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Chirurgische Zahnbehandlungen von A bis Z

Wer an Zahnbehandlungen denkt, dem fallen meist Bohrer, Spritzen, Füllungen und der Geruch von Desinfektionsmittel ein. Neben dem Füllen von karieszerstörten Zähnen und dem Eingliedern von Kronen und Brücken gehören jedoch auch komplizierte chirurgische Eingriffe zu den täglichen Aufgaben eines Zahnarztes. Die chirurgischen Maßnahmen haben vielfältige Funktionen: Sie dienen zur Erhaltung zerstörter Zähne, bereiten den Weg für Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
oder stellen eine verlorengegange Ästhetik im Mund her.

Manchmal ist eine Wurzelspitzenresektion Wurzelspitzenresektion
Begriff aus der zahnärztlichen Chirurgie zur Beseitigung von Entzündungs- oder Zystengewebe im Bereich der Wurzelspitze. Wird durchgeführt, wenn z.B. nach einer Wurzelkanalfüllung weiterhin oder erneut Entzündungen im Bereich der Wurzelspitze auftreten oder wenn ein optimales Abfüllen des Wurzelkanals bis zur Wurzelspitze nicht möglich war. Die Wurzelspitzenresektion erfolgt nach oder während einer Wurzelkanalfüllung; dabei wird die Wurzelspitze operativ freigelegt und neben dem Zysten/Entzündungsgewebe auch noch der unterste Teil der infizierten Wurzel ("Wurzelspitze") entfernt. Wenn erforderlich wird zusätzlich der Wurzelkanal an der abgetrennten Wurzelspitze mit einer Füllung verschlossen “retrograde Wurzelkanalfüllung“.
die einzige Möglichkeiten, einen Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
zu retten. Sie ist angezeigt, wenn sich bereits Eiter- oder Zystengewebe an der Wurzelspitze gebildet hat oder wenn stark gekrümmte Zahnwurzeln eine korrekte Wurzelkanalbehandlung Wurzelkanalbehandlung
Endodontie; Oberbegriff für zahnärztliche Behandlungsmaßnahmen bei einem erkrankten oder abgestorbenen Zahn mit dem Ziel der Zahnerhaltung. Die Behandlung umfasst die vollständige Entfernung des erkrankten Zahnmarks (Pulpa), die Wurzelkanalaufbereitung (instrumentelle Erweiterung des Wurzelkanals), evt. eine kurzzeitige Behandlung mit medikamentösen Einlagen und das Füllen des Wurzelkanals.
verhindern. Die Wurzelspitzenresektion Wurzelspitzenresektion
Begriff aus der zahnärztlichen Chirurgie zur Beseitigung von Entzündungs- oder Zystengewebe im Bereich der Wurzelspitze. Wird durchgeführt, wenn z.B. nach einer Wurzelkanalfüllung weiterhin oder erneut Entzündungen im Bereich der Wurzelspitze auftreten oder wenn ein optimales Abfüllen des Wurzelkanals bis zur Wurzelspitze nicht möglich war. Die Wurzelspitzenresektion erfolgt nach oder während einer Wurzelkanalfüllung; dabei wird die Wurzelspitze operativ freigelegt und neben dem Zysten/Entzündungsgewebe auch noch der unterste Teil der infizierten Wurzel ("Wurzelspitze") entfernt. Wenn erforderlich wird zusätzlich der Wurzelkanal an der abgetrennten Wurzelspitze mit einer Füllung verschlossen “retrograde Wurzelkanalfüllung“.
ist ein operativer Eingriff, der unter örtlicher Betäuubung durchgeführt wird. Dabei entfernt der Zahnarzt oder Kieferchirurg das infektiöse und entzündete Gewebe aus dem Knochenareal, welches die Wurzelspitzen umgibt. Außerdem reinigt er die Wurzelkanäle, desinfiziert sie und dichtet sie mit einer Füllung ab. Mit einigen Fäden verschließt er das Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
, damit das Gewebe schnell heilen kann. Nach ein paar Monaten bildet sich wieder neuer Knochen um das Ende der Wurzel.

