Kleiner Wegweiser durch die Welt der Zahnfüllungen
Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
? Da kann der Zahnarzt helfen. Er entfernt die zerstörte Zahnsubstanz und füllt fachgerecht. Aber womit? Das jeweils „richtige“ Material müssen Patient und Zahnarzt – auf den individuellen Fall zugeschnitten - gemeinsam aussuchen.
Möglichst unauffällig, haltbar, gesund und vor allem preiswert soll der Stoff sein, der die leere Stelle im Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
einnimmt. Aber: Den „Alleskönner“ unter den Materialien gibt es nicht, vielmehr eine Gruppe unterschiedlicher „Spezialisten“. Einerseits ist die Materialfrage abhängig von Größe des Lochs und Standort des Zahns. Andererseits sind Biokompatibilität, Härte, Haltbarkeit und Aussehen, aber auch der entsprechende Druck auf den Geldbeutel Kriterien, die eine Entscheidung fordern.
Für den Patienten bleibt es bei der Frage, ob direkte Füllung mit pastenartigen Materialien, Inlay Inlay
Im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Versorgung eines Zahndefektes ( s. a. Gußfüllung).
(fertige Einlage) oder Onlay Onlay
Wie das Inlay eine Gussfüllung, die aber die gesamte Kaufläche des wieder herzustellenden Zahns einschließlich der Höckerspitzen ersetzt. Auch das Onlay wird im Dentallabor gefertigt.
(fertig kombinierte Ein- und Auflage) das Mittel der Wahl ist. Hier sind der Sachverstand des Zahnarztes und – bei In- und Onlays – das zahntechnische Handwerk gefordert. Aber dann wird es in der Entscheidung auch schon komplizierter.
Amalgam
Die Mischung aus Quecksilber Quecksilber
Chemisches Element, welches bei Raumtemperatur flüssig ist und zu einem Teil verdampft (Dämpfe sind giftig). Bildet mit anderen Metallen (außer Eisen) Legierungen, sogenannte Amalgame (Silber-Kupfer-Quecksilber-Legierung). In der Füllungstherapie werden heute nur noch Silberamalgame verwendet. Die Quecksilberaufnahme in den menschlichen Körper erfolgt über fast alle Nahrungsmittel.
und anderen Metallen, wird seit 150 Jahren verwendet. Fast genau so alt ist die immer wieder auftauchende Kritik gegen diesen kostengünstigen, für mittelgroße „Löcher“ vor allem im Seitenzahnbereich geeigneten und vom Zahnarzt direkt und schnell verwendbaren Füllstoff. Haltbar sind die Füllungen zum Teil über zehn Jahre. „Einen völlig gleichwertigen Ersatz“, so stellt die Stiftung Warentest fest, gibt es bisher nicht. Auch keinen Grund für einen generellen Verzicht, meinen die Berliner Verbraucherberater. Nur in den „äußerst seltenen Fällen“ von Allergien sollte das sich öfter dunkel verfärbende Metall nicht verwendet werden.
Komposite
Hinter diesem Begriff verbergen sich zahnfarbene, stabile Kunststofffüllungen, die sich in erster Linie für Erstversorgungen bei kleinen und mittleren Defekten im Frontzahnbereich, aber auch bei Backenzähnen eignen. Die mittels Ätz-Klebetechnik verankerte Füllung hält etwa vier bis sechs Jahre, schrumpft allerdings und muss zur Vermeidung von Randspalten sehr gut verarbeitet werden.
Kompomer
Kompomere sind eine Mischung aus dem mineralischen Glas-Ionomer-Zement Ionomer-Zement
Zahnhartsubstanz, die die Oberfläche der Zahnwurzel überzieht.
und Komposit Komposit
Zahnfarbenes, stabiles Füllungsmaterial, das sich aus mehreren Komponenten (Kunststoffe, in die besonders aufbereitete mikrofeine Glas- und Quarzteilchen eingelagert sind) zusammensetzt. Komposite werden vor allem im Frontzahnbereich, mit einigen Einschränkungen auch für Füllungen in Backenzähnen eingesetzt. Das Material wird mit dem Zahnbein und dem Zahnschmelz verklebt und in der Regel mit einem Speziallicht gehärtet.
, eignet sich bei Defekten an Milchzähnen und Zahnhalsfüllungen. Die ständige Zugabe von Fluoriden verringert das Risiko von Randspaltenkaries.
Relativ neu ist ein Gemisch aus Kunststoff und Glas, hat ähnliche Eigenschaften wie Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
. Es soll laut Herstellerangaben bei Aushärtung nur wenig schrumpfen, ist belastbar und soll sehr bioverträglich sein.
Goldgussinlays
Die beste Alternative zum Amalgam Amalgam
Füllungsmaterial, das neben Silber und Quecksilber andere Metalle, wie Zinn und Kupfer enthält. Amalgam wird seit etwa 150 Jahren weltweit in der Zahnmedizin verwendet.
. Gute Verträglichkeit und hohe Haltbarkeitkeit – 10 bis 15 Jahre – sind die Merkmale, die diese vom Zahntechniker mit hoher Perfektion hergestellten und deshalb nicht billigen Werkstücke auszeichnen. Sie eignen sich für alle Schäden, vorrangig für größere Kavitäten in Backenzähnen.
Die im Vergleich zum Goldguss teureren, auch für größere Füllungen geeigneten Galvano-Gold-Keramikinlays Galvano-Gold-Keramikinlays
Es ist das dehnbarste aller Metalle und ist sehr widerstandsfähig gegen Säuren. Aufgrund seiner langen Haltbarkeit wird es oft für Zahneinlagefüllungen (-> Inlay) und Kronen verwendet.
– hergestellt auf einem Modell des ausgebohrten Zahnes, das mit einer dünnen Schicht Gold Gold
Es ist das dehnbarste aller Metalle und ist sehr widerstandsfähig gegen Säuren. Aufgrund seiner langen Haltbarkeit wird es oft für Zahneinlagefüllungen (-> Inlay) und Kronen verwendet.
galvanisiert und anschließend mit einer Schicht Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
überzogen wird – sind eine hochwertige und dauerhafte Lösung.
Keramikinlays
Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
eignet sich für mittelgroße und große Füllungen, sind gut verträglich und werden mit einem Kunststoffkleber eingepasst. Das Ergebnis sind dicht abschließende Ränder und eine perfekte Anpassung an die natürliche Zahnsubstanz. Das sehr harte Material hat natürlich seinen Preis.
Ein spezielles computergesteuertes CAD/CAM-Verfahren fräst Keramik- Keramik-
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
Füllungen aus einem Block hochwertiger Spezialkeramik, die farblich genau an den natürlichen Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
angepasst werden kann. Bei dem sehr schnellen Verfahren erhält man das Inlay Inlay
Im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Versorgung eines Zahndefektes ( s. a. Gußfüllung).
in einer Sitzung.
Die Auswahl zeigt, dass es den „jeweils besten Füllstoff“ durchaus gibt. Noch wichtiger als die Frage des Materials ist allerdings die Qualität der Arbeit von Zahnarzt und Zahntechniker – und nicht zuletzt natürlich die eigene Pflege des frisch reparierten Zahnes.
