Forscher arbeiten an Impfung gegen Karies
Wissenschaftler des Forsyth-Institut in Boston entwickeln eine Impfung, die die Schleimhäute zur Produktion von Antikörpern anregen, welche die Vermehrung der kariesverursachenden Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
vom Typ Streptococcus verhindern.
Mit Hilfe eines Nasensprays wollen Martin Taubman und Daniel Smith Kinder mit gegen Zahnkaries impfen. Einen größtmöglichen Erfolg versprechen sich die Wissenschaftler mit der Behandlung von Kleinkindern im Alter von ungefähr zwölf Monaten. Zu diesem Zeitpunkt sind die Milchzähne Milchzähne
Sie bilden das erste Gebiss und brechen etwa ab dem 6. bis 7. Lebensmonat durch. Das Milchgebiss hat 20 Zähne, die zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.
bereits sichtbar, aber noch nicht von Streptokokken besiedelt. Das Bakterium Streptococcus mutans verursacht hauptsächlich Zahnkaries. Die neue Impfung soll in Form eines Nasensprays verabreicht werden. So werde einerseits das Lymphgewebe bestmöglich stimuliert, wodurch Antikörper beispielsweise in den Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
abgegeben werden. Zudem ist ein Nasenspray bei Kleinkindern simpel zu verabreichen.
Taubman und Smith haben in ihrer Arbeit einen wichtigen Erfolg zu verzeichnen: Sie identifizierten wichtige Bestandteil der Streptokokken, die beim Menschen eine Immunantwort auslösen. Erste Impfversuche an Tieren verliefen erfolgreich. Nun wollen die Forscher mithilfe einer Impfung über die Schleimhaut auch beim Menschen die Produktion von Antikörpern anregen. Diese Abwehrproteine sollen die Schlüsseleiweiße hemmen, die die Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
für ihre Vermehrung benötigen.
Martin Taubman (Forsyth-Institut, Boston) et al.: Nature Reviews Immunology, Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1038/nri1857
Quelle: ddp/wissenschaft.de – Katharine Schöbi
