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Der kleine Unterschied

Den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es auch in der Zahnmedizin. Wussten Sie zum Beispiel, dass Frauen in puncto Zahnarztbesuch tendenziell ängstlicher sind als Männer? Allerdings überwinden Sie eher ihre Angst oder suchen sich Hilfe. Erstaunlicher ist auch, dass Männer in Sachen Zähne punktuell eher Technikmuffel sind. Sie ziehen die gute alte Handzahnbürste der elektrischen Alternative vor. Auch bei der Suche nach dem Zahnarzt ihres Vertrauens greifen Frauen wesentlich häufiger auch auf Informationen aus dem Internet zurück als Männer.

Während die Unterschiede bei der Zahnputztechnik zu vernachlässigen sind, kommt den anderen Differenzen eine größere Bedeutung zu. Menschen, die aus Angst den Zahnarztbesuch hinausschieben, setzten sich größeren Gefahren aus. Das fängt bei Karies und Parodontitis an und hört bei noch gefährlicheren Erkrankungen auf. Gerade das starke Geschlecht nimmt den regelmäßigen Zahnarztbesuch, als Teil der Gesundheitsvorsorge, oft nur sporadisch war.

Männerkrebs

Je früher bereits kleine Anzeichen wie Zahnfleischbluten, Schwellungen des Zahnfleisches, anhaltend schlechter Atem oder lockere Zähne wahrgenommen werden, desto sicherer kann Zahnverlust verhindert werden. Ein weithin vernachlässigtes Problem ist Krebs im Bereich der Mundhöhle. Die Erkrankung tritt bei Männern wesentlich häufiger auf. An einer Krebserkrankung der Mundhöhle und des Rachens erkranken pro Jahr in Deutschland etwa 10400 Menschen neu. Davon sind fast 75 Prozent Männer.

Diese Erkrankung greift wie kaum eine andere in das Leben der Betroffenen ein. Bei der üblichen Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt können erste Anzeichen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Hier gilt: Je früher die Krebserkrankung erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.