Auf einen Blick: die häufigsten Mund- und Zahnkrankheiten im Alter

 

Parodontitis

 

Die Entzündung des Zahnbettes, die Parodontitis, kündigt sich oft mit Zahnfleischschwund an. Meist wird dieses Symptom aber nicht als solches wahrgenommen. Auch erste Anzeichen wie gerötetes, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch werden kaum beachtet. Ursache für Zahnbettentzündungen sind meist bakterielle Beläge, die sogenannte Plaque. Sie setzt sich zwischen Zahn und Zahnfleisch und sorgt für einen Gewebeabbau rund um den Zahn. Die häufige Folge: der Verlust des Zahnes. Um dem vorzubeugen, ist eine gründliche Zahnpflege notwendig.

 

Mundtrockenheit

 

Das Alter bringt nicht zwangsläufig einen trockenen Mund mit sich. Trotzdem leiden zahlreiche betroffene Patienten  meist unter einem veränderten Geschmacksempfinden, sowie unter Sprach-, Schluck- und Kaubeschwerden. Oftmals ist die Mundtrockenheit nur die Folge einer langfristigen Medikamenteneinnahme, wie z.B. bei Rheuma oder Bluthochdruck. Die Medikamente bewirken oftmals einen verringerten Speichelfluss. Ein weiterer Grund für Mundtrockenheit ist die abnehmende Speichelproduktion bei Menschen im mittleren Lebensalter. Um dem entgegenzuwirken empfiehlt es sich, mindestens zwei bis drei Liter täglich zu trinken. Am besten eignen sich Früchte- und Kräutertees sowie Mineralwasser.

 

Sekundärkaries

 

Karies ist die häufigste Krankheit überhaupt. Bei älteren Menschen begünstigen besondere Risikofaktoren das Entstehen von Sekundärkaries.

An den Randspalten zwischen Zahnersatz und natürlicher Zahnsubstanz nisten sich Bakterien ein, welche zusammen mit dem zurückgegangenen Zahnfleisch schnell Wurzelkaries begünstigen. Um vorzubeugen, empfiehlt es sich die Zähne mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahncreme zu putzen. Außerdem hilft eine zahngesunde Ernährung, die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide und eine regelmäßig durchgeführte Professionelle Zahnreinigung, die Zähne vor Karies zu schützen.

 

Veränderung der Mundschleimhaut

 

Ältere Menschen mit schlecht sitzendem Zahnersatz klagen oft über schmerzhafte Druckstellen. Diese können sich mit Bakterien infizieren und entzünden. Um dem vorzubeugen, sollten die gründliche Mundhygiene und die sorgfältige Reinigung des Zahnersatzes ein tägliches Muss sein. Außerdem gilt: Veränderungen der Mundschleimhaut können Vorläufer von Krebserkrankungen sein und sollten durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt frühzeitig entdeckt und behandelt werden.