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Karies weltweit häufigste Krankheit

Zeichen für gesundes Naschen

Beinahe jeder kennt Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
aus eigener Erfahrung, denn dabei handelt es sich um die weltweit am stärksten verbreitete Erkrankung: In Deutschland sind etwa 98 Prozent der Bevölkerung betroffen. Doch Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
ist nicht angeboren, sondern kann mit ein paar Regeln deutlich eingedämmt werden.   

Die Ursachen für Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
sind bekannt: Durch schlechte Zahnpflege und falsche Ernährungsgewohnheiten bilden sich am unteren Zahnrand entlang des Zahnfleisches Beläge aus Mundschleimhautzellen und Speiseresten, sogenannte Plaques. In ihnen nisten sich verschiedene Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
ein und verdauen den Zucker aus der Nahrung zu Säure, die den Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
entkalkt und langsam auflöst. Es kommt zum fauligen Verfall der unter dem Belag liegenden Zahnsubstanz und damit zu einem kariösen Defekt. Solche Kariesherde muss schließlich der Zahnarzt beseitigen und die Löcher schließen. Aus der Plaque Plaque
Weiche, weißliche, schwer abwischbare Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; hauptsächlich bestehend aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker (aus zuckerhaltiger Nahrung) in Säuren um, die die Zahnoberflächen entkalken und so zu einer Kariesbildung führen. Plaque muss daher regelmäßig durch mechanische Zahnreinigung (z.B. Zähneputzen) entfernt werden.
entsteht im Laufe der Zeit durch Anreicherung mit Kalksalzen Zahnstein Zahnstein
Verhärteter Zahnbelag, der sich nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen lässt. Zahnstein entsteht aus bakterieller Plaque, die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Die rauhe Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen des Zahnbelags und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen des Zahnfleischs beteiligt.
, in dem ebenfalls Säure produzierende und damit zahnschädigende Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
sitzen.

Bewährt: Regelmäßiges Zähne putzen

Aufgrund vielfältiger vorbeugender Maßnahmen geht seit einigen Jahren die Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
bei Kindern und Jugendlichen langsam zurück. Denn da die Ursachen bekannt sind, gibt es heute drei wirksame Säulen zur Kariesvorbeugung: regelmäßige gründliche Zahnpflege, vollwertige Ernährung und der Einsatz von Fluoriden in Form von Zahnpasten, Mundspülungen und Spezialgelees.

Kinder und Jugendliche sollten drei Mal täglich nach den Mahlzeiten die Zähne sorgfältig putzen. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen reicht es wenn, Erwachsene morgens den Mund mit einer Fluoridlösung ausspülen. Tagsüber sollten die Zahnzwischenräume nach jeder Mahlzeit mit einer Zwischenraumbürste gesäubert werden. Abends dagegen sollten die Zähne dann mindestens drei Minuten lang gründlich geputzt werden, und zwar immer vom Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
hin zum Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
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Doch Vorsicht – nach säurehaltigen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten oder Cola, die den Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
direkt aufweichen, ist eine Stunde warten vor dem Putzen besser. Denn in der Zwischenzeit kann der Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
seinen Dienst als Puffer tun und den niedrigen pH-Wert neutralisieren. Zusätzlich führt er dem Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
wieder Mineralstoffe zu.

Neue Gefahren für Kinderzähne

Trotz des allmählich sinkenden Kariesvorkommens bei Kindern und Jugendlichen sind deren Zähne bedroht, und zwar vor allem durch die Ernährung. Schon als Kleinkinder bekommen viele stark gezuckerte Nahrung, weich gekochte Speisen müssen ohne Kauen einfach nur geschluckt werden und regen so den zahnstärkenden Speichelfluss kaum an. Später ist der starke Konsum von sauren Getränken wie Cola (pH-Wert 2,3), Limonaden (pH-Wert um 2,5) oder auch den trendigen Alcopops (pH-Wert z.B. 2,25) Gift für die Zähne – sie lösen deutliche Freisetzungen von Calcium und Phosphaten aus dem Schmelz Schmelz
Härteste Substanz des menschlichen Körpers; überdeckt das Dentin der Zahnkrone.
aus.

Neueste Untersuchungsergebnisse lassen vermuten, dass der häufige Verzehr solcher Getränke einen starken erosiven Effekt hat und der Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
nicht mit der Remineralisierung nachkommt. Dauerhafte Schäden – vor allem durch die Kombination mit falschen Ernährungsgewohnheiten und vielen Süßigkeiten - sind vorprogrammiert.

Zahnmännchen mit Schirm weist den Weg zu zahnfreundlichen Naschereien

Süße Leckereien müssen nicht unbedingt eine Gefahr für die Zähne sein. Welche unbedenklich sind, können Verbraucher am Markenzeichen „Zahnmännchen mit Schirm“ der Aktion zahnfreundlich e.V. erkennen. Diese gemeinnützige Verei-nigung aus Wissenschaftlern, Zahnärzten, Ärzten, Kranken-kassen und Industrie sowie Privatpersonen will über Zahngesundheit aufklären und zahngesunde Ernährung fördern. Die mit dem Zahnmännchen gekennzeichneten Süß-waren erhöhen den Säuregehalt im Zahnbelag während des Verzehrs und auch in den folgenden 30 Minuten kaum oder gar nicht, so dass sie den Zähnen nicht schaden. Solche Naschereien sind also eine zahngesunde Alternative.

Karies – eine Zivilisationskrankheit

Die Löcher in den Zähnen sind ganz klar ein Problem der westlichen Industrienationen. Deutlich wird dies durch eine Beobachtung der europäischen Länder nach dem zweiten Weltkrieg: Während des Krieges trat Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
nur begrenzt auf, doch nahm die Erkrankung anschließend mit steigendem Wohlstand und entsprechend geänderten Ernährungsgewohnheiten stark zu. Auch heute haben Völker wie Eskimos oder Massai, die hauptsächlich naturbelassene Lebensmittel verzehren, kaum Probleme mit Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
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Grund hierfür ist, dass ihre Nahrung eher geringe Mengen niedermolekularer Kohlenhydrate wie Zucker enthält. Auch die Häufigkeit des Essens spielt für die Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
eine Rolle – da hierzulande viele Menschen oft zwischendurch etwas Kleines essen, sind ihre Zähne viel häufiger Säureattacken ausgesetzt als solche Völker, die nur wenige Mahlzeiten am Tag verzehren. Die Konsequenz daraus sollte sein: Die Anzahl von Zwischenmahlzeiten und den Konsum zuckerhaltiger Getränke zwischen den Hauptmahlzeiten einschränken. Dann hat auch die Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
viel weniger Chancen.

Links zum Thema

Aktion zahnfreundlich e.V.

www.zahnmaennchen.de