ein falsches Schluckmuster vorliegt. Behandlungsbedarf besteht, wenn die Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
beim Schlucken zwischen die Frontzähne Frontzähne
Sind die je 4 Schneide- und 2 Eckzähne des Ober - und Unterkiefers; sprich die sichtbaren Zähne beim normalen Sprechen.
geschoben wird.Erwachsene pressen dagegen in Stresssituationen häufig die Zähne aufeinander. Die Folge auf Dauer: der Verschleiß der Zähne. Hier helfen neben den zahnmedizinischen Maßnahmen entsprechende Stressbewältigungsprogramme wie z.B. die Neurolinguistische Programmierung (NLP).