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Viele Ursachen - schwierige Diagnose

Weder ist der Begriff sonderlich populär noch geht er einfach über die Zunge Zunge
Auch Lingua oder Glossa; von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen: ist ein Tastorgan, durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt, wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder -wurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen (Erhabenheiten der Schleimhaut), wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Großteil der Seitenränder ständig "natürlich" gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess.
: die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD CMD
kranio-mandibuläre Dysfunktion: Funktionsstörung des Kopf-(kranio)/ Unterkiefer-. (mandibula) – Bereichs; Sammelbezeichnung für eine Vielfalt von Erkrankungen des Kausystems mit Symptomen im Kopf-Hals-Nackenbereich.
) ist ein wahrer „Zungenbrecher“. Dabei ist die CMD CMD
kranio-mandibuläre Dysfunktion: Funktionsstörung des Kopf-(kranio)/ Unterkiefer-. (mandibula) – Bereichs; Sammelbezeichnung für eine Vielfalt von Erkrankungen des Kausystems mit Symptomen im Kopf-Hals-Nackenbereich.
keine exotische Krankheit, die nur einige wenige Menschen betrifft. Vielmehr tritt die „Fehlstellung der Kiefergelenke“ überaus häufig in Erscheinung.

Nun hat nicht jeder Mensch, der Kopfschmerzen kennt, eine CMD CMD
kranio-mandibuläre Dysfunktion: Funktionsstörung des Kopf-(kranio)/ Unterkiefer-. (mandibula) – Bereichs; Sammelbezeichnung für eine Vielfalt von Erkrankungen des Kausystems mit Symptomen im Kopf-Hals-Nackenbereich.
. Dennoch lohnt sich bei stetig wiederkehrenden Schmerzen häufig der Gang zum Zahnarzt. Doch für viele Patienten ist der Gang zum Zahnmediziner erst das Ende einer Reihe von langwierigen Diagnosen. Warum ist das so?

Schneller Befund wird erschwert

Das Krankheitsbild hat einige tückische Eigenheiten. So präsentieren sich eine Reihe von auslösenden und fördernden Faktoren, die einen schnellen Befund erschweren. Das führt dazu, dass Patienten mit chronischen Beschwerden häufig eine Reihe von verschiedenen Fachärzten aufsuchen, bevor der Rat eines Zahnmediziners eingeholt wird. In diesem meist langjährigen Zeitraum haben die Patienten dann eine Vielzahl einzelner Diagnosen gestellt bekommen.

Eine Ursache: Stress

Jeder von uns reagiert anders auf übermäßigen Stress. Manche Menschen bekommen ein Magengeschwür, andere Bluthochdruck.
Manche Menschen knirschen knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
mit den Zähnen. Stress, so wird heute allgemein angenommen, ist die Hauptursache für das Zähneknirschen.
Weitere Gründe können eine Fehlstellung des Bisses und fehlerhafte Zahnkontakte sein. Oft führen fehlende Zähne, die nicht ersetzt werden zu umfangreichen Funktionsstörungen. Bereits ein fehlender Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
belastet das ausgewogene Verhältnis der Zahnreihen, der Kaumuskulatur Kaumuskulatur
Bezeichnet die Muskeln, die zur Unterkieferbewegung benötigt werden: Teile der Hals-, Nacken, Schulter-, Mundboden- und Gesichtsmuskulatur.
und des Kiefergelenkes. Die Nachbarzähne kippen in die Lücke hinein und werden schief oder wachsen aus dem Kiefer heraus, weil der Gegenzahn fehlt. Die Bissverhältnisse stimmen nicht mehr und die Belastungen im Kiefer verändern sich. Hier kann funktionsgerecht hergestellter Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
schnell Abhilfe schaffen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechnikermeister vor Ort ist in diesen speziellen Fällen von großer Bedeutung.

Bei einer normalen Funktion des Kauorgans befinden sich die Zähne zum Kauen oder beim Schlucken im Verlaufe des Tages ca. 30 Minuten miteinander in Kontakt. In der verbleibenden Zeit kann sich die Kaumuskulatur Kaumuskulatur
Bezeichnet die Muskeln, die zur Unterkieferbewegung benötigt werden: Teile der Hals-, Nacken, Schulter-, Mundboden- und Gesichtsmuskulatur.
entspannen, die Zähne berühren sich nicht. Weitere Ursachen für diese Beschwerden können Angewohnheiten sein, die die Kaumuskulatur Kaumuskulatur
Bezeichnet die Muskeln, die zur Unterkieferbewegung benötigt werden: Teile der Hals-, Nacken, Schulter-, Mundboden- und Gesichtsmuskulatur.
dauerhaft überlasten oder eine unnatürliche Stellung des Unterkiefers verursachen. Dazu gehören das Kauen auf Fingernägeln oder Schreibgeräten, übermäßiges Kaugummikauen, das Schlafen auf dem Bauch oder eine häufige Fehlhaltung des Kopfes. Beschwerden treten auch infolge einer schlechten Sitzhaltung auf und gehen in der Regel mit spürbaren Verspannungen im Bereich der Nackenmuskulatur einher.

Schließlich können auch traumatische Einflüsse, wie ein Schlag auf das Kinn, ein Schleudertrauma, lang andauerndes Mundöffnen beim Zahnarzt oder bei einer Intubationsnarkose Intubationsnarkose
Narkoseart, bei welcher das Narkose-(Luft-)Sauerstoff-Gas entweder durch den Mund (orotracheal) oder durch die Nase (nasotracheal) mittels eines Gummirohrs ("Trachealtubus", "Guedel-Tubus"; "Intubation") über die Luftröhre der Lunge zugeführt wird. Standardverfahren bei der Allgemeinbetäubung.
zu den oben beschriebenen Beschwerden führen.

Zähne nutzen sich extrem ab

Die Folge des „Bruxismus“, wie das Zähneknirschen in der Fachsprache auch genannt wird, ist die übermäßige Abnutzung und Verletzung der Zähne. Dadurch kann der Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
zerstört werden, die Zähne werden empfindlich. Anzeichen für diese Angewohnheit ist die oft deutlich sichtbare Abnutzung der Zähne (erste Anzeichen finden sich oft im Bereich der Eckzahnspitzen und der Schneidekanten der Frontzähne Frontzähne
Sind die je 4 Schneide- und 2 Eckzähne des Ober - und Unterkiefers; sprich die sichtbaren Zähne beim normalen Sprechen.
).

Bei nächtlichem Knirschen Knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
fühlt sich der Kiefer morgens nach dem Aufwachen oft steif und ermüdet an, die Mundöffnung ist eingeschränkt. Wenn sich die Beschwerden über den Tag verschlimmern, knirschen knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
Sie auch am Tage unbewusst mit den Zähnen. Außerdem können durch die hohe Belastung während des Knirschens Beschwerden in den Kiefergelenken und der Kaumuskulatur Kaumuskulatur
Bezeichnet die Muskeln, die zur Unterkieferbewegung benötigt werden: Teile der Hals-, Nacken, Schulter-, Mundboden- und Gesichtsmuskulatur.
auftreten.