Karies begleitet Menschen seit 100.000 Jahren
Karies-Bakterien besiedeln den Menschen, seit er vor über 100.000 Jahren aus Afrika die Kontinente eroberte. Kein Wunder, dass es bereits in frühester Zeit Versuche gab, ausgefallene oder gezogene Zähne zu ersetzen. Materialien dafür waren beispielsweise Elfenbein, Holz oder Zähne von Tieren oder Verstorbenen.
Verblüffend sind auch uralte Rituale der Zahnpflege. So enthielten Hölzer in Nigeria, die zur Zahnpflege genutzt wurden, viel Fluorid. Andere Dinge wirken im Rückblick eher kurios: Bis zum 19. Jahrhundert war Zahnpflege reine Frauensache. Männer, die sich die Zähne putzten, wurden als dekadent bezeichnet. Als Verursacher für die schwarzen Löcher in den Zähnen wurde lange ein Zahnwurm angenommen.
Im Mittelalter gab es noch keine richtigen Zahnärzte – es fühlten sich aber viele befugt, Zahnschmerzen zu behandeln: vom Barbier, dem Gliedereinrenker, dem Apotheker über den Hufschmied bis hin zu den „weisen alten Frauen“.
Service Dossier mit 7 Texten und einer Fotoserie
Die proDente-Pressemappe mit insgesamt 7 Textbausteinen zum Thema „Geschichte der Zahnmedizin“ können Sie
hier als Word-Dokumente herunterladen. Die dazugehörigen Pressefotos finden Sie
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