Kieferknochen wird aufgebaut

Oft kommen jegliche Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
erhaltende Maßnahmen zu spät und es bleibt nur noch eine letzte Möglichkeit: der Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
muss gezogen werden. Jetzt ist es wichtig, die Lücke so schnell wie möglich zu schließen, damit keine bleibenden Veränderungen im Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
entstehen. Eine Möglichkeit bilden Implantate, welche sich als Anker für Brücken und Prothesen eignen. „Implantatgetragener Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
kommt der Natur am nächsten, deshalb fühlen sich die Patienten damit auch sehr wohl“, beschreibt Dr. Silke Liebrecht, proDente-Expertin und Oberärztin im Zentrum für Zahn- Zahn-
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln, den Wert der künstlichen Zahnwurzeln für den Patienten.
Eine Voraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen eines Implantats ist jedoch ein gesunder und starker Kieferknochen. Patienten, welche über Jahrzehnte hinweg klassische Brücken und Prothesen getragen haben, verfügen meist über zu wenig Knochen rund um das Implantat Implantat
In der Zahnmedizin: künstliche Zahnwurzel im Kiefer zum Ersatz eines fehlenden Zahnes, an der eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt werden kann.
. Hier ‚augmentieren’ die Spezialisten in leichteren Fällen. „Der Arzt entnimmt zum Beispiel in einem ambulante Eingriff am Kinn oder im Mund im Bereich des hinteren Ober- und Unterkiefer Knochensplitter und fügt sie dort ein, wo das Implantat Implantat
In der Zahnmedizin: künstliche Zahnwurzel im Kiefer zum Ersatz eines fehlenden Zahnes, an der eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt werden kann.
gesetzt werden soll“, erklärt Dr. Liebrecht. Der Zweiteingriff am Kinn oder im Kiefer ist in der Regel gefahrlos. Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Implantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden.

Implantate werden in den Kiefer eingepflanzt

Ist genügend Knochen vorhanden, kann das Implantat Implantat
In der Zahnmedizin: künstliche Zahnwurzel im Kiefer zum Ersatz eines fehlenden Zahnes, an der eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt werden kann.
eingesetzt werden. Die künstliche Zahnwurzel Zahnwurzel
Sie dient der Verankerung der Zähne im Kiefer. An der Wurzelspitze treten Nerven und Gefäße in den Wurzelkanal ein. Die Wurzel bildet sich bei der Zahnentwicklung zuletzt und bewirkt durch ihr Wachstum den Zahndurchbruch.
besteht in der Regel aus Titan Titan
Leichtes, schmiedbares Metall, sehr bioverträglich, das vor allem bei der Herstellung von  Implantaten verwendet wird.
und hat die Form einer Schraube. Die Einheilung dauert zwischen drei und acht Monaten. Erst danach kann der Implantatspfosten und die Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
eingesetzt werden.

Zahnfleisch wird rekonstruiert

Als ergänzende Maßnahme ist der Zahnarzt oftmals in ästhetischen Fragen als Chirurg gefordert. So kann er z.B. zurückgewichenes Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
rekonstruieren. Oft liegen infolge einer Parodontitis Parodontitis
Entzündung des Zahnbettes. Zu unterscheiden in Parodontitis apicalis, Parodontitis interradicularis, Parodontitis marginalis.
die Zahnhälse frei. Auch die kleinen Zahnfleischausbuchtungen in den Zahnzwischenräumen, die so genannten Papillen, können sich zurückbilden. An den Zahnzwischenräumen erscheinen dann so genannte "schwarze Dreiecke". Um die Defekte zu decken, werden mikrochirurgisch kleine Gewebeanteile aus anderen Bereichen der Mundschleimhaut transplantiert. Ziel ist es, dem Patienten wieder zu einem strahlenden Lächeln zu verhelfen.