Navigation

Hilfe - meine Zunge brennt!

Zahnschmerzen hat fast jeder Mal im Laufe seines Lebens. Treten sie auf, steht ein Besuch beim Zahnarzt an. Was ist aber zu tun, wenn die Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
unaufhörlich brennt, kribbelt oder juckt?

Zwei bis fünf Prozent der deutschen Erwachsenen leiden unter dem Phänomen  „Zungenbrennen“, auch Glossodynie Glossodynie
Zungenbrennen.
genannt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Oft sind die Beschwerden abhängig von der Tageszeit. Im Laufe des Tages nehmen die Schmerzen zu, bis sie am Abend ihren Höhepunkt erreichen. Die Betroffenen berichten, dass die Missempfindungen beim Essen in den Hintergrund treten und daher nicht stören.

Die Ursachen von Zungenbrennen sind vielfältig und oftmals psychisch bedingt. „Es ist schwierig und es gelingt nicht immer, trotz sorgfältiger Diagnostik, die Ursache eindeutig festzustellen“, so Joachim Hoffmann von der Initiative proDente. Naheliegend als Auslöser sind Mund- und Zahnprobleme. Deshalb ist es ratsam, beim Auftreten der Beschwerden einen Zahnarzt zu konsultieren. Traumatisierende Reizungen der Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
durch defekte Zahnprothesen, scharfe Zahnkanten, ein Zungenpiercing, generelle Entzündungen der Mundschleimhaut oder Knirschen Knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
sowie Pressen mit den Zähnen können das permanente Brennen und Kribbeln auslösen. Stellt der Zahnarzt eine solche Reizung fest, wird er diese in seiner Behandlung beheben. In der Regel klingen die Symptome rasch ab.

Zahlreiche Ursachen kommen in Frage

In manchen Fällen hält das Brennen und Jucken aber an. Nicht selten klagen die Patienten zudem über einen trockenen Mund. Scheiden Ursachen aus, welche in den zahnmedizinischen Bereich fallen, gibt es dermatologische Krankheitsbilder, welche Zungenbrennen auslösen können: Pilzbefall der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
, Herpesinfektionen, Allergien oder die sogenannte Landkartenzunge.

Auffallend häufig fällt das Auftreten der Beschwerden mit dem Beginn der Wechseljahre zusammen, was auf einen hormonellen Einfluss schließen lässt. Auch können Schwangerschaft, Erkrankungen des Stoffwechsels wie Diabetes, Erkrankungen der Speicheldrüsen, Autoimmunerkrankungen wie das Sjörgen-Syndrom oder Probleme mit der Verdauung, darunter die Refluxkrankheit, zu Zungenbrennen führen. Als weiterer möglicher Auslöser kommen die Nebenwirkungen von Arzneimitteln wie ACE-Hemmer und Antidepressiva in Frage. Außerdem können Alkohol und suchterzeugende Medikamente die unangenehmen Symptome auslösen. Die Praxis zeigt, dass oftmals auch ein Zusammenspiel mehrerer Krankheiten und Einflüsse zu einer Glossodynie Glossodynie
Zungenbrennen.
führt.

Gezielt therapieren

Wird eine Erkrankung im zahnmedizinischen oder dermatologischen Bereich, oder eine andere Grunderkrankung als Ursache festgestellt, kann diese gezielt vom jeweiligen Arzt behandelt werden. „Wird hier keine genaue Ursache gefunden, müssen psychische Ursachen in Betracht gezogen werden und eine psychotherapeutische Behandlung einsetzen“, so Hoffmann. Seelische Faktoren, wie Stress, Depression oder Folgen der Wechseljahre können das sogenannte Burning Mouth Syndrom auslösen.
In besonders schweren Fällen ist ein Aufenthalt in einer Klinik möglich, welche sich auf die Behandlung von chronischen Schmerzen spezialisiert hat.

Hilfe für den Alltag

Um das Brennen und Kribbeln etwas zu lindern, ist eine sorgfältige Mundhygiene Mundhygiene
Maßnahmen zur Entfernung von Zahnbelägen mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnstocher, Zahnseide und Wasserstrahlgeräte.
wichtig. Dazu gehört auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Alkohol und Nikotin sollten dagegen vermieden werden, da diese nicht nur lokal zusätzlich reizen sondern auch die Speichelproduktion negativ beeinflussen. Ebenso stark gewürzte und saure Lebensmittel, welche die Mundschleimhaut reizen könnten. Lokal angewendete Lösungen, welche die Mundschleimhaut betäuben, können die Symptome teilweise lindern. Manchen Patienten helfen auch Mundspülungen mir kühlem Salbeitee oder Salzwasser.