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Krebs im Mund ist heilbar

Mit dem Besuch beim Zahnarzt verbinden die meisten Menschen das Ausbessern von kariesbefallenen Zähnen, das Einsetzen von Kronen und das Entfernen von Zahnstein Zahnstein
Verhärteter Zahnbelag, der sich nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen lässt. Zahnstein entsteht aus bakterieller Plaque, die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Die rauhe Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen des Zahnbelags und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen des Zahnfleischs beteiligt.
. Meist sind dies ja auch die Gründe, welche die Patienten auf den Zahnarztstuhl bringen. Manchmal wird ein Routinebesuch beim Zahnarzt aber zu einem lebenseinschneidenden Moment. Nämlich dann, wenn der Zahnarzt die mögliche Diagnose Diagnose
Bezeichnet das Erkennen und Feststellen einer Krankheit.
Mundhöhlenkrebs in Betracht zieht.

In Deutschland erkranken jährlich rund 10.000 Menschen an Mundhöhlenkrebs, weltweit seht er an sechster Stelle der am stärksten verbreiteten, bösartigen Erkrankungen. Besonders betroffen sind Männer unter 50 Jahren. Die aggressive Krebsart kommt am häufigsten im Bereich des Mundbogen oder am Zungenrand vor. Sie macht sich meist nur durch eine Zunahme der Größe des Geschwürs, nicht aber durch Schmerzen bemerkbar, weshalb die Betroffenen viel zu spät zum Arzt gehen. Die Folge ist, dass mehr als die Hälfte der Erkrankten binnen fünf Jahren stirbt.

Mangelhafte Mundhygienik begünstigt Tumorbildung

Risikofaktoren sind neben unmäßigem Alkohol- und Tabakkonsum, eine ungenügende Mundhygiene Mundhygiene
Maßnahmen zur Entfernung von Zahnbelägen mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnstocher, Zahnseide und Wasserstrahlgeräte.
und ein zu geringer Verzehr von Obst und Gemüse. Es wird angenommen, dass Alkoholkonsum in hochprozentiger Form über eine Verminderung der Speichelproduktion und eine direkte Schädigung der Mundschleimhaut dem Krebs den Weg bereitet.

Wird die krankhafte Veränderung der Mundschleimhaut frühzeitig entdeckt, sind gute Heilungschancen gegeben. Eine entscheidende Rolle spielt hier die regelmäßige halbjährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. Er untersucht die Schleimhaut auf verdächtige rote und weiße Flächen, welche sich nicht wegwischen lassen. Sie sind die Vorstufe von Mundhöhlenkrebs. Später entsteht an der Stelle ein Geschwür, dessen Ränder häufig wie ein Blumenkohl wuchern. Es kann leicht bluten und verursacht im fortgeschrittenen Stadium Schmerzen.

Entdeckt der Zahnarzt die weißlich-rötlichen Verfärbungen, wird er als Erstes einen Abstrich veranlassen.  Lautet die Diagnose Diagnose
Bezeichnet das Erkennen und Feststellen einer Krankheit.
„Mundhöhlenkrebs“ bietet nur die Operation eine echte Heilungschance. Diese ist Sache des Kieferchirurgen, welcher dabei etwa einen Zentimeter in die gesunde Umgebung hineinoperieren muss, um alle vorhandenen Krebszellen zu entfernen. Meist entsteht dadurch ein relativ großer Defekt, der durch eine Transplantation ausgeglichen werden kann.

Neues Abstrichverfahren

Eine Arbeitsgruppe der Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Plastische Chirurgie an der Universität Leipzig hat eine neue Methode zur Früherkennung von Tumoren des Mund-Rachen-Raums entwickelt. Es handelt sich um ein einfaches Abstrichverfahren, welches operative Eingriffe zur Probeentnahme ersetzen soll. Mit Hilfe einer kleinen Bürste werden mit leicht kreisenden Bewegungen Zellen aus der obersten Schicht einer verdächtig erscheinenden Stelle im Mund entnommen. Anschließend wird die DNA untersucht.

Diese Abstrichmethode könnte in naher Zukunft, ähnlich der Routineuntersuchung bei Frauen durch den niedergelassenen Gynäkologen, in die Hände des niedergelassenen Zahnarztes gegeben werden.