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Wenn die Spucke wegbleibt

Mundtrockenheit kann viele Ursachen haben. Wenn einem bei Stress – beispielsweise Prüfungsangst – der Mund trocken wird, ist das nur vorübergehend. Wer allerdings mehrere Tage lang immer wieder einen trockenen Mund hat, sollte beim Zahnarzt oder einem Oralchirurgen die Ursachen abklären lassen.

In einer einfachen, schmerzfreien Untersuchung werden die Speicheldrüsen sanft massiert und so auf ihre Funktion hin überprüft. Es gibt auch die Möglichkeit, mit ganz feinen Sonden in die Speichelkanäle hineinzuschauen. Dort können sich Ablagerungen bilden, die zu Mundtrockenheit, Schmerzen und Entzündungen führen können. Eine Röntgenuntersuchung verschafft Klarheit über eventuell vorhandene Verstopfungen der Speichelausführungsgänge durch Speichelsteine.

Medikamente können trockenen Mund verursachen

Ganz andere Ursachen für einen trockenen Mund sind zum Beispiel Nebenwirkungen einiger Medikamente, wie Bluthochdruckmittel und Psychopharmaka. „Es gibt in Deutschland inzwischen über 400 Medikamente, die als Nebenwirkung Mundtrockenheit auslösen“, so ProDente-Experte und Zahnarzt Joachim Hoffmann. Auch Magen-Darm-Erkrankungen und hormonelle Störungen können den Speichelfluss hemmen.