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Journalistenpreis "Abdruck 2011" vergeben

Zum sechsten Mal in Folge wurde der Journalistenpreis "Abdruck 2011" für Beiträge des NDR, BR, "spielen und lernen" und "Döbelner Anzeiger" vergeben. Dabei konnten Dr. Anja Störiko, Sylvia Mende, Rainer Ulrich und das Redaktionsteam der Sendung "Visite" den Wettbewerb für sich entscheiden. Die von der vierköpfigen Jury ausgezeichneten Journalisten haben ihre Beiträge im Norddeutschen Rundfunk (NDR), Bayerischen Rundfunk (BR), in "spielen und lernen" und im „Döbelner Anzeiger" veröffentlicht. Während Dr. Anja Störiko und Sylvia Mende in der Kategorie Print gleichberechtigt mit einer Auszeichnung bedacht wurden, blieb die Kategorie "Internet" unprämiert.

Fachkundige Jury

Die Fachjury mit Experten aus Journalismus, Wissenschaft, PR und Zahntechnik bewertete insgesamt 38 Bewerberbeiträge. In der Kategorie Print fiel die Auswahl eines Siegers in diesem Jahr besonders schwer. Die Chefredakteurin der „DZW - Die ZahnarztWoche“,  Dr. Marion Marschall, Professor Dr. Dr. Thomas Beikler, Leiter der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie Parodontologie
Lehre vom Parodontium, dessen Erkrankungen und deren Behandlung.
und Endodontologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, Dirk Kropp, Geschäftsführer von proDente und Thomas Lüttke vom Verband Deutscher Zahntechniker Innungen (VDZI) diskutierten intensiv die eingereichten Beiträge und fällten am Ende ein salomonisches Urteil.

„Da beide Favoritenbeiträge zwar stilistisch sehr unterschiedlich, journalistisch jedoch besonders gut aufbereitet sind, haben wir den ersten Platz in der Kategorie Print kurzerhand zweimal vergeben“, kommentiert Dirk Kropp von proDente das Ringen der Jury.

Doppelsieg in der Kategorie Print

Eine der beiden Gewinnerinnen ist Sylvia Mende vom „Döbelner Anzeiger“. Für ihre Reportage schlüpfte sie einen Tag lang in die Rolle eines Zahntechnikerlehrlings in einem Dentallabor Dentallabor
Labor, in dem der Zahntechniker mit höchster Präzision individuelle Versorgungsformen wie z.B. -> Veneers, -> Kronen, -> Brücken oder Einlagefüllungen herstellt.
und beschrieb die Entstehung einer Zahnkrone Zahnkrone
Bezeichnet aus anatomischer Sicht den vom Schmelz bedeckten Teil des Zahns, aus klinischer Sicht den im Mund sichtbaren Teil.
. „Uns hat begeistert, wie lebendig und plastisch die Autorin den Arbeitstag im Labor beschrieben hat“, sagt Thomas Lüttke, Zahntechnikmeister und Vorstand des VDZI. „Die anschauliche Beschreibung unseres Berufsbildes macht einer breiten Öffentlichkeit verständlich, warum die Herstellung von Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
so viel handwerkliches Geschick, Zeit und technischen Sachverstand erfordert.“



Die zweite Sieger-Autorin in der Kategorie Print ist Dr. Anja Störiko mit Ihrem Bericht über Zahnfehlstellungen in der Elterzeitschrift „spielen und lernen“. „Journalistisch solide, fachlich sehr kompetent  und lesefreundlich aufbereitet vermittelt der Beitrag Eltern Antworten auf alle Fragen rund um Zahnfehlstellungen bei Kindern“, lobt Marion Marschall den Bericht der Journalistin.

TV-Siegerbeitrag relevant für große Bevölkerungsgruppen

Den ersten Platz in der Kategorie TV belegt das Redaktionsteam des NDR-Gesundheitsmagazins „Visite“. Der Beitrag „Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
– kranke Zähne, kranker Mensch“ beschreibt, wie sich die Zahnbetterkrankung Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
und andere weit verbreitete Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall gegenseitig beeinflussen. 

„Im Beitrag ist das komplexe Thema Wechselwirkungen der Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
mit dem Krankheitsbild des Diabetes am Beispiel eines Betroffenen didaktisch gut umgesetzt worden“, unterstreicht Prof. Beikler die Entscheidung der Jury. So werde bei einer breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass „sich diese weitverbreiteten Erkrankungen unbehandelt häufig ungünstig beeinflussen können.“

Siegerbeitrag Hörfunk zur Zahnerhaltung Pflegebedürftiger

Der Gewinnerbeitrag in der Kategorie Hörfunk veranschaulicht ein in der breiten Öffentlichkeit eher unbekanntes Thema: die Zahnpflege bei alten und pflegebedürftigen Menschen. Der zweiteilige Beitrag des Bayerischen Rundfunks von Autor Rainer Ulrich beschreibt den Hausbesuch eines Zahnarztes am Pflegebett einer Patientin, sowie das in Bayern laufende Modellprojekt „Teamwerk“, bei dem Pflegepersonal in Heimen in der Zahn- Zahn-
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
und Prothesenpflege alter Menschen geschult wird. „Dieser journalistisch und fachlich gut strukturierte Beitrag zeigt, was die Zahnmedizin schon heute in der zahnärtzlichen Betreuung auch pflegebedürftiger Menschen leisten kann“, kommentiert Dr. Marion Marschall am Rande der Jurysitzung. Weiterhin erführe der Hörer welches Potential für die Zukunft im Bereich Verbesserung der Kaufunktion und der oralen Gesundheit pflegebedürftiger Menschen in diesem Prophylaxekonzept stecke. Doch auch ein kritischer Punkt werde im Beitrag angesprochen: „Es wird deutlich, welche Hürden auch gesundheitspolitisch noch aus dem Weg geräumt werden müssen, um die Mundgesundheit alter Menschen flächendeckend zu verbessern“, ergänzt Dr. Marschall.

Kategorie Online noch ausbaufähig

„Irritierend bleibt, dass im Bereich des Online-Journalismus die Möglichkeiten des Mediums selten ausgenutzt werden. Dabei gibt es eine Reihe eindrucksvoller Beispiele, die nicht nur einen bereits gedruckten Artikel digital veröffentlichen", kommentiert Dirk Kropp die Entscheidung der Jury, keine Einreichung in der Kategorie "Internet" auszuzeichnen. Für den nächsten proDente Journalistenpreis „Abdruck“ wünschen wir uns mehr Einreichungen aus dem Online-Journalismus“, In diesem Jahr konnte der Preis für einen qualitativ auszeichnungswürdigen Beitrag nicht vergeben werden. „Das holen wir im nächsten Jahr hoffentlich nach“, so Kropp.