Gerüche und Geräusche lösen Angst aus
Viele Menschen speichern Gerüche einer Zahnarztpraxis jahrelang ab und verbinden damit bestimmte Erinnerungen. Kommen noch die typischen Geräusche von Bohrer, Sauger und Co. hinzu, ist das Kopfkino perfekt. Ängstliche Patienten assoziieren negative Erfahrungen in einer Zahnarztpraxis mit diesen Geräuschen und Gerüchen und verankern Sie im Unterbewusstsein. Dabei ist der „spezielle Geruch“ einer Zahnarztpraxis schon lange Geschichte.
Ob negative Erinnerung oder nicht: Die ersten zehn Minuten sind entscheidend ob sich ein Patient in der Praxis wohlfühlt und entspannen kann. Der Geruchssinn spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die über einen Geruch wahrgenommene Information gelangt direkt in einen der ältesten Bereiche des Gehirns – das limbische System. Als emotionale und soziale Entscheidungszentrale hat dieses System die Aufgabe die Gerüche je nach Wertigkeit an die passende Schublade im Gehirn weiterzuleiten.
Verbindet ein Patient mit der Zahnarztpraxis Schmerzen und eine für ihn höchst unangenehme Situation, kann allein der Geruch das gesamte Erinnerungsspektrum heraufbeschwören. Ein schlechtes Gefühl stellt sich ein, obwohl der Patient noch nicht einmal auf dem Behandlungsstuhl Platz genommen hat.
Wenn der Bohrer quietscht
Auch die Geräusche von Bohrer und Sauger werden beim Zahnarzt wesentlich stärker und damit unangenehmer wahrgenommen. Trotz lokaler Betäubung kommt die Erinnerung an mögliche Schmerzen.
Diese Furcht manifestiert sich an den Geräuschen. Da der Zahnarzt in der Mundhöhle Mundhöhle
Der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen, der sie von der Nasenhöhle trennt, seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt ist. Nach hinten geht die Mundhöhle in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbögen liegt die Gaumenmandel, die zusammen mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel einen lymphatischen Ring, den sogenannten Waldeyerschen Rachenring bilden. Mundhöhle ist die Mundspalte, die hintere die Schlund- oder Rachenenge. Die gesamte Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
agiert, übertragen sich Schall und Vibrationen direkt in den Gehörgang und können trotz moderner geräuscharmer Geräte nicht vollständig vermieden werden. Turbinenbohrer, Sondenkratzer und Sauger machen Angst, auch wenn die Behandlung selbst zumeist völlig Schmerzfrei verläuft.
Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen
In Hotels und Geschäften hat man dieses Phänomen bereits erkannt. Hier versuchen spezielle Geruchs- und Sounddesigner dem Einkäufer ein möglichst angenehmes Gefühl zu vermitteln. Auch in vielen Zahnarztpraxen versucht man den Schrecken eines Zahnarztbesuches durch Wohlfühlatmosphäre zu begegnen. Praxisräume sind längst nicht mehr nur weiß und steril. Farben, Bilder und sogar spezielle Duftsäulen sollen zum Relaxen einladen. Freundliches Praxispersonal und ein entspannter Zahnarzt tun dann das Übrige.
Während der Behandlung können Kopfhörer mit der Lieblingsmusik, DVDs oder spezielle Videobrillen von den beängstigenden Geräuschen ablenken und so das Kopfkino überlisten.
