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Den richtigen Ton treffen

„Inlays und Kronen bitte in meiner Zahnfarbe“: Das ist leichter gesagt als getan. Etwa 26 „typische“ Zahnfarben gibt es, die bei mehr als 90 Prozent der Deutschen passen. Frauen haben dabei eher die helleren Zähne als Männer, Jüngere hellere als Ältere. Diesen individuellen Unterschieden gerecht zu werden, erfordert vom Zahnarzt viel Erfahrung, Präzision und Fingerspitzengefühl. „Schließlich soll sich der Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
perfekt in das ästhetisch schöne Bild des Gebisses einfügen“, beschreibt Dr. Rüdiger Butz von der Initiative proDente die hohen Ansprüche, denen der im Labor hergestellte Zahn Zahn
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
genügen soll.

„Die Übereinstimmung von echten und künstlichen Zähnen in der individuellen Zahnfarbe ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale überhaupt“, so der Experte. Denn die Zufriedenheit des Patienten mit seinem Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
hängt nicht nur von dessen Funktion, sondern ganz entscheidend auch von der perfekten Ästhetik ab. Deshalb muss sich der Zahnarzt intensiv mit dem Aussehen des gesamten Gebisses beschäftigen, um den richtigen Farbton zu finden. Zur visuellen Bestimmung der Zahnfarbe stehen ihm verschiedene vorgefertigte Farbringe zur Verfügung. Durch den Vergleich mit diesem „Muster“ kann er die Grundfarbe festlegen, die in den meisten Fällen noch individuell modifiziert wird.

Standardisierte Bedingungen schaffen

Weil jeder Farbeindruck subjektiv ist, müssen bei der visuellen Farbbestimmung mögliche Störfaktoren, die das Ergebnis verfälschen könnten, so weit es geht ausgeschaltet werden. Deshalb sind ganz bestimmte standardisierte Rahmenbedingungen wichtig:

  • Die Beleuchtung im Behandlungsraum sollte tageslichtähnlich sein.
  • Der Raum muss neutral gestaltet sein, denn stark farbige Flächen wie bunte Vorhänge oder Bilder könnten die Farbwahrnehmung beeinflussen.
  • Das Gesicht des Patienten darf nicht stark geschminkt sein. Insbesondere Lippenstift ist tabu.
  • Auch die Kleidung von Patient und Zahnarzt könnte das Ergebnis verfälschen, wenn sie zu intensive Farben hat. Deshalb sind neutrale, etwa graue Kittel für beide ideal.
  • Der Behandler muss „farbtüchtig“ sein, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Das heißt: Er muss regelmäßig in der Farbbestimmung geschult und trainiert sein.

„Auf diesem Gebiet zählen Erfahrung und Routine in besonderem Maße“, betont Dr. Butz. Bei besonders schwierigen Fällen kann der Zahnarzt auch die Meinung eines versierten Zahntechnikers einholen.

Digitale Farbmessung 

Weil das menschliche Farbempfinden eben so verschieden ist, liegt es nahe, nach objektiven Methoden zur Farbbestimmung zu suchen. Tatsächlich gibt es bereits verschiedene digitale Messgeräte, die die gesuchten Farbwerte errechnen. Doch die menschliche Wahrnehmung lässt sich nicht vollständig durch die Technik ersetzen. Deshalb verlassen sich die meisten Zahnärzte bei der Farbbestimmung auch heute noch auf den visuellen Vergleich mit den Farbringen – wenigstens zur Kontrolle digital ermittelter Werte.