Zahnarztbesuch als Termin für Schönheit und Entspannung
Wohlfühlen beim Zahnarzt – bis vor wenigen Jahren schien das ein Widerspruch in sich zu sein. Doch mittlerweile bieten Zahnärzte einiges, um ihren Patienten den Besuch angenehm zu machen. Und immer mehr Menschen ändern die Sichtweise: Sie „gönnen“ sich den Termin beim Zahnarzt, um das eigene Aussehen zu verbessern und sich nachher schöner zu fühlen.
Der Anspruch an die eigenen Zähne ist heute deutlich höher als früher – sie sollen nicht nur zuverlässige Dienste beim Essen leisten, sondern auch möglichst gut aussehen. Daher setzen immer mehr Menschen auf die Professionelle Zahnreinigung Professionelle Zahnreinigung
Hiermit werden alle Maßnahmen zusammen gefasst, die der Reinigung der Zahnoberflächen dienen. Durchgeführt werden diese Maßnahmen in der Regel von besonders weitergebildetem Personal (z.B. Prophylaxeassistentin, Dentalhygienikerin) in der zahnärztlichen Praxis. Die Professionelle Zahnreinigung beinhaltet die Entfernung von Zahnstein und anderen hartnäckigen Belägen und Verfärbungen. Anschließend werden die Zähne poliert, um eine erneute Ansiedlung der Bakterien zu erschweren. Eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung ist nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern sie ist wesentliche Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparats.
beim Zahnarzt, obwohl diese aus eigener Tasche Tasche
Begriff aus der Parodontologie: Knochentasche oder Zahnfleischtasche
bezahlt werden muss. Denn diese Maßnahme ist nicht nur eine sehr sinnvolle Ergänzung zur Zahnpflege im eigenen Badezimmer, auch hartnäckige Beläge aus Kaffee, Tee und Nikotin können entfernt und schwer zugängliche Stellen erreicht werden. „Die Zähne fühlen sich danach einfach wirklich sauber und gut an und tragen so wesentlich zum eigenen Wohlbefinden bei“, so Zahnarzt Dr. Oliver Laig aus Köln, „und an den so gesäuberten und damit besonders glatten Zähnen können sich Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
viel schlechter anheften.“ Ein individuelles Prophylaxeprogramm wird außerdem angeboten, welches sowohl zahnärztliche Maßnahmen als auch Tipps für die Pflege zu Hause und die Ernährung einschließt. Den Personal Trainer gibt es also nicht nur im Fitness-Bereich.
Der erste Eindruck: Wohlbefinden
Doch dem modernen Patienten kommt es nicht nur auf das Ergebnis – sprich den gepflegten Mund – an, mit dem er die Zahnarztpraxis verlässt. Vielmehr soll der Besuch nicht mehr geprägt sein von Bohrergeräuschen schon im Wartezimmer, dem penetranten Geruch von Eugenol und rundum unangenehmer Atmosphäre. Fortschrittliche Zahnarztpraxen haben längst erkannt, dass ihre Kunden heute viel anspruchsvoller sind als noch vor wenigen Jahren: „Die meisten Patienten wünschen eine serviceorientierte Praxis mit Wohlfühl-Ambiente“, weiß die Bonner Zahnärztin Dr. Iris Sonneborn zu berichten.
Schon das Erscheinungsbild der Praxis beim Eintreten spielt eine große Rolle, denn aufgrund dieses ersten Eindrucks entscheidet der Patient innerhalb der ersten sieben Sekunden, ob er sich in der Praxis wohl fühlt oder nicht. Daher legen immer mehr Zahnärzte großen Wert auf die Einrichtung und wählen Farben und Design ganz bewusst. Der Erfolg: Patienten, die sich davon angesprochen fühlen, entwickeln sich schneller zu Stammpatienten, und über die Farben von Wänden und Einrichtung lassen sich bestimmte Effekte erzielen. So wirkt beispielsweise Blau beruhigend, Gelb schafft eine warme und lichte Atmosphäre, und Grün entspannt.
