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Wenn die Zähne auf Herz gehen

Zahnstein Zahnstein
Verhärteter Zahnbelag, der sich nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen lässt. Zahnstein entsteht aus bakterieller Plaque, die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Die rauhe Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen des Zahnbelags und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen des Zahnfleischs beteiligt.
entfernen, Implantate einsetzen, Weisheitszähne Weisheitszähne
Die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen.
ziehen: Diese Aufgaben gehören zwar zum „täglichen Brot“ des Zahnarztes, sie sind aber noch längst nicht alles. Er muss sich außerdem mit verschiedensten Erkrankungen beschäftigen, die Wechselwirkungen auf das Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
haben können.

Zahlreiche Menschen knirschen knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
und pressen nachts mit den Zähnen. Die Ursache sind oft psychische Belastungen wie Stress. So werden Probleme buchstäblich immer und immer wieder durchgekaut. Wer auf Dauer mit den Zähnen knirscht, kann seinem Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
großen Schaden zufügen: Nicht nur der Schlaf wird gestört, auch Zahnschäden und Spannungsschmerzen in Kopf, Kiefer und Schultern und sogar Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen) können die Folge sein.

Aufgabe des Zahnarztes ist es, frühzeitig erste Abnutzungserscheinungen am Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
wahrzunehmen. Er kann die Symptome mit Hilfe einer Kauschiene, die die Zähne und das Kiefergelenk Kiefergelenk
Vielseitigstes Körpergelenk, da es sowohl Dreh- als auch Gleitbewegungen ausführen kann. Es befindet sich vor dem Ohr und besteht aus einem Kiefergelenkköpfchen (Gelenkfortsatz des Unterkiefers) und einer Kiefergelenkpfanne an der Schädelbasis. Dazwischen befindet sich eine Faserknorpelscheibe.
entlastet und so das unerwünschte Knirschen Knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
und Pressen verhindert, lindern. Je nach dem Schweregrad kann er dem Patienten eine spezielle Physiotherapie zur Lockerung der Kiefermuskeln verschreiben oder ihm autogenes Training und Entspannungsübungen empfehlen. In schweren Fällen wird er dem Patienten zu einer Psychotherapie raten.

Frühzeitige Diagnose beim Mundhöhlenkrebs entscheidend

Eine besondere Rolle kommt dem Zahnarzt im Kampf gegen den Mundhöhlenkrebs zu. Die aggressive Krebsart kommt am häufigsten im Bereich des Mundbogen oder am Zungenrand vor und macht sich im Anfangsstadium durch weißlich-rötliche Verfärbungen bemerkbar. Entdeckt der Zahnarzt solch krankhafte Veränderungen der Mundschleimhaut frühzeitig, sind gute Heilungschancen gegeben.

Als erstes wird er einen Abstrich veranlassen.  Lautet die Diagnose Diagnose
Bezeichnet das Erkennen und Feststellen einer Krankheit.
„Mundhöhlenkrebs“ bietet nur die Operation eine echte Heilungschance. Diese ist Sache des Kieferchirurgen, welcher dabei etwa einen Zentimeter in die gesunde Umgebung hineinoperieren muss, um alle vorhandenen Krebszellen zu entfernen. Meist entsteht dadurch ein relativ großer Defekt, der durch eine Transplantation ausgeglichen werden kann. Ursachen für Mundhöhlenkrebs sind große Mengen an Alkohol, Tabakkonsum und eine schlechte Mundhygiene Mundhygiene
Maßnahmen zur Entfernung von Zahnbelägen mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnstocher, Zahnseide und Wasserstrahlgeräte.
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Schnarch-Therapie-Gerät vom Zahnarzt

Rund zwei Millionen Menschen leiden in der Bundesrepublik unter der sogenannten „obstruktiven Schlafapnoe“. Sie bezeichnet ‚krankmachendes Schnarchen’, welches mit Atemstörungen verbunden ist. Um gezielter gegen das Phänomen Schnarchen anzugehen, setzt die Arbeitsgemeinschaft für angewandte Schlafmedizin (AfaS) zahnmedizinische Erkenntnisse zu Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms ein. Nach der Diagnostik im Schlaflabor, wo krankmachendes Schnarchen vom harmlosen unterschieden werden kann, kann die mildere Form des Syndroms mit einem introoralen Schnarch-Therapie-Gerät in der zahnmedizinischen Praxis behandelt werden. 

Die Behandlung des Syndroms ist dringend angezeigt. Neueste internationale wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen heute übereinstimmend, dass Schnarchen und die damit verbundenen Atmungsstörungen dramatische Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben und sich als besondere Risikofaktoren auch in lebensbedrohlichen Erkrankungen auswirken können.

Parodontitis beeinflusst den gesamten Körper

Zahlreiche Studien und Forschungsprojekte befassen sich heute mit den Wechselwirkungen zwischen der Mundgesundheit und dem Gesamtorganismus des Menschen. Sie belegen, dass Entzündungen im Körper, wie beispielweise am Herzen oder an der Gebärmutter durch Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
aus der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
beeinflusst werden. Die Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
stammen aus Zahnbetterkrankungen, von wo aus sie in die Blutbahn gelangen und an weit entfernten Stellen im Körper eine Entzündung Entzündung
Gewebeschädigung durch mechanische (z.B. Fremdkörper), physikalische (z.B. Hitze, Kälte, UV-Licht), chemische (z.B. bakterielle Gifte, Säuren, Laugen) Reize oder Erreger (Mikroorganismen, Würmer, Insekten) mit den fünf typischen Symptomen: Rötung, Schwellung, Schmerz, Hitze und gestörte Funktion.
auslösen können. In diesem Zusammenhang ist  es für den Zahnarzt  sehr wichtig, über Allgemeinerkrankungen des Patienten informiert zu sein.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass Patienten, welche an Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
erkranken, ein erhöhtes Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden. An den Gefäßen, welche von Arterienverkalkungen betroffen waren, konnten Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
nachgewiesen werden, welche sonst ausschließlich in entzündeten Zahnfleischtaschen vorkommen.

Auch Diabetiker scheinen von den Wechselwirkungen betroffen zu sein. Jüngste Studien zeigen, dass erfolgreiche Parodontitisbehandlungen postitive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben. Umgekehrt ist bei schwangeren Frauen mit einer unbehandelten Zahnbetterkrankung das Risiko einer Frühgeburt um das Siebenfache erhöht. 

Als bester Garant gegen ein Entzündung Entzündung
Gewebeschädigung durch mechanische (z.B. Fremdkörper), physikalische (z.B. Hitze, Kälte, UV-Licht), chemische (z.B. bakterielle Gifte, Säuren, Laugen) Reize oder Erreger (Mikroorganismen, Würmer, Insekten) mit den fünf typischen Symptomen: Rötung, Schwellung, Schmerz, Hitze und gestörte Funktion.
des Zahnfleisches gilt noch immer das regelmäßige und gründliche Zähnputzen. Außerdem verhindern Hilfsmittel wie Zahnseide Zahnseide
Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen. Zahnseide sollte einmal pro Tag zusätzlich zur Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste verwendet werden.
, Zwischenraum-Bürsten und Mundspüllösungen Mundspüllösungen
Spülungen der Mundhöhle mit desinfizierenden Zusätzen wie Chlorhexidin, zur Verminderung der Keimzahl, wenn z.B. nach chirurgischen Eingriffen die normale Mundhygiene (Zähneputzen) vorübergehend erschwert ist.
das Enstehen von Entzündungen.