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Eine Entzündung - und dann?

Ist der Zahnhalteapparat entzündet, entfernt der Zahnarzt  gründlich alle schädlichen Ablagerungen auf den Zähnen, der Wurzeloberfläche und in den Taschen. Bei bestimmten schwereren Entzündungen des Zahnhalteaparates  werden die Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
genau untersucht, um besonders aggressive Krankheitserreger zu identifizieren. Der Zahnarzt kann dann eine spezielle lokale Therapie anwenden oder eventuell auch mit einem Antibiotikum die Entzündung Entzündung
Gewebeschädigung durch mechanische (z.B. Fremdkörper), physikalische (z.B. Hitze, Kälte, UV-Licht), chemische (z.B. bakterielle Gifte, Säuren, Laugen) Reize oder Erreger (Mikroorganismen, Würmer, Insekten) mit den fünf typischen Symptomen: Rötung, Schwellung, Schmerz, Hitze und gestörte Funktion.
bekämpfen.

Der Einsatz von Antibiotika Antibiotika
Ursprünglich als Gruppenbezeichnung für Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die bestimmte Krankheitserreger in ihrer Entwicklung hemmen oder töten. Heute halb- oder vollsynthetisch hergestellte Medikamente, als Synonym für antimikrobielle Chemotherapeutika. Sie kommen bei schweren Infektionen in der Mundhöhle zum Einsatz. Heutzutage kommen neben Penicillin, Clindamycine, Tetrazycline und Erythromyzine zum Einsatz. Ihre Wirkungsweise ist ähnlich: Sie greifen in die Synthese der Außenhülle der Bakterien ein, welche die Mikroorganismen wie ein stabiles Schild schützt und bringen es so zum Absterben.
zur nachhaltigen Bekämpfung einer Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
setzt allerdings die Identifizierung der vorhandenen Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
voraus, da die einzelnen Arten gegen unterschiedliche Antibiotika Antibiotika
Ursprünglich als Gruppenbezeichnung für Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die bestimmte Krankheitserreger in ihrer Entwicklung hemmen oder töten. Heute halb- oder vollsynthetisch hergestellte Medikamente, als Synonym für antimikrobielle Chemotherapeutika. Sie kommen bei schweren Infektionen in der Mundhöhle zum Einsatz. Heutzutage kommen neben Penicillin, Clindamycine, Tetrazycline und Erythromyzine zum Einsatz. Ihre Wirkungsweise ist ähnlich: Sie greifen in die Synthese der Außenhülle der Bakterien ein, welche die Mikroorganismen wie ein stabiles Schild schützt und bringen es so zum Absterben.
empfindlich sind.

Tiefe Taschen

Sind die Zahnfleischtaschen bereits sehr ausgeprägt, muss der Zahnarzt weitere chirurgische Maßnahmen erwägen. Das gilt auch, wenn nach Anwendung aller konservativen Behandlungsmethoden, immer noch tiefe Zahnfleischtaschen festgestellt werden. Ziel der chirurgischen Eingriffe ist die Wurzelglättung sowie die Beseitigung der Bakterienschlupfwinkel, also tiefer Zahnfleisch- Zahnfleisch-
Siehe unter Gingiva.
und Knochentaschen.

Knochenrückgang

Bei schon reduziertem Knochen, ist es heute möglich sowohl die die Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
zu stoppen als auch verloren gegangenen Knochen wieder aufzubauen. Die so genannten Knochenkrater werden dabei mit künstlichem Ersatzmaterial gefüllt und mit resorbierbaren Membranen abgedeckt.
Unter dem Schutz der Membran wird das Knochenersatzmaterial in den Körper integriert. Darüber hinaus stehen durch die Fortschritte der Biotechnologie heute Wachstumsfaktoren in Form von Medikamenten zur Verfügung. Bereits nach wenigen Wochen lässt sich oft schon eine Gewebeneubildung nachweisen.

Nachsorge nicht vergessen

Nach einer erfolgreich behandelten Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
ist eine gezielte Nachsorge (Recall) unbedingt notwendig: Speziell ausgebildete Fachkräfte, in der Fachsprache Prophylaxeassistentinnen  oder Dentalhygienikerinnen genannt, bringen den Patienten Schritt für Schritt nahe, wie sie ihren Mundraum in Zukunft dauerhaft gesund halten können. Außerdem werden regelmäßige Zahnarztbesuche und professionelle Zahnreinigungen empfohlen: „Erfolgreich behandelte Patienten, die die Nachsorge vernachlässigen, werden alsbald vor den gleichen Problemen stehen“, kommentiert Dr. Dietmar Oesterreich diese Sorglosigkeit.