Chirurgische Eingriffe bei Diabetikern
Über 3 Prozent der Deutschen leiden an Diabetes mellitus. Je nachdem, ob die Betroffenen unter einer Diabetes vom Typ I oder vom Typ II leiden wird die ernstzunehmende Erkrankung mit diätetischen Maßnahmen oder mit Insulininjektionen behandelt. Diabetiker sind trotz erfolgreicher Dauertherapie aufgrund ihrer besonderen Stoffwechselsituation anfälliger für bestimmte Krankheiten. Außerdem gilt es bei allen chirurgischen Eingriffen einige Regeln zu beachten. Hier ein Überblick, wie bei Diabetikern risikoarm zahnärztlich-chirurgische Eingriffe durchgeführt werden können.
Besondere Aufmerksamkeit sollte der Terminwahl gelten. Bei stabiler Blutzucker-Einstellung sind kürzere, zeitlich überschaubare Eingriffe nach dem Frühstück oder einer eventuellen Insulininjektion am sinnvollsten. „So kann das gefürchtete diabetische Koma vermieden werden“, erklärt Joachim Hoffmann, Zahnarzt und proDente Experte.
Ist die Stoffwechseleinstellung eines Patienten nicht stabil, nimmt der behandelnde Zahnarzt Kontakt zum Hausarzt auf, um mögliche Risiken und Gegenmaßnahmen besser einschätzen zu können. Es hat sich herausgestellt, dass Faktoren wie Stress während des chirurgischen Eingriffes, lokale Infektionen, sowie der Einsatz von Kieferklemmen Einfluss auf die Stabilität des diabetischen Zustandes des Patienten nehmen können. Daher ist es oftmals nötig, dass während des Eingriffs durch einen mitbetreuenden Arzt die Insulindosierung und der Blutzucker kontrolliert werden.
Antibiotika beugt Komplikationen vor
Bei instabiler Diabeteseinstellung und bei länger bestehender Diabetes ist der Einsatz von Antibiotika Antibiotika
Ursprünglich als Gruppenbezeichnung für Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die bestimmte Krankheitserreger in ihrer Entwicklung hemmen oder töten. Heute halb- oder vollsynthetisch hergestellte Medikamente, als Synonym für antimikrobielle Chemotherapeutika. Sie kommen bei schweren Infektionen in der Mundhöhle zum Einsatz. Heutzutage kommen neben Penicillin, Clindamycine, Tetrazycline und Erythromyzine zum Einsatz. Ihre Wirkungsweise ist ähnlich: Sie greifen in die Synthese der Außenhülle der Bakterien ein, welche die Mikroorganismen wie ein stabiles Schild schützt und bringen es so zum Absterben.
bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen sinnvoll. „Nimmt der Patient bereits 24 Stunden vor der Operation Antibiotika Antibiotika
Ursprünglich als Gruppenbezeichnung für Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die bestimmte Krankheitserreger in ihrer Entwicklung hemmen oder töten. Heute halb- oder vollsynthetisch hergestellte Medikamente, als Synonym für antimikrobielle Chemotherapeutika. Sie kommen bei schweren Infektionen in der Mundhöhle zum Einsatz. Heutzutage kommen neben Penicillin, Clindamycine, Tetrazycline und Erythromyzine zum Einsatz. Ihre Wirkungsweise ist ähnlich: Sie greifen in die Synthese der Außenhülle der Bakterien ein, welche die Mikroorganismen wie ein stabiles Schild schützt und bringen es so zum Absterben.
wird dadurch der Übergang von Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
in die Blutbahn verhindert“, so Hoffmann. Das Antibiotikum wird meist vier bis sechs Tag eingenommen. Dadurch werden die bei Diabetikern bekannte Infektanfälligkeit und häufig auftretenden Wundheilstörungen vermieden.
