Der Bohrer beim Zahnarzt hat auch heute trotz zumeist schmerzfreier Behandlung seinen Schrecken nicht verloren. Allein das Geräusch lässt viele Patienten zusammenzucken. Prof. Dr. Ch. H. Splieth, Spezialist in den Bereichen Kariologie, Prävention und Kinderzahnheilkunde der Universität Greifswald erläutert in einem Interview mit proDente mögliche Alternativen der Kariesbehandlung.
Welche Alternativen zur Kariesbehandlung mit dem Bohrer gibt es?
Seit einiger Zeit kann Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
auch mit einem speziellen Gel chemomechanisch aufgelöst und dann weggesprüht werden. Diese Methode kann das Bohren zur Kariesentfernung bei Milchzähnen und kleineren kariösen Stellen teilweise ersetzen.
Kariesentfernung mit Lasern oder das Versiegeln von Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
sind zur Zeit noch im Experimentalstadium. Mit antibakteriellen Mitteln wie Chlorhexidin Chlorhexidin
Es wird in vielen Mundwässern und -spülungen verwendet und verringert die Bakterienmenge im Mund. Aber: Längere Anwendung kann den Geschmackssinn beeinträchtigen oder zur Verfärbung der Zähne führen. Diese Beeinträchtigungen gehen nach dem Gebrauch allerdings wieder zurück.
oder Ozon sowie einer besseren Plaqueentfernung und dem Einsatz von Fluoriden, kann Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
inaktiviert das heißt gestoppt werden. Das bereits zerstörte kariöse Gewebe wird dadurch jedoch nicht entfernt.
Wo werden die Methoden heute eingesetzt?
Gerade in der Kinderzahnheilkunde wird viel im Bereich alternativer Maßnahmen zum Entfernen von Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
geforscht. Die Angst vor dem Zahnarzt und der daraus resultierende geringe Kooperation der kleinen Patienten erschweren häufig eine „herkömmliche“ Behandlung. Auch sind die kariösen Stellen bei Milchzähnen meist offen zugänglichen.
Welche der Techniken sind zu empfehlen?
Wie gesagt, die chemomechanische Kariesentfernung mit Hilfe eines speziellen Gels ist wissenschaftlich untersucht und wird bereit angewendet. Mit dem Gel wird Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
angelöst und dann mit Handinstrumenten entfernt. Diese Methode ist durch viele Labor- und Patientenstudien belegt.
Können sie die klassische Kariesbehandlung durch den Hartmetall oder Diamant-Bohrer ersetzen?
Die „klassische“ Kariesbehandlung besteht aus 3 Teilen: Zuerst muss ein Zugang zum Defekt durch den zum Teil intakten Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
geschaffen werden. Dann folgt die Vorbereitung der Füllungskontur mit gesunden, sauberen Rändern. Die ersten beiden Schritte werden üblicherweise mit Diamantschleifern vorgenommen und sind durch alternative Formen der Kariesentfernung nicht zu ersetzen. Nur der sogenannte „Rosenbohrer“ kann durch die chemomechanische Kariesentfernung überflüssig werden. Anstelle von Diamantschleifern können oszillierende Feilen benutzt werden, so dass man auch hier ohne „Bohrer“ auskommen kann.
Gibt es Risiken in den Behandlungsmethoden mit Gel Ozon oder Laser Laser
Kurzwort für Light amplification by stimulated emission of radiation. Gerät zur Erzeugung eines dicht gebündelten Lichtstrahls. Findet in der Zahnmedizin Verwendung: z.B. bei chirurgischen Eingriffen, beim Schweißen von Metallwerkstoffen im Dentallabor, als Schweißlaser in der Prothetik, um besonders bioverträgliche Fügestellen zu erhalten und bei Wurzelkanalaufbereitungen; weniger gebräuchlich beim Präparieren von Schmelz und Dentin.
?
Das Gel sollte ebenso wie der Laserstrahl nicht in die Augen des Patienten oder Zahnarztes gelangen. Ozon ist eigentlich giftig, aber nicht in den kleinen Mengen, die dentale Ozongeräte erzeugen und die auch nur bei Abschluss des Zahnes produziert werden.
Werden diese alternativen Behandlungen von der Krankenkasse übernommen?
Nein, der Patient muss hier mit zusätzlichen Kosten rechnen.
Was genau ist unter einer „schmerzarmen Behandlung“ zu verstehen?
Die Schmerzschwelle und der Wille, Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress
) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren - welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen - herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
zu tolerieren, sind bei jedem Patienten und häufig auch bei den verschiedenen Defekten unterschiedlich. Der Patient merkt immer, dass an seinem Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
gearbeitet wird, was viele Kinder ängstigt und als Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress
) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren - welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen - herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
bezeichnet oder projiziert wird. Behandlungen, die die Mehrheit der Patienten ohne Schmerzausschaltung durch Lokalanästhesie Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung zur Ausschaltung sensibler Nerven (Schmerzausschaltung) eines bestimmten Körpergebietes vor operativen Eingriffen und/oder bei starken Schmerzen. Nur geringe Beeinflussung des Zentralennervensystems. Je nach Art und Technik unterscheidet man die Infiltrationsanästhesie, die Leitungsanästhesie und die Oberflächenanästhesie. Die pharmakologischen Substanzen zur Lokalanästhesie wirken chemisch auf die Leitfähigkeit der Nervenströme.
erträgt, würde ich als schmerzarm ansehen. Dies gilt sicherlich für die chemomechanische Kariesentfernung mit Gel und Handinstrumenten.
