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Die Zähne raffiniert ins rechte Licht setzen

Die besonders „warme“ Farbe der Herbstsonne auf bunten Blättern, das diffuse Winterlicht bei Schneewetter: Die Natur hält eine Vielfalt an Farbeindrücken bereit, die der Mensch über das Auge aufnimmt. Diesen natürlichen Eindruck auch bei der Fertigung von Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
zu erreichen, ist eine echte Herausforderung für Zahnarzt und Zahntechniker. Mit gezielten Effekten kreieren sie Füllungen und künstliche Zähne so perfekt, dass diese den „Echten“ ästhetisch in nichts nachstehen.

„Man muss die menschliche Wahrnehmung von Licht und Farbe verstehen, um sie erfolgreich kopieren zu können“, erklärt Dr. Dietmar Oesterreich von der Initiative proDente. Denn Farbe ist keine physikalische Eigenschaft, sondern vielmehr ein Sinneseindruck, der entsteht, wenn das von einem Gegenstand reflektierte Licht auf die Netzhaut des Auges trifft. „Je nach Wellenlänge des Lichts nehmen wir einen bestimmten Farbeindruck subjektiv wahr“, so der Experte. Will man das Aussehen eines Zahns so naturgetreu nachahmen,  dass der Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
praktisch unsichtbar ist, muss man sich außerdem Aufbau und Struktur der echten Zähne zum Vorbild nehmen: „Der Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
bildet die äußere Hülle des Zahns und ist lichtdurchlässig. Darunter liegt das dunklere Zahnbein (Dentin Dentin
Zahnbein, knochenähnlicher Stoff, aus dem die Hauptmasse eines Zahnes besteht. Im Bereich der Zahnkrone ist das Dentin vom Zahnschmelz umgeben, im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement. Dentin ist härter als Knochen, aber weicher als der Schmelz.
)“, beschreibt Dr. Oesterreich. Die eigentliche Zahnfarbe ist also eine Kombination aus unterschiedlichen Schichten und Schattierungen, in denen sich das Licht in einer ganz besonderen Weise bricht.

Schicht für Schicht zum perfekten Zahn

Um dieses Spiel von Licht und Farbnuancen nachzubilden, arbeiten die zahntechnischen Labors mit aufwändigen Verfahren und höchster Präzision. Denn jedes Inlay Inlay
Im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Versorgung eines Zahndefektes ( s. a. Gußfüllung).
, jede Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
wird als individuelles Einzelstück gefertigt, das genau zum Gebiss Gebiss
Gesamtheit der Zähne des Ober- und Unterkiefers. Das erste Gebiss, die Milchzähne, besitzt 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Es besteht aus einem oberen und einem unteren -> Zahnbogen.
des Patienten passen muss. Am besten lässt sich die Natur mit Hilfe der modernen keramischen Werkstoffe nachbilden. „Sie werden in einer raffinierten Technik auf das vom Zahnarzt abgeformte Modell aufgetragen und anschließend unter Vakuum gebrannt und glasiert“, erklärt Dr. Oesterreich das Verfahren.

Schicht für Schicht werden Keramikmassen von unterschiedlicher Dichte und Färbung aufgebracht, so dass am Ende eine möglichst naturgetreue Lichtbrechung erreicht wird. Keramikverblendete Kronen mit einem Metallgerüst sehen dem echten Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
schon recht ähnlich, können durch den dunklen Metallkern aber matt und künstlich wirken, weil dieser die Lichtbrechung hemmt. Optimale Ergebnisse erreicht der Zahntechniker dagegen mit vollkeramischen Lösungen: Hier besteht auch das „Innenleben“ des Zahnersatzes aus Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
, so dass das Licht absolut natürlich durchscheinen kann. Dadurch sieht nicht nur der Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
, sondern auch das ihn umgebende Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
rosig und gesund aus, denn das Licht wird durch die Keramik Keramik
Keramische Massen; z.B. aus Feldspat, Quarz und Kaolin (Feldspatkeramik) als Verblendungs- oder Gerüstwerkstoff, um z. B. Kronen mit Metallgerüst zahnfarben erscheinen zu lassen; als Werkstoff für vollkeramische Kronen, Inlays, Teilkronen, Verblendschalen und Wurzelkanalstifte. Keramikmassen sind hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Sie haben außerdem eine hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit und eine geringe Neigung Zahnbeläge anzulagern. Von Nachteil ist ihre Bruchanfälligkeit, so dass sie für herausnehmbaren Zahnersatz als Verblendwerkstoff nicht eingesetzt werden (Bruchgefahr, wenn Prothese runterfällt). Erst durch Anwendung der Adhäsivtechnik zur Befestigung der vollkeramischen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz hat (Voll-)Keramik an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine Alternative zu Zahnersatz/Füllungen aus Metalllegierungen und Komposits dar.
bis ins Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
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Sorgfältige Vorarbeiten

Bevor der Zahntechniker mit seiner Filigranarbeit für das perfekte Inlay Inlay
Im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Versorgung eines Zahndefektes ( s. a. Gußfüllung).
oder die Krone Krone
Ist die Stabilität eines Zahnes als Folge sehr großer Kariesschäden oder Füllungen nicht mehr gegeben, werden Zähne ,,überkront". Dabei wird die Zahnkrone des natürlichen Zahnes durch "Beschleifen" reduziert, um Platz für die vom Zahntechniker angefertigte künstliche Krone zu schaffen. Kronen werden aus Metalllegierungen, aus Keramik oder aus einer Kombination von beiden (-> Metallkeramik) angefertigt.
beginnt, muss der Zahnarzt die genaue Farbe für den Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
bestimmen. „Das ist eine Aufgabe, die viel Präzision erfordert“, betont Dr. Oesterreich. Denn natürlich ist auch die Farbwahrnehmung des Zahnarztes subjektiv, und so muss er bei der Farbbestimmung möglichst optimale Bedingungen schaffen, damit nicht Faktoren wie Beleuchtung, eine sehr farbintensive Umgebung oder auch die Ermüdung des Auges das Ergebnis verfälschen.

Zur Festlegung der Farbe für den Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
haben sich spezielle Farbringe als Vergleichmuster bewährt. „Inzwischen gibt es aber auch digitale Messgeräte zur möglichst objektiven Farbbestimmung“, erläutert Dr. Oesterreich. Doch die menschliche Wahrnehmung lässt sich nicht vollständig durch die Technik ersetzen. Deshalb sollte immer auch eine visuelle Bestimmung durch einen erfahrenen Zahnarzt gemacht werden. Bei schwierigen Fällen können Zahnarzt und Zahntechniker auch gemeinsam die beste Farbnuance festlegen.