Erkrankungen beeinflussen Wahl des Zahnersatzes
Sind die eigenen Zähne durch zahnerhaltende Maßnahmen wie zum Beispiel Füllungen alleine nicht mehr zu erhalten, berät der Zahnarzt kompetent über festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
. „Ein wichtiger Teil der Patientenberatung nimmt dabei die Besprechung der medizinischen Gründe ein, die gegen eine bestimmte Therapie sprechen“, erklärt Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer und proDente-Experte.
„Wir sprechen dabei von den sogenannten Kontraindikationen.“ In zunehmendem Maße wird auch der Zahntechnikermeister vor Ort mit in diese Beratung einbezogen. Hierbei geht es meistens um die zur Verwendung kommenden Materialien und die Verwirklichung der ästhetischen Wünsche des Patienten.
Kronen, Brücken und Prothesen: die Klassiker
Die künstliche Überkronung eines einzelnen Zahnes mit Metall oder Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
nach vorherigem Beschleifen des Zahnes kann seine Funktionstüchtigkeit auf lange Sicht wiederherstellen. Altbewährt ist die Versorgung mit Brücken bei Lücken von zwei bis drei fehlenden Zähnen. Hier werden geeignete Nachbarzähne als Pfeilerzähne benötigt. Der Nachteil: Sind die die Lücke begrenzenden Zähne karies- karies-
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
und sogar füllungsfrei, muss beim Beschleifen viel gesunde Zahnsubstanz geopfert werden.
Bei größeren Lücken sollte wegen einer zu hohen Belastung und einer vorhersehbaren Schädigung der Nachbarzähne von einer Brücke Brücke
Im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke von einem gesunden Zahn über eine Zahnlücke hin zum nächsten Zahn. Brückenglieder ersetzen die fehlenden Zähne, die Nachbarzähne werden dabei als tragende Pfeiler genutzt.
abgeraten werden. Eine mit Klammern befestigte Teilprothese Teilprothese
Sie besteht aus künstlichen Zähnen, die an einer Prothesenbasis befestigt sind. Teilprothesen sind herausnehmbar und über Verankerungselemente mit den übrigen Zähnen verbunden. Bei Modellgußprothesen geschieht die Verankerung über Klammern. Bei Kombinationsarbeiten wird der herausnehmbare Teil über Geschiebe an den überkronten Ankerzähnen befestigt.
kann sich da als Lösung anbieten, zeichnet sich aber durch eine unbefriedigende Ästhetik und mittelmäßige Festigkeit des Zahnersatzes aus.
Hochwertiger sind dagegen sogenannte Teleskop-Prothesen, die ohne Klammern befestigt werden und sich gut pflegen lassen. Der technische Aufwand bei ihrer Herstellung spiegelt sich leider in den vergleichsweise hohen Kosten wider und die benötigten Zähne für die teleskopierende Verankerung müssen beschliffen werden. Die klassischerweise als „die Dritten“ bezeichneten herausnehmbaren Totalprothesen kommen bei kompletter Zahnlosigkeit zum Einsatz. Nachteile können dabei häufig Druckstellen und Knochenschwund sein, der in der Folge zu einem wackeligen Sitz der Prothese Prothese
Künstlicher Ersatz von fehlenden Zähnen. Im engeren Sinne versteht man darunter herausnehmbaren Zahnersatz. Bei Teilprothesen sind noch eigene Zähne vorhanden, an denen die Ersatzzähne befestigt werden. Durch Totalprothesen werden alle Zähne eines oder beider Kiefer ersetzt. Siehe auch Kombinationsarbeit.
führen kann. Mit sogenannten Unterfütterungen der Prothesen kann der Fachmann den passgenauen Sitz wiederherstellen, denn nur so kann man mit den Prothesen gut kauen und ein sicherer Halt ist gewährleistet.
Implantate: Optimal in Ästhetik und Funktion
Zahnkronen aus Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
auf einer operativ eingesetzten künstlichen Zahnwurzel Zahnwurzel
Sie dient der Verankerung der Zähne im Kiefer. An der Wurzelspitze treten Nerven und Gefäße in den Wurzelkanal ein. Die Wurzel bildet sich bei der Zahnentwicklung zuletzt und bewirkt durch ihr Wachstum den Zahndurchbruch.
(Implantat Implantat
In der Zahnmedizin: künstliche Zahnwurzel im Kiefer zum Ersatz eines fehlenden Zahnes, an der eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt werden kann.
) sind heute selbst von einem Fachmann kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Schwere Allgemeinerkrankungen können unter Umständen allerdings dabei zum Hindernis werden. Für den schlecht eingestellten Diabetiker zum Beispiel kann implantierter Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
aufgrund der gestörten Wundheilung zum Problem werden. Dazu kommt, dass er aufgrund einer diabetes-bedingten verminderten Immunabwehr ein höheres Risiko trägt, an einer Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
zu erkranken. Die gleichen Erreger können auch künstliche Zahnwurzeln befallen und das Implantat Implantat
In der Zahnmedizin: künstliche Zahnwurzel im Kiefer zum Ersatz eines fehlenden Zahnes, an der eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt werden kann.
kann sich - wie die natürlichen Zähne auch – lockern.
Osteoporose
Eine Verringerung der Knochendichte, Osteoporose, kann sich auch am Kieferknochen zeigen und eine Implantation erschweren, genauso wie andere Knochenerkrankungen. Gegenanzeigen sind ebenfalls Bluterkrankungen und eine erhöhte Blutungsneigung, etwa bei einer Makurmar-Medikation. Im Einzelfall können sich hier allerdings der behandelnde Zahnarzt gemeinsam mit dem Hausarzt oder Internisten des Patienten über die geplante Therapie beraten. Als absolute Kontraindikationen für die Implantation künstlicher Zahnwurzeln sind schwere Herz- und Kreislaufkrankheiten und chronische Störungen des Immunsystems zu betrachten, sowie die Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken. Ein erhebliches Risiko besteht auch bei Tumorerkrankungen und deren Bekämpfung mittels medikamentöser, Strahlen- oder Chemotherapie. Nicht zuletzt können Nikotin-Missbrauch, mangelhafte Mundhygiene Mundhygiene
Maßnahmen zur Entfernung von Zahnbelägen mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnstocher, Zahnseide und Wasserstrahlgeräte.
und psychische Störungen eine erfolgreiche Implantation in Frage stellen, zumindest jedoch ist bei einer gewünschten Versorgung mit Implantaten in den Fällen eine weitreichende Umstellung der Lebensgewohnheiten notwendig. Bei nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus Bruxismus
Fachbegriff für Zähneknirschen und Aufeinanderpressen der Zahnreihen.
) ist die Verwendung von Vollkeramik als Werkstoff wenig zu empfehlen, da es zu Abplatzungen und Brüchen aufgrund der beim Knirschen Knirschen
Unbewusstes Reiben der Kauflächen der Oberkieferzähne gegen die Kauflächen der Unterkieferzähnen teilweise mit starkem Druck; in der Regel nachts beim Schlafen, stressbedingt. Folgen können Abnutzungserscheinungen an der Zahnhartsubstanz, Schäden am Zahnhalteapparat sowie Muskel- und Kiefergelenkschmerzen sein. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit einer Knirscherschiene.
entstehenden Kräfte kommen kann. Für jede Art von Material, für jeden in Frage kommenden Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
aber gilt: Lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Zahnmediziner beraten.
