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Ohne Rauch eine sichere Sache

Erste Langzeitstudien belegen: Die Lebensdauer von implantatgetragenem Zahnersatz steht der von konventionellen Kronen und Brücken in nichts nach. So zeigt eine Untersuchung über sieben Jahre eine Verweildauer zwischen 93,5 und 98 Prozent. Eine weitere Meta-Studie (hier werden verschiedene Untersuchungen zusammengefasst) ermittelte einen Verbleib von 95 Prozent aller Implantate nach fünf Jahren. Gut für ältere Patienten: Die Ergebnisse unterschieden sich in den verschiedenen Altersgruppen nicht. Sogar Patienten, die über 80 Jahre alt sind, können mit einer erfolgreichen Therapie rechnen.

Ohne Rauch eine sichere Sache

Erste Ergebnisse zu Haltbarkeit von Implantaten

Die Wissenschaftler hatten aber nicht nur die reinen Zahlen im Sinn. Auch die Zufriedenheit der Patienten wurde erhoben. So ermittelten die Forscher bei 104 Patienten mit insgesamt 214 Implantaten nach zehn Jahren, dass 96 Prozent der Befragten mit der phonetischen Funktion ihres Zahnersatzes zufrieden bis hochzufrieden waren. In Bezug auf das Aussehen ihres Zahnersatzes waren gar 97 Prozent der Patienten mit der Ästhetik des Zahnersatzes zufrieden. 93 Prozent der Patienten konnten ihre Implantate problemlos reinigen. 37 Prozent äußerten, dass ihre Implantate besser zu reinigen seien als die eigenen Zähne. Schließlich waren 92 Prozent der Patienten mit der gesamten Therapie rundum zufrieden.

Vergleich zu natürlichen Zähnen

Ein besonderes Gewicht erhalten die Zahlen, wenn man den Verbleib von implantatgetragenem Zahnersatz mit echten Zähnen vergleicht. Nach Daten des Institutes der Deutschen Zahnärzte (IDZ) aus dem Jahre 2006 besitzen die 65- bis 74-jährigen Deutschen noch 13,9 der eigenen Zähne. Unterstellt man eine Verweildauer von rund 60 Jahren in der Mundhöhle, so ergibt sich eine Zehnjahres-Überlebensrate von 91,6 Prozent. Das entspricht einem Verlust von durchschnittlich 0,24 Zähnen pro Jahr. Eine im Vergleich schlechtere Quote.

Raucher gefährden ihre Zahngesundheit

Eine der größten Gefahren für die Einheilung von Implantaten ist das Rauchen. Eine Studie der Universität Kiel und eine japanischen Meta-Studie zeigen: Raucher müssen damit rechnen, dass die künstlichen Zahnwurzeln schlechter einwachsen oder die Einheilung komplett scheitert.

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