Und auch die Zahntechnik-Labore, die immer häufiger von Patienten zu Farb- und Formanpassungen besucht werden, haben die Zeichen der Zeit erkannt: „Für unsere Kunden ist es wichtig, sich in einem ästhetisch hochwertigen Ambiente zu befinden, denn dies spricht auch für unsere ästhetische Kompetenz in der Zahntechnik. Außerdem sollen sie sich bei uns genau so wohl fühlen wie bei ihrem Zahnarzt“, so Zahntechnikermeister Gerwin Kurth vom Dentallabor Dentallabor
Labor, in dem der Zahntechniker mit höchster Präzision individuelle Versorgungsformen wie z.B. -> Veneers, -> Kronen, -> Brücken oder Einlagefüllungen herstellt.
Kurth & Ewers aus Bornheim bei Köln.
Relaxen auf dem Behandlungsstuhl
Der Moment des größten Unbehagens war lange Zeit der des Platznehmens auf dem Behandlungsstuhl. Doch heute muss kein Patient mehr ausschließlich den Geräuschen von Bohrer & Co. lauschen und auf den Schmerz Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress…) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren - welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen - herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
warten – verschiedene Angebote haben in die Zahnarztpraxen Einzug gehalten, die während der Behandlung für Ablenkung sorgen und den Stresspegel deutlich senken. Beispielsweise können CDs gehört oder auch Filme geschaut werden – letzteres ist durch spezielle Brillen mit angeschlossenem DVD-Player und Kopfhörern möglich, die meisten Ärzte legen gerne den persönlichen Wunschfilm ein. Ob Spiderman oder eine Reisereportage aus der Südsee - solche Programme lassen den Behandelten seine Umgebung weitgehend vergessen, er hat nachweislich weniger Angst und ein deutlich niedrigeres Schmerzempfinden und verlässt den Behandlungsstuhl gerade nach langen Sitzungen entspannter. Auch Menschen mit ausgeprägter Zahnarztphobie können heute aus der Praxis gehen, ohne in Angstschweiß gebadet zu sein – Hypnose Hypnose
Menschen mit großer Angst vor zahnärztlichen Behandlungen können durch Hypnose in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden. Die Behandlung wird im so genannten Dämmerschlaf erlebt. Äußere Reize, wie Schmerz, werden gedämpft, manchmal sogar völlig unterdrückt.
hilft, die Umgebung auszublenden und in den Genuss zahn-verschà zahn-verschÃ
Fachausdruck: Dens. Dient der Nahrungszerkleinerung und beeinflusst die Lautbildung. Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Das Zahninnere nennt man Zahnmark (Pulpa); es ist von Zahnbein (Dentin) umschlossen. Das Dentin wiederum wird im Bereich der Zahnkrone von Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel von Wurzelzement umgeben. Im Milchzahngebiss sind 20 Zähne (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne) vorhanden. Mit ca. sechs Jahren beginnt der Zahnwechsel. Die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne ersetzt und weitere bleibende Zähne wachsen dazu, so dass im bleibenden Gebiss inklusive der Weisheitszähne 32 Zähne vorhanden sind (acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht kleine Backenzähne (Prämolaren), zwölf große Backenzähne (Molaren)).
¶nernder Maßnahmen zu kommen.
Kommt der Oral Wellness-Trend nach Deutschland?
In einigen amerikanischen Zahnarztpraxen in Trendsetter-Städten wie San Francisco, New York oder Los Angeles werden die Patienten in weiche Decken gewickelt, bekommen erfrischende Wattebällchen auf die Augen gelegt und Hand- und Fussmassagen verabreicht. Ob es hierzulande jemals so weit gehen wird, ist zwar fraglich, aber es zeigt ganz deutlich: Der Zahnarztbesuch wird immer mehr zum Termin für die Schönheit.
