Betäubung? Ja gerne!
Aushalten oder Spritze? Für viele Menschen ist das keine Frage. Sie lassen sich für eine Zahnbehandlung eine lokale Betäubung geben. Warum auch nicht? Schmerzen beim Zahnarzt müssen heutzutage nicht mehr sein. Die Initiative proDente e.V. informiert alle Interessierten mit einer Broschüre rund um das Thema Betäubung beim Zahnarzt.
Egal ob eine Füllung erneuert wird, Zähne für Kronen beschliffen werden, Zähne gezogen oder ein Implantat Implantat
In der Zahnmedizin: künstliche Zahnwurzel im Kiefer zum Ersatz eines fehlenden Zahnes, an der eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt werden kann.
gesetzt wird, für jede Zahnbehandlung stehen heute moderne lokale Betäubungen, sogenannte Lokalanästhetika, zur Verfügung. Auf welche Weise sie in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden und was rund um die lokale Anästhesie Anästhesie
Unter Anästhesie wird eine gezielte Betäubung verstanden, die Schmerzen stillt, lindert oder ihnen vorbeugt. Wird nur ein Nerv oder ein Bereich des Körpers ruhig gestellt, spricht man von lokaler Betäubung; wird der ganze Körper betroffen, von Vollnarkose. Das Anästhesiemittel wird bei der Vollnarkose über die Atemwege oder/und in die Venen gegeben. In der Zahnmedizin wird es am betroffenen Zahn oder Nerv in die Mundhöhle mit einer Spritze injiziert. Die Einstichstelle wird mitunter mit schmerzstillenden Mitteln vorbehandelt, um selbst den leichten Schmerz beim Einstich der Injektionsnadel zu verringern.
zu beachten ist, darüber gibt die Broschüre „Anästhesie“ Auskunft. Zu beziehen unter www.prodente.de im Bereich Service > Broschüren > Beilagen oder über die Bestellhotline 01805-55 22 55.
Welche Möglichkeiten der lokalen Betäubung gibt es?
Bei der Infiltrationsanästhesie Infiltrationsanästhesie
Örtliche Betäubung zur Schmerzausschaltung durch Einbringen von Anästhesie-Lösung in das Operationsgebiet selbst oder durch Umspritzung dieses Bereiches. Standardverfahren in der Zahnheilkunde für die Anästhesie der Oberkieferzähne: Eine kleine Menge Anästhetikum wird in den Wurzelspitzenbereich des entsprechenden Zahnes infiltriert. Es dringt dann durch den Knochen zum Zahn (Wurzelspitze), so dass dieser betäubt wird. Nicht für die Betäubung der Unterkieferzähne geeignet, da hier die äußere Knochenwand zu kompakt ist und das Anästhetikum nicht tief genug eindringen kann.
spritzt der Zahnarzt die Anästhesielösung direkt in Höhe der Zahnwurzelspitze unter die Schleimhaut. Die Betäubung dringt in den Knochen ein, Fachleute sagen auch, sie infiltriere den Knochen. Die Nerven von ein bis zwei Zähnen werden dabei nach etwa ein bis drei Minuten betäubt.
Sollen ein oder mehrere Backenzähne im Unterkiefer behandelt werden, gibt der Zahnarzt eine Leitungsanästhesie Leitungsanästhesie
Örtliche Betäubung, bei der der Nerv an seinem Stamm mit Anästhetikum umspritzt wird, so dass die weiterführenden Nerven und das entsprechende Versorgungsgebiet betäubt sind. Im Gegensatz zur >>Infiltrationsanästhesie.
. Er spritzt hierbei die Betäubungslösung in die Nähe des Unterkiefernerven. Die gesamte „Leitungsbahn“ auf einer Kieferhälfte wird damit betäubt. Das Taubheitsgefühl erstreckt sich bis in die Unterlippe, denn der Unterkiefernerv versorgt auch sie mit Gefühl. Zusätzlich kann sich auch die Zungenhälfte der entsprechenden Seite taub anfühlen, denn Unterkiefer- und Zungennerv liegen häufig in direkter Nachbarschaft.
Bei der intraligamentären Anästhesie Anästhesie
Unter Anästhesie wird eine gezielte Betäubung verstanden, die Schmerzen stillt, lindert oder ihnen vorbeugt. Wird nur ein Nerv oder ein Bereich des Körpers ruhig gestellt, spricht man von lokaler Betäubung; wird der ganze Körper betroffen, von Vollnarkose. Das Anästhesiemittel wird bei der Vollnarkose über die Atemwege oder/und in die Venen gegeben. In der Zahnmedizin wird es am betroffenen Zahn oder Nerv in die Mundhöhle mit einer Spritze injiziert. Die Einstichstelle wird mitunter mit schmerzstillenden Mitteln vorbehandelt, um selbst den leichten Schmerz beim Einstich der Injektionsnadel zu verringern.
spritzt der Zahnarzt mithilfe einer sehr dünnen Nadel und einer speziellen „Druckspritze“ direkt zwischen Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
und umgebenden Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
bzw. Zahnknochen ein. Mit dieser Methode kann er jeden Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
einzeln betäuben. Das Spritzen kann einige Minuten dauern, denn um nicht zu viel Druck aufzubauen, spritzt der Behandler sehr langsam und gibt dabei nur wenig Injektionslösung ab.
