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Motivation ist (fast) alles

Wie lassen sich Jugendliche motivieren? Vorleben lautet die Devise für Eltern: Gesund leben, Zähne pflegen und das Wissen um die Mundgesundheit an das Kind weitergeben. So akzeptiert dieses das Zähneputzen eher als alltägliche Handlung in seinem Tagesablauf. Und auch Zahnärzte müssen sensibel und ideenreich mit ihren jungen Patienten umgehen.

Tipps für Eltern:

Selbst Vorbild bei der Mundpflege sein. Bereits im Kleinkindalter ein Ritual der Mundpflege entwickeln.

Machen Sie Ihrem Kind schon in frühester Kindheit klar: Mit wenig Aufwand kannst du viel für deine Zähne erreichen! Und: Es kann beweisen, wie verantwortungsvoll und „erwachsen“ es schon mit sich selbst bzw. seinem Körper umgehen kann.

Führen Sie ästhetische Motive und naheliegende anstelle von langfristigen Vorteilen auf: Schöne Zähne sehen gut aus und verhindern Mundgeruch. Das hilft auch beim Flirten und Küssen.

Ggf. materielle Anreize durch ein Punkte- und Belohnungssystem in Aussicht stellen. Z.B. wer bei der halbjährlichen Kontrolle gute Pflege bestätigt bekommt, erhält einen Kinogutschein.

Erklären anstatt anordnen: Viele Kinder haben Fragen zu ihrer körperlichen Entwicklung, trauen sich aber nicht, sie zu stellen. Sprechen Sie gesundheitliche Themen an und informieren Sie dabei über Zahnpflege.

Versetzen Sie sich in Ihr Kind und überlegen, was ihm helfen könnte: Geben Sie konkrete Tipps, die auf die Situation des Kindes passen, und verweisen Sie auf informative Internetseiten und Materialien.

Treffen Sie klare Absprachen zur Zahnpflege. Rechnen Sie aber mit Regelüberschreitungen und überlegen Sie sich am besten im Vorfeld Konsequenzen.

Tipps für Zahnärzte

 

Vertrauen herstellen: Einfühlungsvermögen beweisen, Lob und Beachtung schenken, ermutigen. So wird der Zahnarztbesuch zum positiven Erlebnis.

Statt Fachjargon: Jugendliche auf Augenhöhe ansprechen, sie ernst nehmen, auf Zeigefingerpädagogik verzichten.

Keine Monologe: zuhören, Bedürfnisse erkennen, Fragen beantworten, wohldosiert informieren.

Appell an die Selbstverantwortung: Wer im Freundeskreis angenommen sein will, muss etwas dafür tun. Klarstellen: Zähneputzen ist trotz geringem Zeitaufwand sehr effektiv.

Mit Kleinigkeiten überzeugen: altersgerechte Lifestyle-zeitschriften bereitstellen oder den Jugendlichen die Möglichkeit einräumen, bei der Behandlung Musik zu hören.

Übung macht den Meister: Tipps geben, plakativ auf Verbesserungen hinweisen, z.B. durch Färbetabletten, Eltern einbinden in die Instruktion und Motivation, Nutzen der Mundgesundheit verdeutlichen.