Schmerz
Die Schmerzempfindung wird durch Schmerzreize (Kälte, Hitze, Stress…) ausgelöst, von Schmerzrezeptoren aufgenommen und über sensible Nervenfasern dem Gehirn zugeleitet. Allen Schmerzreizen gemeinsam ist eine Gewebeirritation, bei der körpereigene Stoffe (Histamin, Wasserstoffionen, Serotonin usw.) freigesetzt werden, die die Erregung der Schmerzrezeptoren - welche auch bei häufigen Reizungen nicht abstumpfen - herbeiführen. Man unterscheidet den gut lokalisierbaren Oberflächenschmerz (z.B. Zahnschmerzen), den ungenau lokalisierbaren, dumpfen Tiefenschmerz (nach Prellungen o. Quetschungen, Kopfschmerz usw.) und den zu Krämpfen neigenden Eingeweideschmerz (Herz, Darm, Gallenblase) sowie akute und chronische Schmerzzustände. Eine Sonderform stellt der Phantomschmerz dar. Starke schmerzhafte Vorgänge sind mit vegetativen Begleiterscheinungen verbunden, die sich in Blässe, Schweißausbrüchen, Erweiterung der Pupillen, Blutdruckschwankungen bis hin zum Kollaps äußern können.
Das Schmerzerlebnis kann durch Lernprozesse beeinflusst werden.
Schmerzen lösen gewöhnlich Abwehr-, Agressions- und Fluchtreaktionen aus. Eine Schmerzausschaltung - Anästhesie - kann an den peripheren Schmerzrezeptoren durch Lokalanästhetika, durch eine Unterbrechung der Schmerzleitung, durch Dämpfung des Schmerzzentrums im Gehirn mittels Analgetika bzw. durch Beeinflussung des Schmerzbewusstsein (Ablenkung, Hypnose, Narkose) herbeigeführt werden.

