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Was Zahnarzt und Zahntechniker tun können?

Die Untersuchung der Kiefergelenke erfolgt im Gegensatz zu anderen Gelenken nicht durch den Orthopäden, sondern durch den Zahnarzt. Im Rahmen der so genannten klinischen Funktionsanalyse Funktionsanalyse
Auch funktionelle Gebissanalyse genannt. Eingesetzt zur Diagnose bzw. zum Ausschluss von Störungen im Bewegungsablauf des Kausystems und der Feststellung von krankhaften Gewebeveränderungen. Wird unterteilt in klinische Funktionsanalyse (durch eine rein klinische Untersuchung), manuelle Funktionsanalyse (Teil der klinischen Funktionsanalyse) und instrumentelle Funktionsanalyse (Untersuchung mit technischen Hilfsmitteln (z.B. Gesichtsbogen, Artikulator).
werden die Ursachen für die Fehlfunktion ermittelt, der Umfang der Funktionsstörung und die Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress…) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren - welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen - herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
auslösenden Strukturen erfasst, sowie Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne analysiert.

Neben Röntgenaufnahmen kann die Modellanalyse im Kausimulator (Artikulator Artikulator
Technisches Gerät, mit dem die Unterkieferbewegungen simuliert werden soll. Dazu werden Ober- und Unterkiefermodell im Gerät montiert. Es dient der Diagnostik bei Verzahnungsproblemen und der Herstellung von Zahnersatz. Unterschiedliche Artikulator-Typen erlauben eine teilweise oder vollständige Einstellung des Gerätes auf die Verhältnisse des Patienten.
) notwendig werden. In Sonderfällen unterstützen die Magnetresonanztomografie (MRT) zur Darstellung des Gelenkinneren oder die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) den Behandler bei der Feststellung der richtigen Diagnose Diagnose
Bezeichnet das Erkennen und Feststellen einer Krankheit.
.

Muskelschmerzen wie in Rücken und Nacken

Ähnlich wie bei Beschwerden im Rücken oder Nacken können auch in der Kaumuskulatur Kaumuskulatur
Bezeichnet die Muskeln, die zur Unterkieferbewegung benötigt werden: Teile der Hals-, Nacken, Schulter-, Mundboden- und Gesichtsmuskulatur.
, Verspannungen zu Schmerzen führen. Im Rahmen der Funktionsanalyse Funktionsanalyse
Auch funktionelle Gebissanalyse genannt. Eingesetzt zur Diagnose bzw. zum Ausschluss von Störungen im Bewegungsablauf des Kausystems und der Feststellung von krankhaften Gewebeveränderungen. Wird unterteilt in klinische Funktionsanalyse (durch eine rein klinische Untersuchung), manuelle Funktionsanalyse (Teil der klinischen Funktionsanalyse) und instrumentelle Funktionsanalyse (Untersuchung mit technischen Hilfsmitteln (z.B. Gesichtsbogen, Artikulator).
werden schmerzhafte Gebiete der beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder durch Palpation (lat.: Abtasten) oder Belastungstests ermittelt. Weiterhin wird der Bewegungsumfang des Unterkiefers bei Mundöffnung und Seitwärtsbewegungen gemessen. Eventuelle Bewegungseinschränkungen werden notiert.

Kiefergelenke im Fokus

Besonderes Augenmerk gilt der Funktion der Kiefergelenke. Neben der Prüfung der Schmerzhaftigkeit der Gelenkkapsel werden auftretende Geräusche festgehalten und vorhandene Abweichungen oder Hindernisse bei der Bewegung des Kiefergelenkköpfchens auf der Gelenkbahn ermittelt. Schließlich werden die Kontaktverhältnisse der Zähne des Ober- und Unterkiefers im Munde untersucht.

Fehlkontakte durch schleifen beheben

Anhand der Untersuchungsergebnisse legt der Zahnarzt die therapeutischen Maßnahmen fest. Liegt der Grund für die Fehlfunktion in den unzureichenden Kontakten zwischen den Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers wird der Zahnarzt durch Einschleifen Einschleifen
Maßnahme zur Harmonisierung der Verzahnung und funktionalen Kieferbewegung; durch Substanzabtrag (Schleifvorgang) an den Kauflächen der Ober- und/oder Unterkieferzähne. Kann im natürlichen oder im künstlichen Gebiss erfolgen.
diese Fehlkontakte beheben. Auch funktionsgerecht hergestellter Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
kann hier gute Dienste leisten. Anhand der Angaben über die genauen Bissverhältnisse aus der Funktionsanalyse Funktionsanalyse
Auch funktionelle Gebissanalyse genannt. Eingesetzt zur Diagnose bzw. zum Ausschluss von Störungen im Bewegungsablauf des Kausystems und der Feststellung von krankhaften Gewebeveränderungen. Wird unterteilt in klinische Funktionsanalyse (durch eine rein klinische Untersuchung), manuelle Funktionsanalyse (Teil der klinischen Funktionsanalyse) und instrumentelle Funktionsanalyse (Untersuchung mit technischen Hilfsmitteln (z.B. Gesichtsbogen, Artikulator).
des Zahnarztes fertigt der Zahntechnikermeister einen funktionsgerechten Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
. Der so sachgerecht eingesetzte Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
führt in der Regel zu einer schnellen Beseitigung der Beschwerden des Patienten.

Parafunktionen

Sind die Beschwerden des Patienten aber durch sogenannte „Parafunktionen“ wie Knirschen Knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
oder Reiben verursacht, müssen weitere Maßnahmen erfolgen. Auslöser für solche Fehlfunktionen sind häufig Stressfaktoren. Hier kommen Knirscherschienen, dünne Kunststoffschienen, zum Einsatz, die meist nachts getragen werden. Eine Anti-Stress-Therapie kann ebenfalls helfen.