Die Oberflächenanästhesie Oberflächenanästhesie
Ausschalten der oberflächlichen Sensibilität der Haut- / Schleimhaut durch Einpinseln oder Aufsprayen eines Oberflächenanästhetikums. Wird bei ängstlichen Patienten und Kindern vor der Lokalanästhesie angewendet, damit der Einstich der Spritze weniger stark spürbar ist.
wird in der Zahnmedizin meist in Sprayform verwendet, um das Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
bzw. die Mundschleimhaut zu betäuben. Für eine Zahnbehandlung reicht diese Art der lokalen Betäubung nicht aus. Der Zahnarzt kann die Lösung auch mit einem getränkten Wattekügelchen auf die Einstichstelle der Spritze auftupfen. Bei Kindern wird der Einstichschmerz der nachfolgenden Spritze so umgangen und die Betäubung ist für sie fast vollständig schmerzfrei.
Spritze versus Vollnarkose
In manchen Fällen reicht eine lokale Betäubung nicht aus. Zum Beispiel bei größeren Eingriffen wie Kieferoperationen, oder bei der Behandlung ausgedehnter Zahnschäden bei Menschen mit Behinderungen oder sehr kleinen Kindern kann eine Vollnarkose angezeigt sein. Fachleute sprechen von einer Allgemeinanästhesie, die nicht der Zahnarzt, sondern ein Arzt für Anästhesie Anästhesie
Unter Anästhesie wird eine gezielte Betäubung verstanden, die Schmerzen stillt, lindert oder ihnen vorbeugt. Wird nur ein Nerv oder ein Bereich des Körpers ruhig gestellt, spricht man von lokaler Betäubung; wird der ganze Körper betroffen, von Vollnarkose. Das Anästhesiemittel wird bei der Vollnarkose über die Atemwege oder/und in die Venen gegeben. In der Zahnmedizin wird es am betroffenen Zahn oder Nerv in die Mundhöhle mit einer Spritze injiziert. Die Einstichstelle wird mitunter mit schmerzstillenden Mitteln vorbehandelt, um selbst den leichten Schmerz beim Einstich der Injektionsnadel zu verringern.
durchführt. Er überwacht den Patienten während und nach dem Eingriff. Bewusstsein und Schmerzempfinden sind während der Allgemeinanästhesie komplett ausgeschaltet. Da sie höhere Risiken als eine örtliche Betäubung mit sich bringt, bleibt sie im zahnärztlichen Bereich Ausnahmefällen vorbehalten.
Betäubung bei Zahnbehandlungs- und Spritzenphobie
Manche Menschen vermeiden notwendige Zahnarztbesuche aus Angst vor der Behandlung oder der Betäubungsspritze. Auch in diesen Fällen gibt es Hilfe. Vor einer Zahnbehandlung kann beispielsweise medikamentös beruhigt werden – es wird eine Sedierung Sedierung
Als Sedierung bezeichnet man in der Medizin die medikamentöse Beruhigung von Patienten.
verabreicht. Das sind bestimmte Medikamente, die die Angst des Patienten mindern und eine Beruhigung erreichen sollen. Je nach Sedierungstiefe bleibt er dabei noch mehr oder weniger ansprechbar. Schmerzen schaltet eine Sedierung Sedierung
Als Sedierung bezeichnet man in der Medizin die medikamentöse Beruhigung von Patienten.
nicht komplett aus, daher erhält der Patient zusätzlich eine Betäubungsspritze, nachdem er in einen angstfreien und gelösten Dämmerzustand übergetreten ist. Von einer Analgosedierung Analgosedierung
Vorbereitung von ängstlichen, erregten Patienten mittels beruhigender und schmerzlindernder Medikamente.
sprechen Fachleute, wenn neben dem Beruhigungsmittel auch ein schmerzstillendes Medikament gegeben wird. Als Mittel der ersten Wahl außer bei sehr akuten Beschwerden sollte die Zahnarztphobie immer durch eine psychotherapeutische Therapie behandelt werden.
Zahnbehandlung unter Hypnose
Eine Zahnbehandlung in Hypnose Hypnose
Menschen mit großer Angst vor zahnärztlichen Behandlungen können durch Hypnose in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden. Die Behandlung wird im so genannten Dämmerschlaf erlebt. Äußere Reize, wie Schmerz, werden gedämpft, manchmal sogar völlig unterdrückt.
kann bei manchen Menschen ebenfalls gut funktionieren, die sich auf diese Entspannungstechnik einlassen können und in den Zustand der Trance kommen. Doch auch hierbei ist in den meisten Fällen eine örtliche Betäubungsspritze erforderlich, da keine komplette Schmerzausschaltung erreicht wird. Grundsätzlich sollten sich Menschen mit einer extremen Zahnbehandlungsangst mit einer Psychotherapie helfen lassen, damit der Zahnarztbesuch nicht mehr als unüberwindliche Hürde erscheint.
